Willkommen!

Welkom - Welcome - Bienvenue!

Flaggen

> weitere Informationen

Social Media

Besuchen Sie den Evangelischen Kirchenkreis Bonn auch auf Facebook und Instagram.

> weitere Informationen

Wort zum Sonntag

Aus Liebe

„Mein Sohn war tot und er ist wieder lebendig geworden.“ In diesem Satz des Vaters gipfelt die Geschichte „Vom verlorenen Sohn“ in der Bibel. Es ist toll, wenn eine schwierige Familiengeschichte so heilt, dass nach Jahren der Entfremdung und Distanz ein Vater einen solchen Satz sagen kann.

> Lesen Sie weiter ...

Spenden

Newsletter

Sie sind neugierig auf alles, was rund um die evangelische Kirche in Bonn passiert? Abonnieren Sie unseren Newsletter!

> weitere Informationen

Gottesdienste

Losung für den 08.08.2020

Meine Augen sehen stets auf den HERRN; denn er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen. Psalm 25,15

Paulus schreibt: 

Betet für uns, dass das Wort des Herrn laufe und gepriesen werde wie bei euch und dass wir gerettet werden vor falschen und bösen Menschen; denn der Glaube ist nicht jedermanns Ding. Aber der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen. 2.Thessalonicher 3,1-3

Terminkalender

Veranstaltungen und Termine in der Region Bonn und im Kirchenkreis Bonn.

> weitere Informationen

PROtestant

Der PROtestant ist die evangelische Zeitung für Multiplikatoren aus Gesellschaft und Kultur, Politik und Wirtschaft im Großraum Bonn.

> weitere Informationen

Service
Standpunkte zu Karfreitag und dem Osterfest 2015

Superintendent Eckart Wüster zu Ostern: "Schützen und bewahren wir das Leben!"

Was ist die Botschaft an Ostern und warum ist dieses Fest von so großer Bedeutung? Der Bonner Superintendent Eckart Wüster gibt Antworten zum Nachdenken:

Was verbindet Eiersuchen und Auferstehung? Superintendent Eckart Wüster baut eine Brücke (Bild: Reinhard Knur/2015) LupeWas verbindet Eiersuchen und Auferstehung? Superintendent Eckart Wüster baut eine Brücke (Bild: Reinhard Knur/2015)

Warum ist Ostern das vielleicht wichtigste Fest der Christenheit?

Superintendent Eckart Wüster: Nach der großen Katastrophe am Karfreitag war für die Freunde und Freundinnen Jesu der dritte Tag tatsächlich wie eine Auferstehung. Sie erlebten, wie Gott Jesus von den Toten auferweckte und sie selbst aus dem Tal der Tränen herausführte. Wer eine solche Erfahrung in seinem Leben gemacht hat, der erinnert sich immer wieder daran und will daran erinnert werden. Das geschah und geschieht an jedem Sonntag, an dem Christinnen und Christen Gottesdienst feiern. Jeder Sonntag war und ist ein kleines Osterfest. In den ersten Jahrhunderten war Ostern zudem das einzige christliche Fest, das gefeiert wurde.

Superintendent Eckart Wüster feiert als Pfarrer von Hersel in seiner Gemeinde in die Osternacht (Foto: Meike Böschemeyer) LupeSuperintendent Eckart Wüster feiert als Pfarrer von Hersel in seiner Gemeinde in die Osternacht (Foto: Meike Böschemeyer)

Ist Karfreitag der höchste Feiertag der Protestanten?

Eckart Wüster: Heute ist der Karfreitag für die meisten Protestanten ein ganz wichtiger, aber nicht mehr der höchste Feiertag. Er war einmal der höchste Feiertag, weil am Karfreitag in besonderer Weise die Vergebung der Sünden zugesprochen wurde. „Jesus ist für meine Sünden gestorben“, so bekannten und bekennen auch heute viele evangelische Christinnen und Christen. Es gab in einigen evangelischen Gegenden zudem die Tradition, dass nur einmal im Jahr, eben am Karfreitag, das Abendmahl zur Vergebung der Sünden gefeiert wurde. Inzwischen feiern viele evangelische Gemeinden in aller Regel mindestens einmal im Monat das Abendmahl, manchmal sogar an jedem Sonntag. Neben der Vergebung der Sünden wird im Abendmahl heute auch die Gemeinschaft mit dem Auferstandenen und die Gemeinschaft der Gemeindeglieder untereinander gefeiert.

Für mich sind Karfreitag und Ostern untrennbar miteinander verbunden. Ohne Ostern ist der Karfreitag nur trostlos, und an Ostern feiern wir die Auferstehung des Gekreuzigten. Durch das Leiden Jesu hindurch schafft Gott neues Leben. Wir sollten Karfreitag und Ostersonntag gemeinsam denken und feiern. Das ist mir wichtig.

Kunstvoll und anschaulich: Der auferstandene Christus in der Bonner Auferstehungskirche auf dem Venusberg (Foto: Udo Schwenk-Bressler) LupeKunstvoll und anschaulich: Der auferstandene Christus in der Bonner Auferstehungskirche auf dem Venusberg (Foto: Udo Schwenk-Bressler)

Fassungslosigkeit nach der Flugzeugkatastrophe

Wie lautet Ihre Osterbotschaft 2015?

Eckart Wüster: Die Osterbotschaft im Jahr 2015 ist keine andere als in allen anderen Jahren auch: Der Triumph des Lebens über den Tod lädt uns ein, gegen die Erfahrungen von Tod und Verderben dem Leben zu trauen. Ich weiß, wie schwer das manchmal wird und welche Herausforderung es bedeuten kann, gegen die Wirklichkeit von Tod und Verderben anzuglauben. Gerade wenn wir an die Flugzeugkatastrophe denken und die Ohnmacht spüren, die vor allem die Angehörigen der Opfer, aber auch wir selbst empfinden, wird der Glaube an die Überwindung des Todes nicht selten unsagbar schwer. Und wenn eine solche Katastrophe von einem Menschen bewusst ausgelöst worden ist, dann ergreift erst recht die Fassungslosigkeit von uns Besitz und wir stehen ratlos vor dem, was Menschen einander antun. Die Fragen und die Zweifel sind stärker als jede Hoffnung.

Mir bleibt dann nicht mehr, als für die betroffenen Menschen zu hoffen, dass sie nach und nach zu neuem Leben zurückfinden. Eine solche Erfahrung ist nicht allen vergönnt, die von einem solchen Unglück, von einem solchen Verbrechen betroffen sind. Aber wo ein solcher Trost geschieht, da ist für mich Ostern greifbar, die Hoffnung, dass wir alle im Leben und im Tod von Gott gehalten und getragen werden.

„Ostern ist ein Fest des Lebens"

Am Ende ist Ostern ein Fest des Lebens. Das verpflichtet uns, alles uns Mögliche zu tun, damit das Leben auf dieser Erde geschützt und bewahrt wird. Es ist uns Christinnen und Christen geboten, für die einzutreten, die um ihr Leben fürchten müssen.

Was sagen Sie Menschen, die Ostern nur noch Eier suchen?

Eckart Wüster: An Ostern Eier suchen ist etwas Schönes. Als Kind habe ich das gerne getan und ich freue mich darauf, für unsere Enkelkinder die Eier zu verstecken. Ich wünsche allen, die sich auf die Suche nach Eiern und Hasen begeben, dass sie auch bei der Suche nach einem guten und erfüllten Leben fündig werden. Manchmal ist die Erfüllung gut versteckt, aber wie hat Jesus einmal gesagt? „Wer sucht, der wird finden, wer anklopft, dem wird aufgetan werden."

Wie feiern Sie persönlich Ostern?

Eckart Wüster: Wir beginnen seit vielen Jahren den Ostersonntag mit der Feier der Osternacht morgens um 6 Uhr. Nach dem Familiengottesdienst um 11 Uhr wird wie alle Jahre die Familie zusammen kommen und sich Zeit füreinander nehmen. Und wie gesagt: die Enkelkinder werden Eier und Hasen suchen und finden.

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

 

27.3.2015 / Joachim Gerhardt / 23.03.2015



© 2020, Evangelische Kirche in Bonn und der Region
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.