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Wolfgang Thielmann im Gespräch mit Anne und Nikolaus Schneider: „Vom Leben und Sterben. Ein Ehepaar diskutiert über Sterbehilfe, Tod und Ewigkeit“

Zur Diskussion über die Sterbehilfe

Gespräch an der Grenze: Vom Leben und Sterben

„Vom Leben und Sterben“ lautet der Titel des neuen Buches des Bonner Pastors und Publizisten Wolfgang Thielmann, das er als Gespräch mit dem früheren Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, und seiner Frau Anne führte. 

Nun stellte Thielmann das Buch zusammen mit dem Ehepaar Schneider, dem früheren Radiomoderator Jürgen Domian und dem Kölner Publizisten Joachim Frank in der Kölner Kulturkirche vor einem großen interessierten Publikum vor. K. Rüdiger Durth war dabei und berichtet:

Das Thema „Vom Leben und Sterben“ hat „die Schneiders“ seit dem Krebstod ihrer Tochter Meike und seit der schweren Krebserkrankung von Anne Schneider in zahlreiche TV-Talks geführt und für Schlagzeilen gesorgt. In Köln wiederholten die beiden ihre grundlegenden Thesen. Anne Schneider: „Ich habe gesagt: Wenn gar nichts mehr geht, werde ich in die Schweiz fahren- Das war aber nur ein politisches Statement. Ich wollte zu Hause sterben.“ Nikolaus Schneider, von 2010 – 2014 auch Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD): „Aus Liebe würde ich meine Frau auch in die Schweiz begleiten. Die Liebe gilt immer, auch wenn sie Schritte geht, die ich für falsch halte.“  Diese gegensätzlichen Überzeugungen zweier Theologen stehen für viele in der evangelischen Kirche und sind heftig umstritten. Dass sie in der Ehe ausgehalten werden, macht den Dialog beider so spannend und nachdenklich. Und über den unterschiedlichen Überzeugungen steht, dass für Nikolaus Schneider die Liebe über allem steht. Das hinterließ  auch in der Kölner Diskussion großen Eindruck.

Wolfgang Thielmann (der neben seiner vielfältigen publizistischen Tätigkeit vor allem als Pastor in der Bad Godesberger Heilandkirche aktiv ist) moderierte das Gespräch für das vorliegende Buch. In Köln führte er u.a. aus: „Das Buch kommt genau zur richtigen Zeit. Am 17. April will das Bundesverfassungsgericht darüber entscheiden, ob die Neuregelung der Sterbehilfe im Paragraphen 217 des Strafgesetzbuches aus dem Jahr 2015 mit dem Selbstbestimmungsrecht des Grundgesetzes vereinbar ist. Wahrscheinlich wird die Entscheidung eine neue gesellschaftliche Diskussion auslösen.“

Thielmann weiter: „Sie trifft die Kirchen in einer Situation, in der sie ihre frühere moralische Autorität verwirkt haben. Der Missbrauchsskandal zeigt, dass sie durch ihr Verhalten ihren eigenen Anspruch verhöhnen, für Menschen da zu sein. Jahrhunderte lang haben Kirchen die Selbsttötung mit dem höchsten Urteil belegt und Menschen, die sich umgebracht hatten, eine christliche Beerdigung verweigert.“

Für den Bad Godesberger Pastor und Publizisten müssen die Kirchen den Menschen Vertrauen entgegenbringen, auch in der Frage nach dem Sterben, und ihresgleichen neu um das Vertrauen der Menschen werben. Erst dann können sie Leitlinien und Maßstäbe anbieten, etwa so, wie sie es in der Christlichen Patienten vorsorge tun. Nach ihm verdeutlicht die verantwortliche Gestaltung des Lebensendes der Dialog zwischen Anne und Nikolaus Schneider. Für Thielmann hat Jesus den Schlüsselsatz für Kirchen und Religionen zur Sterbebegleitung in der Bergpredigt gesagt: „Wenn dich jemand um eine Meile nötigt, so geh mit ihm zwei“: „Die Kirche gehört an die Seite der Menschen. Sie hat jeden Weg mit ihnen zu gehen, auch dann, wenn sie ihn für falsch hält. Kirchen sollten sich dafür einsetzen, dass Menschen selbstbestimmt leben und sterben können. Sie sollten in ihren Gemeinden und in Diakonie und Caritas mehr Gruppen einrichten, die Menschen auf dem letzten Weg begleiten, ihre Einsamkeit auffangen und sie in ihrer Angst nicht allein lassen. Und sie sollten sie in ihrer Situation beraten, wenn Menschen danach fragen.“ 

Vom Leben und Sterben. Ein Ehepaar diskutiert über Sterbehilfe, Tod und Ewigkeit. Neukirchener Verlag 2019, 153 S., 14,99 Euro (auch als Hörbuch erhältlich)

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K. Rüdiger Durth/ger / 28.03.2019



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