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„Mein Sohn war tot und er ist wieder lebendig geworden.“ In diesem Satz des Vaters gipfelt die Geschichte „Vom verlorenen Sohn“ in der Bibel. Es ist toll, wenn eine schwierige Familiengeschichte so heilt, dass nach Jahren der Entfremdung und Distanz ein Vater einen solchen Satz sagen kann.

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Losung für den 08.08.2020

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Paulus schreibt: 

Betet für uns, dass das Wort des Herrn laufe und gepriesen werde wie bei euch und dass wir gerettet werden vor falschen und bösen Menschen; denn der Glaube ist nicht jedermanns Ding. Aber der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen. 2.Thessalonicher 3,1-3

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Evangelischer Kirchenkreis Bonn

Bonner Stimmen zur Landessynode 2017

In Bad Neuenahr tagte die Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland. Im 500. Jahr der Reformation eine besondere Synode. Lesen Sie hier die persönlichen Eindrücke der gewählten Vertreterinnen und Vertretern aus Bonn:

Die Bonner auf der Landessynode: Superintendent Eckart Wüster (v.l.), Assessor Wolfgang Harnisch, Pfarrerin Dr. Wibke Janssen, Ulrich Hamacher, Dorothea Geffert und Dr. Gerd Landsberg (Foto: J.Gerhardt) LupeDie Bonner auf der Landessynode: Superintendent Eckart Wüster (v.l.), Assessor Wolfgang Harnisch, Pfarrerin Dr. Wibke Janssen, Ulrich Hamacher, Dorothea Geffert und Dr. Gerd Landsberg (Foto: J.Gerhardt)

„In Dialog für mehr Toleranz und Zusammenhalt"

Einen ersten Eindruck vermittelt Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, der als von der Kirchenleitung berufenes Mitglied erstmals Landessynodaler ist:

„Die Landessynode ist für mich eine überzeugende Darstellung kirchlicher Geschlossenheit, aber auch von Diskussionsfreudigkeit insbesondere in den Ausschüssen. Hervorzuheben ist die Erkenntnis, dass sich Kirche fortlaufend erneuern und reformieren muss.

In den Diskussionen wurde deutlich, dass die Kirche immer wieder in Dialog mit den Menschen für mehr Toleranz und Zusammenhalt eintreten muss. Aus meiner Sicht brauchen wir mit Kirchen, Gewerkschaften und Kommunen ein Bündnis für Toleranz und Zusammenhalt gegen den zunehmenden Hass und die wachsende Ausgrenzung in Deutschland“, so Dr. Gerd Landsberg, der auch Glied der Evangelischen Friedenskirchengemeinde in Bonn-Kessenich ist.

Singende Synode: gewohnt stimmsicher auch die Bonner Delegierten (Foto: J. Gerhardt) LupeSingende Synode: gewohnt stimmsicher auch die Bonner Delegierten (Foto: J. Gerhardt)

Andacht und Nachtmusik zur Synode

Die Synodale Dorothea Geffert (Kirchengemeinde Vorgebirge) zieht persönlich auch eine musikalische Bilanz unter ihre Landessynode:

„Ich bin vergnügt, erlöst, befreit.“ Unter diesem Motto steht nicht nur das Jahr des Reformationsjubiläums in der Rheinischen Landeskirche, sondern auch die diesjährige Landessynode. Wir lernten eine Vertonung dieser Psalmübertragung von Hans-Dieter Hüsch. Komponist Christoph Spengler sang sie mit uns im Eröffnungsgottesdienst. Und immer wieder erklang das eingängige Lied zwischendurch in den Sitzungen.

Der motivierende Text zog sich durch die Synodenwoche, die sonst sehr von Wahlen und Gesetzestexten geprägt war: in den Andachten und Wortmeldungen, als Motto über dem Papier zu neuen Gemeindeformen und in einer Kantate von Matthias Nagel. Diese hörten wir als Uraufführung nach einem arbeitsreichen Tag bei einer Nachtmusik mit einem Chor aus Kirchenmusikern, überwiegend Kreiskantoren, und Bläsern mit Jörg Häusler. Wer’s verpasst hat, kann hier reinhören: http://www.ekir.de/www/service/video-500-jahre-kirchenmusik-27623.php."

Gute Tradition: Die rheinische Landessynode tagt jedes Jahr Anfang Januar in Bad Neuenahr (Foto: Gerhardt) LupeGute Tradition: Die rheinische Landessynode tagt jedes Jahr Anfang Januar in Bad Neuenahr (Foto: Gerhardt)

„Unsere Kirche ist in den Gemeinden lebendig, aber eben nicht nur ...“

Hier die Eindrücke des Bonner Superintendenten und Herseler Pfarrers Eckart Wüster, zugleich auch nebenamtliches Mitglied der Kirchenleitung:

„Die Wahlen in Kirchenleitung, Ausschüsse, Kammern sowie in die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland waren ein Schwerpunkt der Synode. Rund 220 Menschen waren bereit, sich einer Wahl durch die Synode zu stellen. Sie alle sind bereit, an unterschiedlichen Stellen in unserer Kirche mitzuarbeiten; die allermeisten davon tun dies ehrenamtlich. Der Zeitaufwand, der damit verbunden ist, ist manchmal enorm. Ich bin sehr dankbar, dass sich so viele Menschen auch weiterhin einbringen werden in unsere Kirche.

Das Wahlverfahren war lang und man wird sicherlich noch einmal darüber nachdenken müssen, wie es ge-strafft werden kann. Aber es ist richtig, die Bereitschaft zur Mitarbeit auch dadurch zu würdigen, dass den Wahlen Raum gegeben wird.

Eine Vorlage wird uns im kommenden Jahr besonders beschäftigen. Es geht um die Frage, ob es neben der Ortskirchengemeinde auch weitere Gemeindeformen geben soll, wie es sie zum Beispiel in Anstaltsgemeinden bereits gibt. Dabei ist in keiner Weise daran gedacht, die Ortskirchengemeinde aufzulösen; sie bleibt unersetzbar und ist für unsere Kirche lebensnotwendig.

Aber kirchliches Leben findet nicht nur in den Kirchengemeinden statt, sondern auch in funktionalen Diensten wie Stadtkirchenarbeit, Migrations- und Flüchtlingsarbeit, verschiedenen Seelsorgefeldern oder Schulen. Viele Christinnen und Christen haben durchaus Kontakt zur Kirche, aber nicht unbedingt zur Ortsgemeinde. Deshalb sollen nun Regelungen geschaffen werden, die innerhalb unserer Kirche auch andere Gemeindeformen neben der Ortsgemeinde ermöglichen sollen.

Ich halte das für einen guten Weg. Denn Menschen werden nicht nur durch eine Gemeindeform vom Evangelium angesprochen. Und das ist ja das Ziel aller kirchlichen Arbeit, wie Menschen mit der frohen Botschaft vom menschenfreundlichen Gott in Berührung kommen“, so der Bonner Superintendent Eckart Wüster.

„Für Dialog und zugleich klare Ablehnung rechtspopulistischer Positionen“

Pfarrerin Dr. Wibke Janssen, sie unterrichtet Religion an der Liebfrauenschule in Bonn, berichtet:

„Wechselseitige Gespräche auf Augenhöhe sind für mich ein durchgehendes Merkmal dieser Landessynode. Im Plenum, in den Fachausschüssen und in den Pausen wurde verhandelt und im guten Sinne um die Sache gestritten, fair und mit viel Wortwitz. Hier liegt ein Schatz in unserer Kirche. Kostbarkeiten aus diesem Schatz waren auch die Andachten zu Kernaussagen der Reformation (vgl. „Reformation. Ein theologischer Impuls“ auf www.ekir.de).

Wahlen, Finanz- und Rechtsfragen waren ein notwendiger und angemessener Preis für die Demokratie in der Kirche. Es ging um die schwierige Balance zwischen dem Dialog mit Menschen, die für rechtspopulistische Positionen eintreten, und einer klaren Ablehnung der Positionen selbst (vgl. dazu http://www.idea.de/politik/detail/erstmals-streitgespraech-zwischen-afd-chefin-und-kirchenleiter-99449.html). Mich hat die Weite der Themen beeindruckt: Die Synode verabschiedete ein deutliches Statement zur Flüchtlingspolitik an den EU-Außengrenzen und entschied, das rheinische ‚Haus der Stille‘ zu erhalten.“

„Asylrecht nicht aushöhlen“ – Ulrich Hamacher zum Vorsitzenden der Fachgruppe "Sozialethik" gewählt

Der Bonner Landessynodale Ulrich Hamacher, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Bonn und Region und Mitglied der Kreuzkirchengemeinde, bilanziert:

„Der Bericht des Präses war für mich ein erster Höhepunkt, weil er mit seiner eigenen Sicht zu wichtigen Themen klare Akzente setzt. Zum Beispiel zum Thema AfD: Der Missbrauch des Christlichen Glaubens bzw. der christlichen Tradition für Rassismus und reaktionäre Politik wird von der Evangelischen Kirche im Rheinland strikt abgelehnt. Herr Rekowski hat das sehr deutlich gemacht.

Einige Highlights der Synode lassen sich gut im Netz anschauen. Mich hat eine Andacht besonders beeindruckt: Pfarrerin Antje Menn zu Luthers „sola gratia“: https://www.youtube.com/watch?v=QgRuiFoZ-Z8&t=115s.

Einen Vortrag zum Thema „Reformation im Rheinland" von Dr. Nicole Kuropka fand ich sehr spannend. Klar wie immer war die Synode auch zum Thema Flüchtlinge. Abgelehnt wird die Aushöhlung des Asylrechts und aktuell auch die Abschiebung von Geflüchteten nach Griechenland, weil Griechenland damit überfordert ist und die Geflüchteten dort nicht gut behandelt werden. Gefordert wird auch eine Erleichterung des Familiennachzugs. Und weiterhin wird die EKiR viel Geld für die Unterstützung der Flüchtlingshilfe ausgeben.

In Sachen Finanzen ist die Aufregung vorbei. Die Rheinische Kirche hat ihre Finanzen gut geordnet und die Haushalte sind gedeckt. Nicht Schulden, sondern Vorsorge für die Zukunft. Zugleich Transparenz, nachvollziehbare Darstellungen. Anstrengend war der Wahlmarathon. Aber Demokratie in der Kirche ist gut protestantisch und eben auch anstrengend. Und ich darf mich in den nächsten Jahren dann im Ergebnis der Wahlen noch stärker mit sozialethischen Themen beschäftigen. Das wird Spaß machen.“

Übrigens: Der Bonner Diakioniegeschäftsführer Ulrich Hamacher wurde auf der Landessynode zum Vorsitzenden der Fachgruppe "Sozialethik" gewählt. Mit Wahl bestätigt wurde auch der Bornheimer Pfarrer Dieter Katernberg im Ständigen Ausschuss für Kirchenordnung und Rechtsfragen der Landessynode.

Diese Zusammenfassung wird laufend ergänzt.

Alle Infos und Themen der Landessynode 2017: www.ekir.de

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Joachim Gerhardt / 13.01.2017



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