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Jugend in Coronazeit: das sind Herausforderungen, Bedrückungen, auch Abgründe ganz eigener Art, die oft nicht so öffentlich werden ... (Foto: J. Gerhardt)

Aktion #Dubistunswichtig

Decke auf dem Kopf

Seine Verzweiflung ist riesig: „Wir gehen vor die Hunde“, sagt Leon Ehrenberg. Neun Jahre hat er schon gearbeitet, den ersten Lockdown wegen der Corona-Pandemie noch überstanden, aber jetzt, im zweiten Lockdown, geht der 25-jährige Koch in die Knie, erzählt er anlässlich der Pressekonferenz des Evangelischen Jugendwerks Sieg • Rhein • Bonn zur Vorstellung der Aktion „Du bist uns wichtig“.

Zwar bekommeter noch Kurzarbeitergeld, doch am Ende bleibe ihm weniger als Hartz IV, sagt der junge Mann. Im Siegburger Kulturcafé, einer Einrichtung des Jugendwerks erhält er Beratung in der Not, ist auch dankbar dafür. Freunde treffen im Kulturcafé – geht wegen der Schutzregelungen nicht mehr. „Zu Hause fällt einem die Decke auf den Kopf.“

Eine Umfrage #Ichbingefragt wie es Jugendlichen derzeit geht ist ein wichtiger Teil des Projekts des Evangelischen Jugendwerks Sieg • Rhein • Bonn (Bild: ekasur) LupeEine Umfrage #Ichbingefragt wie es Jugendlichen derzeit geht ist ein wichtiger Teil des Projekts des Evangelischen Jugendwerks Sieg • Rhein • Bonn (Bild: ekasur)

Die Corona-Pandemie verdüstert vielen jungen Menschen die Perspektiven und schafft große Probleme. „Du bist uns wichtig“ – das versichert dagegen die Evangelische Kinder- und Jugendarbeit jungen Menschen, die von den Folgen und Begleiterscheinungen schwer belastet sind. „Du bist uns wichtig“ – so heißt die dreiteilige Aktion, initiiert vom Evangelischen Jugendwerk Sieg • Rhein • Bonn. Volle Unterstützung erhält sie von den beiden Evangelischen Kirchenkreisen Bonn und An Sieg und Rhein sowie von der Diakonie An Sieg und Rhein.

Superintendentin van Niekerk: „Belange junger Menschen in den Mittelpunkt rücken“

„Belange junger Menschen gehören in den Mittelpunkt gerückt“, betonte Almut van Niekerk, Superintendentin des Kirchenkreises An Sieg und Rhein, in der Pressekonferenz. Sie verbindet die Aktion mit der biblischen Geschichte, in der Jesus mit Freunden und Gästen einmal über großen Themen diskutiert. Am Rande stehen Familien, trauen sich erst nicht zwischen die VIP’s, werden dann zurückgehalten – sie sollen halt nicht stören. Superintendentin van Niekerk: „Das bringt Jesus in Rage. Junge Menschen gehören in die Mitte unserer Aufmerksamkeit.“ Deshalb macht die evangelische Kirche das Thema Belastungen junger Menschen durch Corona groß.

Der zweite Lockdown habe für junge Menschen „massive Einschnitte verursacht“, betonte Stephan Langerbeins, Geschäftsführer des Evangelischen Jugendwerks Sieg • Rhein • Bonn. Seine Stellvertreterin Charlotte Dückers erklärte: „Jugendliche fühlen sich überhaupt nicht gesehen.“ Sie kämpfen mit Perspektivlosigkeit. Homeschooling überfordert. Praktika werden abgesagt. Geflüchtete verlieren bereits erworbene Sprachkenntnisse langsam wieder.

Kreative Lösungen gesucht

Das Ausmaß der Last für junge Menschen durch Corona – das zerreiße ihm auch persönlich das Herz, sagte Stephan Langerbeins in der Online-Pressekonferenz. Junge Menschen in den Blick zu nehmen, das müsse unbedingt auch weitergehen, wenn im Laufe der Zeit und dank Impfungen Lockerungen möglich werden.

Langerbeins denkt jetzt an ganz praktische kreative Lösungen wie die Nutzung großer Säle, um das Beratungsgebot hygienekonform ausweiten zu können. An die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Tablets, wo sie bisher fehlen. Oder auch an Einzel-Unterricht durch Lehramtsstudierende, um die Nachteile von Homeschooling abzufedern. Bis hin zur Verstärkung von Freifunk durch Kommunen, um junge Menschen zu unterstützen, die zuhause gar kein WLAN haben.

Instagram-Aktion

Der erste Teil der Aktion #Dubistunswichtig ist eine Instagram-Initiative. Verschiedene evangelische Einrichtungen im Großraum Bonn und dem rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis greifen am Aktionstag 5. Februar diese Botschaft auf, verbreiten Share Pics und stellen so die Nöte der jungen Menschen ins Zentrum.

Appell: „Jugend wichtig nehmen“

Flankiert wird die Social-Media-Aktion von einer Stellungnahme. In dem Appell „Jugend wichtig nehmen – Jugend stärken – jetzt und sofort“ werden die stark zunehmenden psychosozialen Belastungen für junge Menschen beklagt. Bei unbestritten notwendigem Gesundheitsschutz ist doch zu beklagen: Normales soziales Leben und Miteinander bei jungen Menschen ist zerstört, Tagesstruktur fehlt, Ausbildungsplätze gehen verloren, Schulabschlüsse sind gefährdet, unterstützende Angebote der Kinder- und Jugendarbeit brechen weg. Es drohen „lebensprägende Auswirkungen für eine ganze Generation“, heißt es in dem Papier, unterzeichnet von den genannten evangelischen Institutionen.

Umfrage #Ichbingefragt

Dritter Teil der Initiative ist die Umfrage #Ichbingefragt, eine Online-Befragung junger Menschen. Sie ist auf der Website des Evangelischen Jugendwerks Sieg • Rhein • Bonn zu finden und gibt jungen Menschen die Chance, ihre Sicht der Dinge, ihre Erfahrungen und ihre Einschätzungen einzubringen. Auf diese Weise werden die Sichtweisen von Kindern und Jugendlichen erhoben und erhärtet.

Weitere Infos zum Projekt und Aktionstag: Website des Evangelischen Jugendwerks Sieg • Rhein • Bonn: https://www.evaju.de/
sowie hier auf www.bonn-evangelisch.de.


 

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Anna Neumann / ger / 03.02.2021



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