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Teil 1 des Reiseberichts von Uwe Günthers Reise nach Tansania

Glückwunsch an Dr. Abednego Keshomshahara: Einführung des Bischofs unseres Partnerkirchenkreises in Tansania

Uwe Günther aus Röttgen war als Vertreter des Bonner Kirchenkreises bei der Amtseinführung des neuen Bischofs der Nordwestdiözese der Evangelisch Lutherischen Kirche in Tansania. Für bonn-evangelisch berichtet er von seiner Reise. Hier Teil I:

Segnung des neuen Bischofs Dr. Abednego Keshomshahara in der Kathedrale von Bukoba (Foto: Uwe Günther) LupeSegnung des neuen Bischofs Dr. Abednego Keshomshahara in der Kathedrale von Bukoba (Foto: Uwe Günther)

Im Juni wurde in der Nordwestdiözese der Evangelisch Lutherischen Kirche in Tansania (ELCT), zu der unser Partnerkirchenkreis Kusini A gehört, ein neuer Bischof gewählt. Alle Partner von Einrichtungen der Diözese waren bereits im Vorfeld zu der feierlichen Amtseinführung am 18. Oktober 2015 eingeladen. Für den zuständigen Ausschuß unseres Kirchenkreises war es eine Selbstverständlichkeit, dieser Einladung zu folgen und ein Zeichen unserer Wertschätzung zu geben, und man bat mich, Uwe Günther, unseren Kirchenkreis bei diesem Ereignis in Bukoba zu vertreten.

Bischöfe aus aller Welt vollziehen die einzelnen Akte der Konsekration wie z.B. Ankleidung mit dem Bischofsgewand, Aufsetzen des Bischofshuts, Überreichung des Bischofsstabes und Segnung des neuen Bischofs (Foto: Uwe Günther) LupeBischöfe aus aller Welt vollziehen die einzelnen Akte der Konsekration wie z.B. Ankleidung mit dem Bischofsgewand, Aufsetzen des Bischofshuts, Überreichung des Bischofsstabes und Segnung des neuen Bischofs (Foto: Uwe Günther)

Tausende Besucher waren bei der feierlichen Amtseinführung dabei

Und es war ein wirkliches Ereignis! Ich habe zwar noch nie an einer Bischofseinführung teilgenommen und kann deshalb nicht vergleichen, aber es war sehr beeindruckend. Überall in der Stadt und den Gemeinden wurde seit langem darauf hingewiesen. Alle Hotels in Bukoba waren ausgebucht für die vielen Gäste aus dem Ausland, die aus den USA, Schweden, Dänemark und Deutschland, aber auch den afrikanischen Nachbarstaaten angereist waren. Der Festgottesdienst in der Kathedrale in Bukoba sollte um 9 Uhr beginnen und war für vier Stunden angesetzt, aber bereits um 8 Uhr, als ich mit den Gästen, die im selben Hotel wohnten, eintraf, waren bereits Tausende Besucher anwesend. Die fanden natürlich gar nicht alle in der Kathedrale Platz. Daher hatte man überall auf dem Kirchengelände große Zelte oder Pavillons aufgebaut mit Fernsehmonitoren, auf denen die Zeremonie verfolgt werden konnte. Schon der feierliche Einzug der Chöre, der Pfarrer und der Bischöfe dauerte weit über eine halbe Stunde. Allein 22 Bischöfe auch von anderen Kirchen und aus dem Ausland nahmen rund um den Altar Platz und vollzogen später auch die einzelnen Akte der Konsekration wie z.B. Ankleidung mit dem Bischofsgewand, Aufsetzen des Bischofshuts, Überreichung des Bischofsstabes und Segnung des neuen Bischofs. Zwischendurch fanden Bibellesungen sowie Predigten statt, es wurde immer wieder gesungen und die Chöre und Trommel- und Posaunengruppen trugen vor. Selbst der stellvertretende Ministerpräsident Tansanias, ein Muslim, war anwesend und gratulierte – ein schönes Zeichen, daß zumindest offiziell in Tansania keine konfessionellen Schranken bestehen. Insgesamt dauerte die Zeremonie schließlich über fünf Stunden und wurde nach dem verspäteten Mittagessen nachmittags und abends draußen im Kirchengelände mit den persönlichen Grußworten und Gratulationen und Geschenken fortgesetzt. Wir haben dem neuen Bischof zu seiner Amtseinführung eine Stola in den Farben des Kirchenjahres geschenkt. Eine Stola tragen in der ELCT alle Pfarrer und Prediger. Es war eine beeindruckende Veranstaltung, vor allem durch die riesige Beteiligung und Anteilnahme der Gläubigen.

"Wer bietet mehr?" - Nach dem Gottesdienst werden die Sachspenden versteigert (Foto: Uwe Günther) Lupe"Wer bietet mehr?" - Nach dem Gottesdienst werden die Sachspenden versteigert (Foto: Uwe Günther)

"Partnerschaft ist mehr als Geld" - trotzdem ist die finanzielle Unterstützung der "Partner aus dem Norden" wichtig für Tansania

Die große Zahl von Partnerbesuchern nahm die Diözese als Gelegenheit, an den Tagen nach der Bischofseinführung noch ein Partnerschaftsseminar zu veranstalten. Zum ersten Mal in Tansania! Der Workshop wurde vom neugewählten Bischof, Dr. Keshomshahara, persönlich geleitet. Er führte auch in den Workshop ein und stellte die strategische Fünfjahresplanung zur Weiterentwicklung der Diözese vor, die im vorigen Jahr verabschiedet worden war. Auf der Grundlage des Strategischen Plans wurden vier Schwerpunkte identifiziert, über die mit den Partnern diskutiert wurde und zu denen man Ratschläge und Unterstützung seitens der Partner erwartete: Evangelisation, Diakonische Aufgaben, Erziehung und Ausbildung sowie Hilfe zur Selbsthilfe. Zu jedem dieser vier Themen wurde anhand von vorbereiteten Fragen bzw. Problematisierungen in Arbeitsgruppen diskutiert und es wurden Möglichkeiten für die zukünftige Zusammenarbeit mit den Partnern im Norden identifiziert. Als ein wesentliches Ergebnis bleibt festzustellen, daß es an finanziellen Mitteln fehlt, die ins Auge gefaßten Projekte umzusetzen. Insofern ist der Workshop sicher auch als Appell an die „Partner im Norden“, wie man dort gerne sagte, zu verstehen, mit der finanziellen Unterstützung nicht nachzulassen, auch wenn gemeinsamer Tenor war: Partnerschaft ist mehr als Geld. Hervorgehoben werden sollte die Offenheit der Gespräche und die ungeschminkte Realität, mit der die jeweiligen Probleme geschildert wurden. Im wesentlichen bleiben der Kampf gegen die Armut, die Weiterentwicklung der Gesellschaft und die Stärkung der christlichen Botschaft die hauptsächlichen Herausforderungen auch für Zukunft.

Teil II folgt in Kürze

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Uwe Günther / Johanna Nolte / 14.12.2015



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