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Kirche auf Radio Bonn/Rhein-Sieg

Auf der Spur des Friedens: Die etwas andere Stadtführung

Weihnachten geht es um Frieden. In Paris, jener vom Terror so gebeutelten Stadt, bietet die evangelische Kirche zum Frieden ein bemerkenswertes Projekt. Ein Bonner Beitrag jetzt zu hören auf den Lokalradios NRW.

Städte und Geschichte sehen mit anderen Augen: Paris bietet dazu ab sofort ein ganz besondere Führung LupeStädte und Geschichte sehen mit anderen Augen: Paris bietet dazu ab sofort ein ganz besondere Führung

Anmoderation: Weihnachten ist ja eigentlich schon vorbei, aber einen Satz aus der biblischen Weihnachtsgeschichte den haben Sie vielleicht noch im Ohr: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden". Im Moment muss man diesen Frieden fast schon mit der Lupe suchen, denn weltweit gibt es immer noch unzählige Kriegs- und Krisengebiete. Aber es gibt auch Hoffnung. Sieben europäische Großstädte haben besondere Stadtführungen entwickelt, die die Besucher mitnehmen auf einen Weg des Friedens

Joachim Gerhardt: Den gibt es zum Beispiel in Berlin, Den Haag, Budapest, Manchester oder Wien. Und auch in DER Stadt, die vor sechs Wochen das Ziel von IS-Terroristen war: in Paris. Die Stadtführungen zu Orten des Friedens werden hier organisiert vom "Foyer Le Pont", einem Tagungshaus der Evangelischen Kirche im Rheinland. Britta Francois begleitet den Friedenspaziergang. Ihr Ziel dabei ist:

"Himmel und Erde", jeden Sonntag von 8 -9 Uhr das Magazin der Kirchen "Himmel und Erde", jeden Sonntag von 8 -9 Uhr das Magazin der Kirchen

Britta Francois: Dass man sich ganz bewusst über Friedensprojekte unterhält, und eben nicht Kriegsdenkmäler anguckt, also nicht hingeht zum „Arc de Triomphe“ zum Beispiel, sondern in einer Stadt hingeht und sagt: Was kann uns auf den Frieden hinweisen, auf die Menschenrechte?

Gerhardt: Stationen auf dem Friedensweg durch das Pariser Zentrum sind zum Beispiel der Eiffelturm und die "Mur pour la paix" – die Friedensmauer direkt gegenüber der Militärakademie. Insgesamt liegen auf der Route 13 Friedensorte:

Britta Francois: Ein wichtiger Ort ist der Trocadéro, 1937 hat dort die Weltausstellung stattgefunden, und dort gab es eine Friedenssäule und einen Friedenspavillon, der damals dann aber abgerissen wurde nach der Weltausstellung. Und das ist ein wichtiger Ort, weil versucht wurde, kurz vor dem 2. Weltkrieg, auf den Frieden hinzuwirken. Spannend ist auch, dass Gandhi in Paris war in einem Ort der „Magic City“ heißt, wo er einfach seinen Weg erklärt hat, und dass es ein universeller Weg sein könnte, Revolutionen friedlich gestalten zu können.

Gerhardt: Um den Friedensweg durch Paris mitgehen zu können, braucht man eigentlich nur einen Internetanschluss. Unter der Adresse www.discoverpeace.eu führt eine virtuelle Rundreise zu allen Friedensorten. Auch die Friedenswege in Berlin, Den Haag, Budapest oder Wien lassen sich virtuell nachverfolgen. Aber selbst die beste Internetseite kann eine echte Reise nach Paris nicht ersetzen, meint Britta Francois:

Britta Francois: Das ist eine sehr schöne Tour, die da angeboten wird, weil man so viel von Paris sieht: Man fängt dann oben am Trocadéro an, hat diesen phantastischen Blick auf den Eiffelturm und macht dann diese große Schlaufe und endet dann am Eiffelturm, und man kann so viel entdecken man geht dann auch an der Seine lang, das macht wirklich Spaß, diese Tour zu machen.

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Beitrag vom 27. Dezember 2015 von und mit dem Bonner Pressepfarrer Joachim Gerhardt in der Sendung "Himmel & Erde", dem Magazin der Kirchen immer sonntags von 8 bis 9 Uhr auf Radio NRW / Redaktion: Manfred Rütten

Hier können Sie den Beitrag hören: http://hue.ekir.de

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ger / 29.12.2015



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