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Die Bonnerin Dr. Martina Padberg arbeitet als Kuratorin für verschiedene Museen und ist Lehrbeauftrage für Kunstgeschichte an der Universität Bonn. (Foto: privat)

Evangelische Kirchengemeinde am Kottenforst

Ordination und Einführung von Martina Padberg als Prädikantin

Festtag in Bonn-Röttgen: Himmelfahrt 2019 wurde Martina Padberg von Superintendenten Eckart Wüster als Prädikantin ordiniert und eingeführt. Die evangelische Kirchengemeinde am Kottenforst freut sich auf eine große Bereicherung.

Die Gemeinde lud zu einem sehr bewegten Gottesdienst in der Thomaskirche in Röttgen, an dem neben Superintendent Wüster auch die beiden Gemeindepfarrer Christian Bedarf und Andreas Schneider mitwirkten. Anschließend war die Festgemeinde zum fröhlichen Umtrunk herzlich eingeladen und begrüßte Martina Padberg, die schon lange in der Gemeinde sehr engagiert ehrenamtlich wirkt, nun auch in ihrem neuen "geistlichen Stand".

3 Fragen an Martina Padberg

Was hat Sie motiviert, Prädikantin zu werden?

Martina Padberg: Kurz nach meinem Abitur, also vor vielen Jahren, habe ich mit dem Gedanken gespielt, Theologie zu studieren – mit dem Wunsch, Pfarrerin zu werden. Schließlich habe ich mich aber doch für die Kunstgeschichte entschieden. Mein beruflicher Werdegang und natürlich auch die Familie haben mich dann erst einmal lange Zeit völlig ausgefüllt. Aber, wie es manchmal so ist: Wenn die Kinder das Haus verlassen und sich Freiräume auftun, kommen solche Ideen plötzlich wieder auf den Tisch. Als ich von der sogenannten Prädikantenzurüstung las, hat mich das sofort interessiert. In meiner Gemeinde am Kottenforst war ich zu diesem Zeitpunkt schon lange als Presbyterin und Lektorin tätig und so hat das Presbyterium mich in dem Vorhaben von Anfang an unterstützt. Nach knapp drei Jahren Wartezeit begann mein berufsbegleitender Kurs mit zwölf anderen Prädikantenanwärtern aus der EKiR im Januar 2017 – eine intensive Zeit. Ich lehre seit vielen Jahren Kunstgeschichte an der Universität Bonn und fand es sehr spannend, nun noch einmal die Rolle zu wechseln: Wieder einmal etwas ganz Neues lernen, eine völlig andere Aufgabe mit entsprechend neuen Anforderungen übernehmen.

Was ist, was macht eigentlich eine Prädikantin?

Martina Padberg: Prädikantinnen und Prädikanten gehören zur „Gemeinschaft der Ordinierten“. Als solche gestalten und leiten sie Gottesdienste in ihrer Gemeinde und übernehmen auf Wunsch und nach Absprache mit dem Gemeindepfarrer Amtshandlungen. Alles geschieht ehrenamtlich. Während meiner gut zweijährigen „Ausbildungsphase“ habe ich etwa 12 Gottesdienste gehalten. Dazu gehört es selbstverständlich, die Predigt zu schreiben, die liturgischen Texte und, in Abstimmung mit der Organistin, die Lieder auszuwählen sowie Gebete zu formulieren. Ich habe gemerkt, dass ich mindestens zwei Wochen vorher mit den Vorbereitungen anfangen muss, um mich langsam dem Thema und den Texten des Sonntags anzunähern. Als Laie brauche ich schon eine ganze Weile, um zu lesen, zu lernen, nachzudenken und auch zu meditieren: Was sagt mir der Bibeltext? Was will ich weitersagen?

Außerdem durfte ich in dieser Zeit schon ein Kind taufen, ein junges Paar verheiraten und eine ältere Dame bestatten. Das waren sehr erfüllende Momente für mich.

Wo sehen Sie Ihre Aufgabe in der Gemeinde?

Martina Padberg: Als ich im April 2017 zum ersten Mal im Talar vor dem Altar stand, war ich ziemlich aufgeregt, aber die Gemeinde hat mich unglaublich unterstützt und getragen. Beruflich bin ich es gewöhnt vor Menschen zu sprechen. Das hat mir sehr geholfen. Aber ein Gottesdienst hat eine unvergleichliche Intensität: Da wenden sich Menschen gemeinsam zu Gott mit ihrer Dankbarkeit für das, was gut ist im Leben, und in ihren Sorgen. Als Liturgin möchte ich dabei gerne den richtigen atmosphärischen Rahmen stecken und Worte finden, in denen sich möglichst viele wiederfinden können. Für die zeit nach der Ordination freue mich darauf, in einer für mich beruflich und privat verträglichen Taktung Gottesdienste in meiner Gemeinde zu halten und natürlich übernehme ich auch gerne Kasualien, wenn das gewünscht wird. Vielleicht kann ich ja demnächst meine beiden Zwillingsenkelchen taufen – das wäre eine große Freude.

Zur Person

Dr. Martina Padberg (*1962) hat Kunstgeschichte, Geschichte und Erziehungswissenschaften studiert und  arbeitet als freiberufliche Kuratorin für verschiedene Museen und als Lehrbeauftrage für Kunstgeschichte an der Universität Bonn. Zurzeit läuft im Museum für Kommunikation in Frankfurt eine von ihr kuratierte Ausstellung unter dem Titel „Like you! Freundschaft digital und analog“. In Bonn war von ihr zuletzt die Ausstellung „Schnittstelle. Cut-out trifft Schattenriss“ ihr im Museum August Macke Haus zu sehen. Martina Padberg ist mit dem Graphik-Designer Christian Padberg verheiratet. Das Paar hat drei erwachsene Kinder und drei Enkelkinder

Weitere Infos: https://www.kottenforstgemeinde.de

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Joachim Gerhardt / Mai 2019



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