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Gottesdienste

Losung für den 23.09.2020

Er wird den Tod verschlingen auf ewig. Jesaja 25,8

Wir sind bedrückt und stöhnen, solange wir noch in diesem Körper leben; wir wollen aber nicht von unserem sterblichen Körper befreit werden, sondern in den unvergänglichen Körper hineinschlüpfen. Was an uns vergänglich ist, soll vom Leben verschlungen werden. 2.Korinther 5,4

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Das aktuelle "Wort zu Sonntag" in der RUNDSCHAU

Trauer braucht seine Zeit und seinen Ort

Ich stehe am Grab eines Bekannten. Stille liegt über dem Ort. Herbstlaub bedeckt den Boden. Vor einem dreiviertel Jahr standen wir, die Familie, Freunde und Kollegen, hier noch gemeinsam am offenen Grab, um Abschied zu nehmen.

Alter Friedhof in Bonn. (Foto: J.Gerhardt) Alter Friedhof in Bonn. (Foto: J.Gerhardt)

Doch Abschiednehmen dauert: „Der Tod hat nicht das letzte Wort“, lese ich auf dem Stein. Das hat der Pfarrer auch gesagt, erinnere ich mich. Bei der Beerdigung sind die Worte aber irgendwie an mir vorbei geflogen. Heute, mit etwas Abstand, kann ich sie bewusster hören. Bin sogar froh, dass sie auf dem Stein festgehalten sind. Der Tod hat etwas Endgültiges und er ist Gott sei Dank doch nicht das Ende. Daran möchte ich glauben und vielleicht bin ich auch deshalb an diesen Ort gekommen.
Trauer braucht seine Zeit. Sechs Wochen nach dem Tod eines Menschen ist so ein erster Zeitpunkt, der manches an Gefühlen bündelt: Was hat einen verbunden? Was bleibt offen, ungeklärt? Auch das Gedächtnis am ersten Jahrestag hat seinen Wert. Viele berichten, dass sie ein Jahr brauchen, um loslassen zu können. Das bedeute nicht, einen Schlussstrich zu ziehen, sagen sie, sondern den Blick wieder aufheben und nach vorne schauen zu können.
Wann und wo sich ein Mensch mit den Fragen von Abschiednehmen, Tod und Trauer beschäftigt, wird jeder selbst entscheiden. Erzwingen kann man nichts. Aber man kann sich einladen lassen. Die stillen Tage im November, von Allerheiligen bis Totensonntag, sind eine solche Einladung. Und ich spüre noch während ich gehe, dass ich froh bin, ihr gefolgt zu sein.
Joachim Gerhardt

 

Der Bonner Pressepfarrer Joachim Gerhardt schreibt alle drei Wochen das "Wort zum Sonntag" in der Gesamtausgabe der Kölnischen/Bonner-Rundschau, auf Seite 2 in der der großen Tageszeitung in der Köln-/Bonner Region. Hier erfahren Sie mehr: http://www.rundschau-online.de/.

 

 

 



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