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Menschen brauchen gute Worte. Jesus war ein Meister dieser Worte. In Zeiten großer Verunsicherung sagt er seinen Jüngern: „Sorget euch nicht! Seht die Vögel unter dem Himmel: Sie säen nicht und ernten nicht und euer himmlischer Vater ernährt sie doch.“ (Matthäus 6, 25+26)

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Losung für den 18.04.2021

Wer bin ich, Herr HERR, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast? 2.Samuel 7,18

Paulus schreibt: 

Gottes Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen. 1.Korinther 15,10

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Bild-LupeOstern ist das vielleicht wichtigste Fest der Christenheit: Es geht um die Auferstehung, die große Verheißung des Glaubens – Ausschnitt aus dem großen Banner am Kirchenpavillon am Kaiserplatz (Bild: Kipa/Mühl-Wingen)

Kirche in der Stadt

Kirchenpavillon regt Osterdebatte an: Was soll ich glauben?

Auferstehung – muss ich das glauben? Die Frage begrüßt einen zum Osterfest auf einem bunten Banner an unserem Kirchenpavillon, dem Stadtkirchencafé am Kaiserplatz vor der Kreuzkirche. Einladung zum Nachdenken und Dialog. Hier ein erster geistlicher Impuls:

Wir feiern Ostern. Das wichtigste Fest der Christenheit. Die Auferstehung Jesu Christi. „Muss man das glauben?“ fragt mich ein Konfirmand. Jugendliche haben Mut zu fragen, was wir uns als Erwachsene oft nicht mehr trauen.

Wir diskutieren in der Gruppe: Vielleicht ist die ganze Auferstehung nur ein Hirngespinst? – Nein, dafür gibt es zu viele Zeugen vom leeren Grab. – Vielleicht ist der Leichnam Jesu ja geklaut worden? Muntere Theorien entwickeln sich, zum leeren Grab und überhaupt ... Beweisen lässt sich am Ende nichts.

Der Osterhase prägt das Fest, die Fragen zum Leben reichen aber weit darüber hinaus (Bild: Kipa/Mühl-Wingen) LupeDer Osterhase prägt das Fest, die Fragen zum Leben reichen aber weit darüber hinaus (Bild: Kipa/Mühl-Wingen)

Zweifel gehören zum Glauben dazu

Der Zweifel an der Auferstehung Christi ist uralt, erzähle ich. Der Apostel Paulus hat den ersten Christen in Rom eingeschärft: „Ist Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.“ (Römerbrief, Kapitel 15. Vers 14). Also doch: „Wir müssen an die Auferstehung glauben, sonst sind wir keine Christen“, bilanziert ein Jugendlicher unsere Diskussion.

Aber nicht müssen – wir dürfen das glauben, sage ich. Das ist ein Riesenunterschied. Wir können etwas glauben, was wir uns selbst weder beweisen müssen noch beweisen können. Das ist für uns so realistische Menschen ungewohnt, aber eine große Chance.

Martin Luther hat gesagt „Der Glaube ist ein Geschenk“. Und der Glaube an die Auferstehung ist das schönste Geschenk. Weil es meinem Leben eine Weite und Leichtigkeit gibt, die ich mir selbst nie geben kann. Weil es all die gewalttätigen Mächte und Kräfte von Karfreitag hinter sich lässt. Wenn der Tod nicht das letzte Wort hat, erscheint mein Leben schon heute in einem anderen Licht. Mit Ostern öffnet sich sozusagen der Himmel über mir, und auf mein Leben fällt wie mit Sonnenstrahlen ein neuer Glanz. Darf ich das glauben? Möchte ich das glauben? Ich glaube, ja!
Pfarrer Joachim Gerhardt

Weitere Infos zu den Angeboten des Kirchenpavillons: www.kirchenpavillon.de

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26.03.2021



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