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Auf zum Gipfel: Das Kreuz dort oben und seine Geschichte

In der Reihe "Himmel und Erde unterwegs" begibt sich der Bonner Pfarrer Joachim Gerhardt dieses Mal auf die Spur der Gipfelkreuze in den Alpen mit interessanten Ergebnissen und einer kontroversen Diskussion. Hören Sie mal rein ...

Jeden Sonntag auch auf Radio Bonn/Rhein-Sieg: "Himmel und Erde", das Magazin der Kirchen in NRW Jeden Sonntag auch auf Radio Bonn/Rhein-Sieg: "Himmel und Erde", das Magazin der Kirchen in NRW

Anmoderation: Sattes Grün, saubere Luft und riesige Berge, die in den blauen Himmel ragen – so ein Alpen-Panorama ist schon ganz schön beeindruckend. Kein Wunder, dass es gerade jetzt im Sommer wieder zig Tausende von Bergwanderern (auch aus NRW) in die Alpen zieht. Oben, auf den Bergspitzen stehen oft Kreuze. Wir haben mal nachgefragt: Was hat es eigentlich auf sich mit diesen Gipfelkreuzen – wer hat die da hingestellt?

Bergführer: "Das war im Krieg dann so, dass sich die Kriegskameraden ein Gelübde abgelegt haben, dass wenn man heil vom Krieg heimkommen, wenn man gesund von der Gefangenschaft heimkommen, dann setzen wir ein Kreuz dort auf den Gipfel oder irgendwo hinauf und machen jedes Jahr eine Gedenkmesse mit der Familie."

Joachim Gerhardt: erzählt Rudi Schonner, er ist seit 40 Jahren Bergführer im Wilden Kaisergebirge in Österreich. Die allermeisten Gipfelkreuze in den Alpen wurden nach den beiden Weltkriegen aufgestellt - vor allem nach dem zweiten Weltkrieg. Nicht als Zeichen des Triumpfs oder des Sieges, sondern aus Dankbarkeit. Neuerdings werden aber Stimmen laut, die sagen: Es gibt heute nicht nur Christen, sondern auch Muslime, Juden und viele, die keiner Religion angehören. Daher sollte man die Gipfelkreuze doch besser durch neutrale Symbole ersetzen. Aber davon hält Bergführer Rudi Schonner gar nichts:

Bergführer: Habe ich auch schon gehört. Aber wir sind Tiroler Land und wir sind katholisch und da sollen wir schon des Kreuz beibehalten.

Gerhardt: Das sehen auch Nichttiroler so. Matthias Schreiber aus Düsseldorf ist evangelischer Pfarrer und selber ein begeisterter Bergwanderer:

Pfarrer Schreiber: Ich glaube, dass die Tradition, weshalb die Menschen die Kreuze aufgestellt haben - zum Teil als Erinnerung an ihre Kriegskameraden, zum Teil die Erinnerung an Feuersbrände in den Orten unten und an Bewahrung vor Gewittern - das ist nicht gegen andere Religionen gerichtet, und da müssen wir uns nicht für schämen und das müssen wir nicht abbauen und das müssen wir nicht immer im Vergleich gegen andere abwerten.

Gerhardt: Natürlich ist und bleibt das Kreuz ein christliches Symbol. Es erinnert an Jesus Christus und steht für Leben und Auferstehung. Gipfelkreuze sind deshalb für Matthias Schreiber …

Pfarrer Schreiber: Eine Mischung aus Ermutigung und Hoffnung, aber auch aus Demut und Respekt vor der Schöpfung.

Gerhardt: Sie haben aber auch noch mehr zu erzählen. Die Kreuze hoch oben in den Bergen sind nämlich nicht zu trennen von den ganz persönlichen Geschichten der Menschen, die unten im Tal wohnen. Sie muss man fragen, wenn man dem Geheimnis der Gipfelkreuze auf die Spur kommen will.

Jedes Kreuz erzählt eine Geschichte. Hier auf dem Flüela Schwarzhorn, knapp über 3000 Höhenmeter in den Schweizer Ostalpen (Foto: fotocommunity) Jedes Kreuz erzählt eine Geschichte. Hier auf dem Flüela Schwarzhorn, knapp über 3000 Höhenmeter in den Schweizer Ostalpen (Foto: fotocommunity)

Nachhören

Beitrag vom 10. Juli 2016 in der Sendung Himmel & Erde, dem Magazin der Kirchen immer sonntags von 8 bis 9 Uhr auf Radio NRW / Redaktion: Manfred Rütten, Hier können Sie den Beitrag anhören: http://www.himmelunderdeonline.de/hue/audios/HE-2016-07-10_Gipfelkreuze.mp3

 

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EB/ger / 10. Juli 2016



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