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Grab von Karl Heinrich Sack auf dem Alten Friedhof restauriert

Der erste evangelische Pfarrer von Bonn findet wieder seine angemessene Ruhe

Pünktlich zum großen Jubiläum „200 Jahre evangelische Gemeinde Bonn“ am 5. Juni 2016 ist es fertig geworden: die Restaurierung des Grabs des ersten evangelischen Pfarrers von Bonn Karl Heinrich Sack (1789-1875) und dessen Frau Bertha.

Gemeinsam im Einsatz für die Restaurierung des Grabs des ersten evangelischen Pfarrers von Bonn : Eva Hüttenhain (v.r.), Pfarrer Gerhard Schäfer, Superintendent Eckart Wüster, Prof. Dr. Reinhard Schmidt-Rost sowie Manuela Prechtel (Foto: J. Gerhardt) LupeGemeinsam im Einsatz für die Restaurierung des Grabs des ersten evangelischen Pfarrers von Bonn : Eva Hüttenhain (v.r.), Pfarrer Gerhard Schäfer, Superintendent Eckart Wüster, Prof. Dr. Reinhard Schmidt-Rost sowie Manuela Prechtel (Foto: J. Gerhardt)

Der gebürtige Berliner Sack war in Bonn in doppelter Funktion tätig. Er diente nicht nur von 1819 bis 1834 der neu gegründeten evangelischen Gemeinde als Pfarrer, sondern lehrte zugleich auch als Professor an der Evangelischen Fakultät der Universität. Damit steht er exemplarisch für die enge Klammer, die Evangelische Kirche und Universität in den ersten Jahrzehnten in Bonn prägte. Sacks weiterer Berufsweg führte ihn als Konsistorialrat nach Magdeburg. Nach seiner Emeritierung kehrte er in den 1860er Jahren nach Bonn zurück, wo er 1875 verstarb.

Letzte Feinarbeit zur Präsentation durch die Restauratorin Manuela Prechtel (Foto: J. Gerhardt) LupeLetzte Feinarbeit zur Präsentation durch die Restauratorin Manuela Prechtel (Foto: J. Gerhardt)

Erste evangelische Gemeinde zählte etwas über 200 Glieder und wuchs rasch

Sein mit einem steinernden Kreuz gekröntes Grab auf dem Alten Friedhof, auf dem wie Ernst Moritz Arndt viele bedeutende Protestanten liegen, war völlig verwittert und heruntergekommen, die Inschriften unlesbar geworden. Erst ein breites Bündnis von Kreuzkirchengemeinde, Evangelische Fakultät, Kirchenkreis und Förderverein Alter Friedhof machte es mit der Unterstützung von „Grabpatenschaften“ möglich, das historische Grab und damit die Geschichte und deren Bedeutung neu zu ehren und zu würdigen. Die Bonner Restauratorin Manuela Prechtel hat die nun zu bewundernde Arbeit mit viel Liebe zum Detail ausgeführt.

1815 wurden 208 Menschen protestantischen Glaubens in Bonn gezählt. Als Sack sein Gemeindepfarramt 1834 aufgab, weil ihm die Arbeit des Professors für Apologetik und die Gemeindearbeit zusammen zu viel geworden war, waren es bereits an die 1.000 Glieder. Heute ist fast jeder vierte Bonner evangelisch und die Bundesstadt so evangelisch wie keine andere Stadt im katholisch geprägten Rheinland.

Am Grab der Eheleute Sack: Ein kleines, aber wichtiges Stück Bonner Kirchengeschichte wird wieder lebendig (Foto: J. Gerhardt) LupeAm Grab der Eheleute Sack: Ein kleines, aber wichtiges Stück Bonner Kirchengeschichte wird wieder lebendig (Foto: J. Gerhardt)

Breites Bündnis von Kirche, Universität und Förderverein Alter Friedhof bewahrten das Grab

Die frisch restaurierte Grabstätte mit Stein und neu angelegtem Pflanzenfeld wurde im Mai 2016 nun der Öffentlichkeit vorgestellt vom Bonner Superintendent Eckart Wüster, Pfarrer Gerhard Schäfer von der Kreuzkirchengemeinde, Universitätsprediger Prof. Dr. Reinhard Schmidt-Rost sowie Eva Hüttenhain, Vorsitzende Förderverein Alter Friedhof. Das Grab findet sich auf dem Alten Friedhof im nördlichen Bereich der Gräberfelder einiges hinter dem Robert Schumann-Grabmal kurz vor dem Gebäude der Friedhofsverwaltung (bester Zugang: Thomastraße 36a (Cityring), 53111 Bonn-Zentrum).

Sack: Soziales Engagement und Mitbegründer der heutigen Münsterschule

Der erste Bonner Gemeindepfarrer sollte, so Pfarrer Schäfer, "in wacher Erinnerung bleiben". Mit seinem sozialen Engagement, zum Beispiel durch Einrichtung einer Diakoniekasse für verarmte Evangelen in Bonn 1824 und infolge auch für katholische Witwen verstorbener evangelischer Ehemänner, die damals als unverheiratet galten und keinen Fürsorgeanspruch hatten. Auch als Überarbeiter des Evangelischen Gesangbuchs von Bonn und vor allem als Mitbegründer der ersten Schule in Bonn, auf die auch evangelische Kinder gehen konnten, der Martinsschule am Hofgarten, heute Münsterschule.

Weitere Infos zum Fest "200 Jahre evangelische Gemeinde Bonn" hier 

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Joachim Gerhardt / 24. Mai 2016



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