Willkommen!

Welkom - Welcome - Bienvenue!

Flaggen

> weitere Informationen

Social Media

Besuchen Sie den Evangelischen Kirchenkreis Bonn auch auf Facebook und Instagram.

> weitere Informationen

Wort zum Sonntag

Keiner alleine

Unsere Tochter bezieht ihre erste, eigene Wohnung in der fremden Stadt. Aufregend. Am liebsten wäre sie in eine WG gezogen.

> Lesen Sie weiter ...

Spenden

Newsletter

Sie sind neugierig auf alles, was rund um die evangelische Kirche in Bonn passiert? Abonnieren Sie unseren Newsletter!

> weitere Informationen

Gottesdienste

Losung für den 24.10.2020

Der HERR erweckte den Geist des Volkes, dass sie kamen und arbeiteten am Hause des HERRN Zebaoth, ihres Gottes. Haggai 1,14

Lass nicht außer Acht die Gabe in dir, die dir gegeben ist. 1.Timotheus 4,14

Terminkalender

Veranstaltungen und Termine in der Region Bonn und im Kirchenkreis Bonn.

> weitere Informationen

PROtestant

Der PROtestant ist die evangelische Zeitung für Multiplikatoren aus Gesellschaft und Kultur, Politik und Wirtschaft im Großraum Bonn.

> weitere Informationen

Service
Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung – Eine Bonner Ortsgruppe engagiert sich

Wenn Foodsharing „restlos glücklich“ macht

Haben Sie schon einmal Lebensmittel weggeschmissen, weil sie Ihnen nicht geschmeckt haben oder Sie sie nicht aufbrauchen konnten? Das muss nicht sein. Lesen Sie hier einen Selbstbericht von Johanna Nolte:

Abholung auf dem Beueler Wochenmarkt: Johanna Nolte von Foodsharing mit Markthändler Michael Raditzky (Foto: privat) LupeAbholung auf dem Beueler Wochenmarkt: Johanna Nolte von Foodsharing mit Markthändler Michael Raditzky (Foto: privat)

Auch ich kenne das: Ich fahre morgen in den Urlaub, habe aber noch zwei Liter Milch und einen Salat im Kühlschrank, die die Rückkehr sicher nicht mehr erleben würden. Oder ich habe ein Produkt gekauft, das mir dann doch nicht schmeckt. Aber Essen einfach so in den Müll werfen?

Auf www.foodsharing.de kann jeder, nachdem er sich mit ein paar Klicks angemeldet hat, einen virtuellen Essenskorb erstellen und die Lebensmittel im Internet anbieten, die dann von anderen Foodsharern abgeholt werden können. Auf der Homepage kann man sich anzeigen lassen, wo in seiner Umgebung Essenskörbe angeboten werden.

Lebensmittel: Die Hälfte in Deutschland landet im Müll

Rund die Hälfte aller produzierten Lebensmittel landen im Müll. Doch die Abfälle, die in Privathaushalten anfallen, machen nur einen relativ kleinen Anteil der Lebensmittelverschwendung aus. Viel mehr fällt in den Geschäften selbst an. Deshalb betreibe ich auch Foodsharing „im großen Stil“. Als sogenannter „Foodsaver“ hole ich mit anderen zusammen direkt bei den lokalen Betrieben wie inhabergeführten Supermärkten, Bäckereien und Cafés nicht mehr verkaufbare, aber noch genießbare Lebensmittel ab und verteile sie an jeden, der sie haben möchte, weiter. Da unterscheiden wir uns von der Bonner Tafel; bei uns muss keiner seine Bedürftigkeit nachweisen. Denn schließlich geht es in erster Linie darum, Lebensmittel vor der Tonne zu retten. Ein weiterer Unterschied zur Tafel ist, dass wir auch angebrochene Lebensmittel mitnehmen oder solche mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum. Wir wollen nicht in Konkurrenz zur Tafel stehen, sondern sehen uns eher als Ergänzung, da wir auch in kleinen Läden, die in unregelmäßigen Abständen etwas übrig haben, oder auch spät abends und am Wochenende Lebensmittel abholen.

Gemüse, das nur darauf wartet, weiterverteilt zu werden (Foto: privat) LupeGemüse, das nur darauf wartet, weiterverteilt zu werden (Foto: privat)

Es ist schön, anderen Menschen eine Freude zu machen

Ich stelle die Lebensmittel auf der Foodsharingplattform oder auch bei Facebook ein, verteile sie an meine Freunde, Nachbarn oder an der Uni. Es ist schön, anderen Menschen eine Freude zu machen und dabei noch auf Lebensmittelverschwendung und Nachhaltigkeit aufmerksam zu machen. Und wenn sich die alte Frau zwei Häuser weiter freut, weil sie nicht einkaufen gehen muss und endlich mal ein bisschen frisches Obst und Gemüse vorbeigebracht bekommt, hat sich der Aufwand schon wieder gelohnt. Denn zeitintensiv ist es manchmal schon; nicht unbedingt die Abholung, sondern vor allem das Weiterverteilen. In anderen Städten wie Köln oder Wuppertal gibt es schon länger „Fairteiler“, öffentlich zugängliche (Kühl-)Schränke, in die jeder seine Lebensmittel legen kann. Und so schön es auch ist, kein Geld für frisches Gemüse ausgeben zu müssen: Wenn es im Sommer wochenlang massenhaft Salat gibt, kann man den irgendwann auch nicht mehr sehen.

Das Logo der Foodsharing- Bewegung sieht man auch als Aufkleber an vielen Geschäften (Foto: offizielles Foodsharing Logo) Das Logo der Foodsharing- Bewegung sieht man auch als Aufkleber an vielen Geschäften (Foto: offizielles Foodsharing Logo)

Viele fragen, warum die Geschäfte denn einfach so ihre Sachen verschenken. Aber auch die Inhaber profitieren davon: Sie geben weniger Geld für die Müllentsorgung aus und sparen sich die Arbeit für die Entsorgung der aussortierten Lebensmittel, da wir das Sortieren der gespendeten Lebensmittel, sowie die Entsorgung des anfallenden Mülls übernehmen. Nicht zuletzt werten teilnehmende Geschäfte ihr Image durch sinnvollen und nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln auf und haben die Möglichkeit durch einen Sticker „Wir machen mit! – foodsharing.de – Bei uns landen keine Lebensmittel in der Tonne!“ neue Kunden zu gewinnen.

Vielleicht denken Sie beim nächsten Apfel, den Sie wegwerfen wollen, mal an mich und legen stattdessen einen Essenskorb an. Vielleicht komme ich ihn dann bei Ihnen abholen.

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

 

Johanna Nolte / 06.03.2015



© 2020, Evangelische Kirche in Bonn und der Region
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.