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Erfüllt von drei Tagen intensiver Workshop der Partner aus Bonn und Kusini, Thema "Die Herausforderungen für die Kirchen im 21. Jahrhundert", im Haus Müllestumpen (Foto: Joachim Gerhardt)

Vertreter aus Kusini A in Tansania zu Gast beim Evangelischen Kirchenkreis

Herausforderungen der Kirchen im 21. Jahrhundert

Mit einem gemeinsamen Lied in Kisuaheli endete der Workshop im Haus Müllestumpe: Gemeinschaft in Christus, aber auch in ganz praktischen Dingen ...

– das macht die Partnerschaft zwischen dem Kirchenkreis Kusini A im Nordwesten von Tansania und dem Evangelischen Kirchenkreis aus. Seit inzwischen 45 Jahren gibt es diese Partnerschaft, die mit gegenseitigen Besuchen in möglichst regelmäßigen Abständen verbunden ist. Zum ersten Mal seit fünf Jahren ist momentan wieder eine sechsköpfige Delegation aus Tansania in Bonn zu Besuch. Seit dem 29. September besucht die Delegation auch die verschiedenen Gemeinden in Bonn, die sich in dieser Partnerschaft besonders engagieren. Wichtigster inhaltlicher Teil des Besuchs waren drei Workshop-Tage der Delegation und Vertreter des Bonner Kirchenkreises im Haus Müllestumpe, an deren Ende die Teilnehmer zu einem kleinen Pressegespräch einluden.

Lebhafte Diskussion im Haus Müllestumpen, doch vor allem die afrikanische Musik war immer präsent wie diese Trommeln aus Tansania, deren Klänge die Pausen füllten (Foto: J. Gerhardt) LupeLebhafte Diskussion im Haus Müllestumpen, doch vor allem die afrikanische Musik war immer präsent wie diese Trommeln aus Tansania, deren Klänge die Pausen füllten (Foto: J. Gerhardt)

Viel Gemeinsamkeit trotz großer Unterschiede

 

„Herausforderungen unserer Kirchen im 21. Jahrhundert“ war das Motto der gemeinsamen Gespräche. Dabei stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht selten fest, dass viele Themen wie beispielsweise Klimakatastrophe und Migration, die auch in dem vergleichsweise sicheren Tansania eine nicht unwichtige Rolle spielt, beiden Partnern unter den Nägeln brennen. Doch es gibt auch Unterschiede in den Anliegen und Herausforderungen: Während die Kirche in Deutschland vor allem mit dem Wegfall der Jugend zu kämpfen hat, dominiert das umfassende Thema der Armut die Kirche in Tansania. Hinzu kommt, dass gerade in den ländlichen Gebieten Tansanias Aberglaube weiter verbreitet ist als im städtischen Deutschland. Doch auch bei den unterschiedlichen Themen besteht die Gemeinsamkeit, dass all diese Themen als christliche Themen verstanden werden können. Hieran können die Partner dann auch wieder gemeinsam arbeiten.

 

Uwe Günther fasste die Gespräche zusammen: „Es ging weniger darum, neue Ergebnisse zu präsentieren, sondern vielmehr darum, mehr über die Partner zu lernen und uns darüber auszutauschen, wie wir jeweils mit Herausforderungen umgehen.“

Auf dem Pfarrkonvent: Die Gäste aus Kusini A im Gespräch mit den Pfarrerinnen und Pfarrern des Kirchenkreises Bonn im Gemeindezentrum an der Johanniskirche Duisdorf (Foto: J. Gerhardt) LupeAuf dem Pfarrkonvent: Die Gäste aus Kusini A im Gespräch mit den Pfarrerinnen und Pfarrern des Kirchenkreises Bonn im Gemeindezentrum an der Johanniskirche Duisdorf (Foto: J. Gerhardt)

32.000 Setzlinge in Tansania gepflanzt – weitere folgen

 

Thomas Niyegila seitens der Delegation von Kusini A stellte vier aktuelle Projekte vor, die dank der Hilfe aus Bonn bei ihnen umgesetzt werden können: „Dank der Unterstützung aus Bonn konnte ein Medizinstudent seine Ausbildung inzwischen abschließen und die örtliche Krankenstation übernehmen und diese entscheidend verbessern.“ Die Verbesserung hat nun schließlich dafür gesorgt, dass das neue Gesundheitszentrum auch von staatlicher Seite unterstützt wird. Die Hardtberg-Gemeinde aus Bonn unterstützt ein Projekt zur Aufforstung. „32.000 Setzlinge sind inzwischen gepflanzt, aber wir machen weiter und es werden im nächsten Schritt weitere 12.000 hinzukommen", berichtete Niyegila stolz. Das aus Bonn unterstützte Huyawa-Center hat gerade im Frühjahr einen wichtigen Schritt unternommen: In dem Center für Aidswaisen, das bereits seit einigen Jahren existiert, wurde eine Ausbildungswerkstatt eröffnet, die den Kindern und Jugendlichen noch einmal mehr eine Zukunftsperspektive gibt. Ausbildung ist überhaupt ein ganz wichtiges Thema in Tansania - durch einen Bildungsfonds unterstützt der Evangelische Kirchenkreis Schulkinder bei Anschaffung von Materialien oder aber auch wenn Internatskosten anfallen.

 

Bildung großes Anliegen

 

Seit der Einführung der allgemeinen Schulpflicht vor einigen Jahren gehen zwar mehr Kinder zur Schule und können dies auch kostenlos tun, aber die Infrastruktur ist alles andere als ideal. So berichtete Ester Wilson Nyemenohr, Lehrerin aus Kusini A, von ihrem Schulalltag: „Eigentlich sollen in einer Klasse nicht mehr als 45 Kinder sein, aber in der Realität haben wir teilweise über 180 Kinder, verteilt auf zwei benachbarte Räume. Die Infrastruktur ist noch nicht angepasst an die Einführung der Schulpflicht. Das macht es für uns recht schwer.“

 

Superintendant Edwin Isaya äußerte sich sehr dankbar für die Möglichkeit des Austausches und die, Lasten gemeinsam zu tragen. Neben der Gemeinsamkeit im Geistlichen betonte er vor allem die Möglichkeit, durch die Unterstützung aus Bonn soziale Projekte umsetzen zu können. In seinem Schlusswort betonte der Bonner Superintendent Eckart Wüster, dass es sich bei der intensiven Partnerschaft zwischen Bonn und Kusini A um eine auf Augenhöhe handele: „Diese Partnerschaft ist keine Entwicklungshilfe, die nur in eine Richtung geht. Wir lernen alle voneinander.“

 

Einladung zum Abschiedsabend jetzt am Donnerstag an der Johanniskirche in Duisdorf

Weitere Infos zur Partnerschaft und vor allem zum öffentlichen Begegnungsprogramm 2919 noch bis 11. Oktober in Bonn und der Region finden Sie hier, zum Beispiel der gemeinsame Abschiedsabend in der Johanniskirche in Duisdorf: Am Donnerstag, 10. Oktober, ist ab 18.00 Uhr der Abschiedsabend in der Johanniskirche Duisdorf, zu dem alle Interessierten eingeladen sind mit gemeinsamen Essen und Musik (Gospelchor Pamoja) im Gemeindehaus der Ev. Johanniskirchengemeinde, Bahnhofstr. 63, 53125 Bonn.

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Verena Düren / ger / 08.10.2019



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