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Aus Liebe

„Mein Sohn war tot und er ist wieder lebendig geworden.“ In diesem Satz des Vaters gipfelt die Geschichte „Vom verlorenen Sohn“ in der Bibel. Es ist toll, wenn eine schwierige Familiengeschichte so heilt, dass nach Jahren der Entfremdung und Distanz ein Vater einen solchen Satz sagen kann.

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Losung für den 08.08.2020

Meine Augen sehen stets auf den HERRN; denn er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen. Psalm 25,15

Paulus schreibt: 

Betet für uns, dass das Wort des Herrn laufe und gepriesen werde wie bei euch und dass wir gerettet werden vor falschen und bösen Menschen; denn der Glaube ist nicht jedermanns Ding. Aber der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen. 2.Thessalonicher 3,1-3

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Zur Gründung der Evangelischen Gemeinde Bonn am 5. Juni 1816

Zum 200.: Ein Plakat, ein Vers und seine Geschichte

Ab diesen Tagen hängen in Bonn an vielen Orten Plakate mit Augenzwinkern und dem Slogan "Ich bin so froh, dass ich evangelisch bin" – Einladung zur 200. Jahrfeier unserer Kirche. Lesen Sie hier den munteren Hintergrund, wie es zu dem Vers gekommen ist.

Kleine Kampagne mit Augenzwinkern: ein Musiker, eine Pfarrerin, ein Konfirmand, eine Studentin, ein Beamter und Presbyter sowie eine Erzieherin aus Bonn sagen stellvertretend für viele, was sie denken (Fotos: M. Böschemeyer) LupeKleine Kampagne mit Augenzwinkern: ein Musiker, eine Pfarrerin, ein Konfirmand, eine Studentin, ein Beamter und Presbyter sowie eine Erzieherin aus Bonn sagen stellvertretend für viele, was sie denken (Fotos: M. Böschemeyer)

Um gleich jedem Missverständnis entgegenzutreten: Dass ich evangelisch bin ist gegen keine andere Konfession oder Religion gerichtet. Es ist zu aller erst das fröhliche Bekenntnis, im eigenen Glauben eine sinnstiftende Mitte gefunden zu haben. – Aber gibt der Name Protestant nicht schon die Richtung vor, mögen Sie fragen? Protestanten sind doch die, die protestieren? Stimmt, aber nicht ganz. Es war 1529 mitten in den Jahren der Reformation in Speyer. Sechs Fürsten und die Vertreter von vierzehn Reichsstädten wehrten sich vehement gegen die Verhängung der Reichsacht über Martin Luther sowie die Ächtung seiner Schriften und Lehre. Seit dieser „Protestation zu Speyer“ gibt es die Bezeichnung Protestanten. Wichtiger aber als das Gegen war schon damals das Für, nämlich die Forderung nach freier Ausbreitung des evangelischen Glaubens. Evangelische Kirche als „Kirche der Freiheit“ trifft es seitdem eigentlich eher.

Die Inspiration für unser Plakat: ein Opus von Nobert Alich und Jürgen Becker von 2006 LupeDie Inspiration für unser Plakat: ein Opus von Nobert Alich und Jürgen Becker von 2006

Wie auf einer legendären Autofahrt ein "Kirchenlied" der ganz eigenen Art entstand

Das war vor fast 500 Jahren. Heute fragen sich immer mehr Menschen, warum es überhaupt noch die Trennung in Konfessionen gibt. Eine Antwort gibt es hier nicht, nur den Hinweis, dass sich in den vergangenen vier Jahrzehnten mehr getan hat als vier Jahrhunderten vorher – auf allen Seiten. Das sollte man dankbar zur Kenntnis nehmen. Ja, wäre da nicht eine legendäre Autofahrt gewesen. Nach deren Ende verließen die beiden Insassen ihr Gefährt mit einem Lied auf den Lippen, das ihnen gerade eingefallen war. Die beiden Herren waren die rheinischen Kabarettisten Nobert Alich und Jürgen Becker und sie kamen von der Beerdigung von Hanns Dieter Hüsch, dieses so geistvollen Poeten unter den deutschsprachigen Kabarettisten. Die Trauerfeier muss nach Aussage von Zeitzeugen eher uninspirierend verlaufen sein. Auf jeden Fall verwandelten die beiden katholisch geprägten Zunftkollegen ihre Klage über die aus ihrer Sicht so karge Trauerfeier des doch so kirchenverbundenen, protestantischen Freundes in eben jenes Lied. Munter im Schunkelrhythmus spielt es mit den Klischees der beiden christlichen Konfessionen und mündet dann in das Bekenntnis: „Ich bin so froh, dass ich nicht evangelisch bin.“

Kleiner Anstoß zum Schmunzeln, der aber zeigt: Bonn ist auch evangelisch, genau genommen heute fast jeder vierte Einwohner. (Foto: M. Böschemeyer) LupeKleiner Anstoß zum Schmunzeln, der aber zeigt: Bonn ist auch evangelisch, genau genommen heute fast jeder vierte Einwohner. (Foto: M. Böschemeyer)

"Wir wünschen dem Fest `ne jroße Erfolg"

Ein Lied zum Schmunzeln und so hörenswert, dass wir die CD als evangelische Kirche auch schon mal verschenken. Nun zum 200. Geburtstag der evangelischen Gemeinde in Bonn, erlauben wir uns das Bekenntnis – mit Überzeugung und Augenzwinkern – umzudrehen, und zwar im Rahmen einer Plakataktion (siehe Bild). Formal korrekt, wie wir nun mal sind, haben wir natürlich vorher angefragt, ob das so ok wäre. Nicht nur die katholische Freunde in unserer Stadt, sondern auch die Schöpfer dieser Hymne und bekamen Antwort: „Ganz herzlichen Glückwunsch zum zweihundertjährigen Bestehen der evangelischen Kirche in Bonn. Mit Sicherheit gibt es keine urheberrechtlichen Probleme, wenn Sie `froh sind, dass Sie evangelisch sind´. Ich fühle mich sogar geehrt, wenn Sie so für die Feierlichkeiten werben. Die Unterschiede werden bereits mit Ihrer freundlichen Anfrage deutlich: Katholiken hätten bei einem Jubiläum die Originalzeile einfach geklaut und es hinterher gebeichtet“, schreibt mit dem fröhlichen Gruß „Wir wünschen für das evangelische `Event´ ne jroße Erfolch. Herzlich Jürgen Becker.“ – Die evangelische Kirche in Bonn sagt ebenso herzlich retour: Danke!

Ein Beitrag von Joachim Gerhardt aus der aktuellen Bonner Kirchenzeitung Protestant

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ger / 01.06.2016



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