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Was wir von den Bienen lernen können - eine Bonner Stimme zu Erntedank

Was haben Erntedank und Bienen miteinander zu tun? Ganz viel, erzählt der Bonner Imker Miljen Bobic. Pfarrer Joachim Gerhardt hat ihn in seiner Imkerei für einen Radiobeitrag besucht. Hören Sie mal rein:

"Himmel und Erde", das Magazin der Kirchen in ganz NRW, bei uns auf Radio Bonn/Rhein-Sieg immer sonntags von 8 bis 9 Uhr "Himmel und Erde", das Magazin der Kirchen in ganz NRW, bei uns auf Radio Bonn/Rhein-Sieg immer sonntags von 8 bis 9 Uhr

Einspielung: "Du heißt Willi? – Ja, ich bin der Willi. – Warum sprichst Du so komisch? – Das ist der Stimmbruch. Ich bin doch schon zwei Jahre"

Anmoderation: Na, haben Sie´s erkannt? Klar. Das war die Biene Maja und ihr Kumpel Willi. Vor genau 40 Jahren flogen die beiden das erste Mal über unsere Bildschirme, aber die ECHTEN Bienen, die sind schon sehr viel länger unterwegs. Und sie sind auch sehr viel wichtiger:

Miljen Bobic: Es gibt ein Satz, dass wenn die Bienen verschwinden, auch die Menschheit nicht viel mehr als vier Jahre zu leben hat. Angeblich soll das Einstein gesagt haben – es ist nicht bestätigt – aber es ist was Wahres in dieser Geschichte.

Joachim Gerhardt: sagt Miljen Bobic. Der Bosnier ist seit 14 Jahren leidenschaftlicher Imker und stolz auf seine Bienen. Obst. Gemüse, Kräuter – 80% aller Pflanzen sind auf Bestäubung angewiesen. Bienen machen das schon seit ewigen Zeiten.

Bobic: Die Bienen haben 20 Eiszeiten in ihren hundert Millionen Jahren Existenz überlebt, und sie sind sehr anpassungsfähig. Aber wenn wir die Natur so weit kaputt machen, dass nicht mal diese Überlebenskünstler überleben kann, dann werden wir auch nicht überleben können.

Daher der Name seiner Imkerei: Miljen Bobic´ Honigwerkstatt liegt in Bonn genau an einem Ausläufer des Jakobswegs. (Foto: Bobic) LupeDaher der Name seiner Imkerei: Miljen Bobic´ Honigwerkstatt liegt in Bonn genau an einem Ausläufer des Jakobswegs. (Foto: Bobic)

Gerhardt: Das zu wissen, macht bescheiden und demütig – gerade an so einem Tag wie heute, dem Erntedankfest. In den Kirchen sind die Altäre geschmückt mit Äpfeln, Birnen und Kürbissen. In einem Gottesdienst wird Miljen Bobic von seiner Arbeit erzählen:

Bobic: Für mich als Imker ist unmöglich über Erntedank zu denken ohne an Bienen zu denken, weil ein großer Teil von dem, für was wir uns bedanken, über 30 Prozent, das, was wir auf dem Tisch haben, kann nur durch Bienen entstehen.

Gerhardt: Darum ist es kein Wunder, dass die Biene auch einen festen Platz in vielen Religionen hat:

Bobic: In allen heiligen Schriften kommt die Biene und Honig vor. Im Alten Testament berühmten „Land, wo Milch und Honig fließen“, im Koran 36 Mal werden die Bienen erwähnt. Die ägyptische Fruchtbarkeitsgöttin Isis, ihr Symbol ist eine Bienenkönigin.

Joachim: Das zeigt, welche Bedeutung die Biene schon immer für den Menschen gehabt hat. Und er kann heute noch von ihr lernen, findet Miljen Bobic.

Bobic: Wir können von der Biene lernen, wie wir selbstlos für unsere Gesellschaft wirken. Eine Biene definiert sich ausschließlich über ihre Gesellschaft, weil sie weiß, dass sie ohne Gesellschaft nicht überleben kann.

Joachim Gerhardt für "Himmel & Erde"

Nachhören

Beitrag vom 2. Oktober 2016 in der Sendung Himmel & Erde, dem Magazin der Kirchen immer sonntags von 8 bis 9 Uhr auf Radio NRW / Redaktion: Manfred Rütten

Hier können Sie den Beitrag anhören: www.himmelunderdeonline.de/hue/audios/HE-2016-10-02_Bienen.mp3

Weitere Infos: www.imkerei-am-jakobsweg.de
Zur Sendung:
http://www.himmelunderdeonline.de/hue/index.php

 

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ger / 02.10.2016



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