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„Wahrheit wagt ich kühn zu sagen, und die Ketten sind mein Lohn!“

Zum 190. Todestag Beethovens in der Godesberger Johanneskirche: Konzert und mehr

Der 190. Todestag von Ludwig van Beethoven ist Anlass für eine außergewöhnliche Veranstaltung mit herausragenden Musikern und Künstlern, Sonntag, 26. März 2017, 17.00 Uhr in der Johanneskirche in Bad Godesberg.

Susanne Kessel, bekannte Bonner Pianistin, ist auch mit dabei (Fot; David Kremser) LupeSusanne Kessel, bekannte Bonner Pianistin, ist auch mit dabei (Fot; David Kremser)

Das Motto stammt aus der Beethoven-Oper Fidelio: „Wahrheit wagt ich kühn zu sagen, und die Ketten sind mein Lohn!“.Es sprechen Gabriele Stein, Vorsitzende von Amnesty International Deutschland e.V. sowie der Zeitzeuge Ali Abou Dehen, Ex-Häfltling aus dem syrischen Tadmor Gefängnis

Dazu erklingt Musik von Beethoven, zum Beispiel die "Kerker-Arie" aus Fidelio sowie Freiheits- und Protestantlieder unter anderem aus der Türkei und dem Iran mit dem Beethovenpreisträger Aeham Ahmad, Susanne Kessel (Klavier), Luisa Imorde (Klavier) , dem iranischen Musiker Shahin Najafi, der Sängerin und Saz-Spielerin Petra Nachmanova u.a. Es moderiert Thomas Heyer,.bekannt aus der Aktuellen Stunde des WDR.

Veranstalter sind die Beethoven Academy und die Johannes-Kirchengemeinde Bad Godesberg. Tickets zu 20 Euro über Bonnticket (Tel. 0228 502010).

Der Beethovenpreisträger Aeham Ahmad spielt Klavier und singt (Foto: Niraz Saied) LupeDer Beethovenpreisträger Aeham Ahmad spielt Klavier und singt (Foto: Niraz Saied)

Am 26. März 2017 ist der 190. Todestag von Ludwig van Beethoven, dem meist gespielten klassischen Komponisten und Bonns größten Sohn. In vielen Aussagen bezeugt Beethoven sein Eintreten für die Werte der französischen Revolution, für Menschenrechte und Freiheit. Seine einzige Oper Fidelio ist eine Rettungs- und Befreiungsoper – ihre Botschaft ist aktueller denn je. Denn im Komponieren seiner Oper Fidelio sah Beethoven den einzigen Weg, die gegen jede Tyrannei gerichteten Prinzipien der politischen Freiheit, der Gerechtigkeit und der Brüderlichkeit durch die Rettung eines unschuldigen Helden aus höchster Not zum Ausdruck zu bringen.

Die Beethoven Academy nimmt dies zum Anlass, den Todestag Beethovens dem Thema „Politische Gefangenschaft“ im Rahmen ihres Formates „Open Academy“  zu widmen. Die Beethoven Academy wurde am 13. März 2016 gegründet. Sie hat die Leitlinien Menschenrechte, Frieden, Freiheit, Armutsbekämpfung und Inklusion. Im Kontext dieser Leitlinien organisiert sie Kulturprojekte. Es sind dies: a) die  alljährliche Verleihung des Beethovenpreises für Menschenrechte  b) Kulturprojekte in Krisengebieten, in sozialen Einrichtungen und Master Classes im Zeichen der Völkerverständigung, b) das Festival Elysium unter künstlerischen Leitung von Nils Mönkemeyer, und c) Veranstaltungen im Format der Open Academy, das musikalische Darbietungen aus verschiedenen Genres mit Lectures entlang der Leitlinien der Academy verbindet. Prominenteste Gesellschafterin der Beethoven Academy ist die Klavierlegende Martha Argerich, Torsten Schreiber ist ihr Intendant.

Wer wirkt mit

Gabriele Stein ist seit 2015 Vorstandssprecherin von Amnesty International Deutschland. Damit bekleidet Sie das höchste Amt der der Organisation in Deutschland, die sich seit ihrer Gründung im Jahre 1961 für die Einhaltung der Menschenrechte weltweit einsetzt. Besonders engagiert sich Amnesty: gegen Folter, Todesstrafe, politischen Mord und für die Freilassung gewaltloser politischer Gefangener, die aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Sprache, Religion oder Überzeugung inhaftiert sind.

Ali Abou Dehen war 13 Jahre lang Häftling im berüchtigten Tadmor-Gefängnis des Assad- Regimes, ein Synonym für die systematische Entmenschlichung, in dem extreme Folter an der Tagesordnung war. In einem mehrfach preisgekrönten Film von Monika Borgman und Lokman Slim ist er mit anderen Mithäftlingen einer der Darsteller.

Aeham Ahmad ist ein syrisch-palästinensischer Flüchtling aus dem Yarmouk-Lager bei Damaskus. Traurige Berühmtheit erlangte er zu durch seine „Auftritte“ im Yarmouk-Lager, in dem er mit seinem Klavier auf einem Karren durch die Strassen zog und mit seinen Liedern den verbliebenen Bewohnern Würde und Hoffnung gab. Dafür wurde er 2015 in Bonn mit dem ersten Beethovenpreis für Menschenrechte ausgezeichnet.

Die Bonner Pianistin Susanne Kessel  wird an diesem Abend vier Stücke aus ihrem Projekt „250 piano pieces für Beethoven“ spielen, das sie anläßlich des 250 Geburtstages von Beethoven 2020 initiiert hat, darunter eine Uraufführung Sie stammen von norwegischer, deutscher und argentinischer Komponisten (Choral für die Bruderschaft / Gott! Welch' Dunkel hier!/ Left luggage/ Eternidad –UA!).  www.250-piano-pieces-for-beethoven.com/

Die Pianistin Luisa Imorde war bereits mehrmals in Veranstaltungen der Beethoven Academy zu hören. Sie wirkte an der Beethovenpreisverleihungen und Open Academies mit und tourte mit Torsten Schreiber, Intendant der Beethoven Academy, durch die besetzten palästinensischen Gebiete. Neben ihrer internationalen Konzerttätigkeit stellte sie kürzlich ihre Debüt- CD vor wo sie Jörg Widmans Zirkustänze als Ersteinspielung den Papillons von Robert Schumann gegenüber stellt. An diesem Abend wird Sie Beethoven Klaviersonate Nr. 8 (Pathetique) spielen.

Shahin Najafi ist ein iranischer Musiker, Sänger, Schriftsteller und Aktivist. 2005 kam er nach Deutschland, seit 2012 wurde wegen seines Liedes Naghi in seinem Land Fatwas gegen ihn ausgesprochen. Kürzlich trat er mit dem israelischen Sänger Aviv Geffen in Tel Aviv auf.

Petra Nachtmanova ist eine österreichisch-deutsche Sängerin polnisch-tschechischer Herkunft. Vor einiger Zeit erlernte sie neben der türkischen Sprache das Spiel der Langhalssaute Saz bzw. Baglamat. Sie hat sich auf die Literatur der türkischen Troubadourmusiker spezialisiert, die meist einen starken politischen Akzent in ihren Liedern setzten. Sie spricht fließend türkisch und singt in sieben Sprachen.

Auch am Klavier: Luisa Imorde (Foto: Lars Figge) LupeAuch am Klavier: Luisa Imorde (Foto: Lars Figge)

Weitere Programmpunkte mit Mark Rosenthal (Tenor) und Peter Bortfedt (Klavier): "Kerkerarie" aus Fidelio sowie Uli Valnion: politische Protestlieder

Beethoven Academy: Torsten Schreiber Intendant / Director

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EB/ger / 23.03.2017



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