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Gedenken und Handeln: Gegen das Sterben im Mittelmeer

In Erinnerung an das vielfache Sterben im Mittelmeer lädt der Verein "Initiative gegen Tod im Mittelmeer 2009" zu einem Treffen für Flüchtlinge, Angehörige und Unterstützer am Wochenende 29./30. August 2015 in der Trinitatiskirche in Bonn-Endenich ein.

Mittelmeer: Die ist Rettung in diesem Fall geglückt, meistens gelingt das nicht (Foto: News sea watch) LupeMittelmeer: Die ist Rettung in diesem Fall geglückt, meistens gelingt das nicht (Foto: News sea watch)

"Gedenken, Erinnern, Begegnen wird dieses Treffen bestimmen", sagt der langjährige Bonner Pfarrer Helmut Hofmann, ein Initiator der Veranstaltung. Auftakt macht ein ökumenischen Flüchtlingsgottesdienst in der evangelischen Trinitatiskirche (Brahmsstr. 16) am Samstag, 29. August, um 14.00 Uhr, der von einem Team um Diakon B. Held und Pfarrer Hofmann gestaltet wird. Eine Besonderheit: Ein ökumenischer Flüchtlingschor, dessen Sänger aus Eritrea stammen, wird zum Gedenken an die Verstorbenen im Gottesdienst singen.

In der anschliessenden Begegnungsveranstaltung werden Geflüchtete von ihren Erlebnissen berichten, auch von den Gründen für ihre Flucht sowie Experten aus der Flüchtlingshilfe aktuelle Informationen geben. Karl Kopp, Europareferent bei Pro Asyl, wird Fragen zu „Mare Nostrum, Triton und Dublin II“ erläutern. Tareke Berhane aus Rom berichtet, wie es gelingen kann, durch DNA-Abgleiche die Opfer des 3. Oktober 2013 zu identifizieren. Thomas Aleschewsky (Kassel) stellt dar, wie es Flüchtlingen ergeht, wenn sie in Deutschland angekommen sind.

Für die Geflüchteten selbst ist es, so Pfarrer Hofmann, wichtig, "dass sie die Möglichkeit haben, sich auszutauschen, auch Freundinnen und Freunde wiederzu treffen, also Menschen, mit denen sie geflohen sind". Die Botschaft dieses Treffen, das offen ist für alle Interessierten, ist laut Hofmann: "Menschen sind auf der Flucht. Menschen suchen Schutz. Flüchtlinge sind gefährdet – und nicht gefährlich. Flüchtlinge brauchen Hilfe." Unter diesen Voraussetzungen soll das Treffen der Frage nachgehen: Kann es angesichts der Lage, das auch im vergangenen Jahr wieder Tausende im Mittelmeer umgekommen sind, dabei bleiben, dass europäische Politik vor allem auf Abwehr setzt?

Weitere Infos: Pfarrer Helmut Hofmann
Mail: helmutxhofmann@t-online.de
Tel.: 0228/4227682 oder 02645/974252

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Helmut Hofmann/ger / 13.08.2015



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