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Deine Gnade soll mein Trost sein, wie du deinem Knecht zugesagt hast. Psalm 119,76

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Gastprediger der Zentralen Bonner Reformationsfeier: der neugewählte Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland Thorsten Latzel (Foto: Johanna Nolte)

Bonner Reformationsfeier 2021

Bonner Reformationsfeier 2021: Hoffen wider alle Hoffnung

Rund 1000 Menschen lauschten bei der Reformationsfeier in der Bonner Kreuzkirche der Predigt des neugewählten Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland Thorsten Latzel. Das Thema: Was heißt es in einer Zeit, die von vielen Krisen geprägt ist, evangelisch zu sein? Einen Videomitschnitt und die Predigt zum Nachlesen finden Sie hier.

Was heißt es, in dieser Zeit evangelisch zu sein? Präses Thorsten Latzel predigte über Worte aus dem Galaterbrief. (Foto: Johanna Nolte) LupeWas heißt es, in dieser Zeit evangelisch zu sein? Präses Thorsten Latzel predigte über Worte aus dem Galaterbrief. (Foto: Johanna Nolte)

"Corona, Klimawandel, Flüchtlingsnöte, soziale Unsicherheit, eine Gesellschaft, die sich immer schneller verändert, und wo viele das Gefühl haben, nicht mehr mitzukommen. Was heißt es, in dieser Zeit evangelisch zu sein?", fragte Präses Thorsten Latzel die rund 1000 Menschen in der Bonner Kreuzkirche und beantwortet diese Frage in Anlehnung an die Worte des Apostels Paulus: „In Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe tätig ist.“ (Gal 5,6)

In Christus Jesus – das ist das, was für uns Evangelische Christsein ausmacht: eingegliedert zu sein in den Leib Christi, durch die Taufe zu Christus zu gehören. Zu Christus, einem notorischen Grenzgänger aus Liebe, der immer wieder in seinem Leben über Grenzen hinweg ging. Deswegen sei es auch für uns als evangelische Christen wichtig, dass wir keine Grenzen in unserem Leben ziehen, die uns voneinander trennen. "Die Frage, woher jemand stammt, wie jemand aussieht, wie viel jemand besitzt, wen er oder sie liebt: All das spielt in Christus keine Rolle." Wichtig ist der Gedanke des Glaubens, der in Liebe tätig ist. Ein Glaube, der sich im Leben nicht in Liebe äußert, ist tot, weil er das Leben nicht prägt. Und eine Liebe, die nicht in dem Glauben verwurzelt ist, verliert ihren Halt, ihre Hoffnung, ihre Zuversicht. Deswegen braucht es beides: den Glauben, der in der Liebe tätig ist, und die Liebe, die im Glauben wurzelt. "In Liebe tätig zu sein, auch wenn alles andere dagegenspricht. Und darauf zu vertrauen, dass Gott es zu einem guten Ende führen wird. Auch wenn ich nicht weiß, wie es geschieht, und oft Gott nicht einmal spüre. Das heißt für mich, in evangelischer Weise Christ zu sein. Und das macht frei, anders zu leben: mutig, widerständig, liebevoll."

Rund 1000 Menschen in der Kreuzkirche lauschten der Predigt von Präses Thorsten Latzel (Foto: Johanna Nolte) LupeRund 1000 Menschen in der Kreuzkirche lauschten der Predigt von Präses Thorsten Latzel (Foto: Johanna Nolte)

Klima, Flut, Flucht - Sorgen und Hoffnungen

Studierende der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) brachten in sehr persönlichen Texten ihre Sorgen und Ängste in den Gottesdienst ein. Themen waren zum Beispiel der Klimawandel, der im Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen oder in der Zerstörung von über 300 Dörfern durch den RWE Kohleabbau direkt bei uns vor der Haustür spürbar wird. Aber auch die Flut, die Mitte Juli vielen Menschen in der Eifel und an der Ahr ihre Existenz oder das Leben genommen hat. Ein Student erzählte von der Flucht aus seiner Heimat, die er vor zwei Jahren verlassen musste, weil er dort wegen seiner Konvertierung vom islamischen zum christlichen Glauben bedroht und verfolgt wurde.

Doch in all den unsicheren Zeiten sahen die drei Studierenden auch hoffnungsvolle Momente: Die Hoffnung, den Klimawandel mit konkreten Maßnahmen vor Ort bekämfen zu können. Die Dankbarkeit der Opfer der Flutkatastrophe für die große Hilfsbereitschaft aus ganz Deutschland, die ihnen unerwartet zu Teil wurde und die Hoffnung gibt, dass es jetzt wieder aufwärts geht. Oder die Hoffnung, in Ruhe und Frieden den eigenen Glauben leben zu können und sich in Deutschland mit der Familie eine neue berufliche und private Zukunft aufzubauen.

Stimmungsvolle Musik und Zeit für Begegnungen auf dem Platz vor der Kreuzkirche. (Foto: Johanna Nolte) LupeStimmungsvolle Musik und Zeit für Begegnungen auf dem Platz vor der Kreuzkirche. (Foto: Johanna Nolte)

Stimmungsvolle Musik und Zeit für Begegnungen

Für die musikalische Rahmung des Festgottesdienstes sorgten der Kammerchor Vox Bona und das Sinfonieorchester der Kreuzkirche unter Leitung von Kirchenmusikdirektorin Karin Freist-Wissing und brachten u.a. die Bachkantate „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ (BWV 93) zu Gehör. Die Orgel spielte Stefan Horz. Zum Eingang der Feier hatten schon die Bläser aus dem Kirchenkreis in inzwischen guter Tradition die Festgemeinde mit Chorälen auf dem Vorplatz der Kreuzkirche herzlich begrüßt.

Der anschließendes Jahresempfang des Kirchenkreises versammelte die Stadtgesellschaft noch bis in den späten Abend stimmungsvoll auf dem Kirchplatz und in der Kreuzkirche. Dort spielte der Beueler Kantor Hubert Arnold auf dem Akkordeon. Zu Wein und Wasser servierte das Team vom Kirchenpavillon herzhafte „Reformations-Cracker“, kleine herzhafte Kekse in Lutherrosen-Form mit Salz und mediterranen Kräutern.

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Johanna Nolte / 31.10.2021



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