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Klaus Lohmann stammte aus einer alteingesessenen Godesberger Familie und studierte bei dem berühmten Bonner Theologen Karl Barth (Foto: Archiv/Ebba Hagenberg-Miliu)

„Heiderhofer Gespräche“ am 11. Oktober 2018

Gedenkabend für Klaus Lohmann: Glaubensfest in mörderischen Zeiten

Am Donnnerstag, 11. Oktober, 19.30 Uhr geht es in der Immanuelkirche auf dem Heiderhof auf Spurensuche: ein Gedenkabend für Klaus Lohmann (1910-2002), Pastor der Bekennenden Kirche, der ab 1962 Pfarrer in der Bad Godesberger Johannes-Kirchengemeinde war.

Auch Bonn-Bad Godesberg kann Pfarrer der legendären Bekennenden Kirche aufweisen, des Teils der Evangelischen Kirche also, die seit 1933 gegen die Nationalsozialisten aufstand: nämlich Heinrich Kolfhaus (1879-1956) und Klaus Lohmann (1910-2002).

Die Bücherei der evangelischen Immanuelkirche veranstaltet einen Abend über den jüngeren von beiden, über Klaus Lohmann. Und zwar im Rahmen ihrer Reihe „Heiderhofer Gespräche“ am 11. Oktober ab 19.30 Uhr, in der Immanuelkirche, Tulpenbaumweg 2. Gestaltet wird er von der Journalistin Ebba Hagenberg-Miliu, die Lohmann noch kannte. Weitere Zeitzeugen werden erwartet.

Wer war Klaus Lohmann, der aus einer alteingesessenen Godesberger Familie stammte und als Student des berühmten Bonner Theologen Karl Barth zum Regimegegner wurde? Lohmann war ab 1934 konspirativ in der Bekennenden Kirche tätig und wurde 1936 als Vikar von Nazis aus einer Wuppertaler Kirche geprügelt. Er traute sich nach dem Novemberpogrom 1938 als Pastor in Trier von der Kanzel aus der Juden als „Christi Brüder und somit auch unsere Brüder“ zu gedenken und zu warnen, „dass alle Völker sich vor Gott verantworten müssen“.

Er, der glaubensfest in mörderischen Zeiten blieb, konnte sich vor der Gestapo nur noch an die Kriegsfront retten. „Aber bitte keine Heldenstory – ich hatte oft Angst“, kommentierte er das später. Und ging mit sich ins Gericht: „Hätte ich doch mehr Zivilcourage gehabt. Zum Märtyrer hatte ich wohl nicht das Zeug.“ Durch seine Rolle als Seelsorger bei widerrechtlichen Erschießungen nach Kriegsende gelangte Lohmann auch in die „Echolot“-Bücher des Schriftsteller Walter Kempowski.

Der Gedenkabend wird „keine Heldenstorys“ erzählen. Dafür hatte sich dieser ernste Mann, der 1962 in die Johannes-Kirchengemeinde kam und die Marienforster Kirche bauen ließ, immer zu viele Feinde gemacht. Einerseits pilgerten die Menschen zum begnadeten Prediger. Andererseits zweifelte Lohmann selbst immer wieder offen an sich, seinem Glauben und an der Kirche. 1971 wurde er wegen seiner Scheidung von der eigenen Kirche in den Pfarrdienst ans Waldkrankenhaus verbannt. 

Die Stadt Trier dankte ihrem todesmutigen Pastor übrigens, indem sie sowohl ein Gemeindezentrum als auch eine Straße nach ihm benannte. Von Ehrungen Bad Godesbergs für Klaus Lohmann, der hier seine letzten 40 Lebensjahre verbrachte, ist nichts bekannt. Die Bücherei der Immanuelkirche, der Kirche also, die Lohmann bis zu seinem Tod besuchte, holt das nun nach.

Buchtipp zum Thema

Buchtipp: Stefan Flesch (Hg.), „Frei ist heute nur, wer beten kann.“ Die Tagebücher von Klaus Lohmann – Vikar und Pastor der Bekennenden Kirche, Schriften des Archivs der EKiR 28, Düsseldorf 2013.

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EB/ger / 10.09.2018



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