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Wort zum Sonntag

Aus Liebe

„Mein Sohn war tot und er ist wieder lebendig geworden.“ In diesem Satz des Vaters gipfelt die Geschichte „Vom verlorenen Sohn“ in der Bibel. Es ist toll, wenn eine schwierige Familiengeschichte so heilt, dass nach Jahren der Entfremdung und Distanz ein Vater einen solchen Satz sagen kann.

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Gottesdienste

Losung für den 09.08.2020

Der HERR sättigte sein Volk mit Himmelsbrot. Er öffnete den Felsen, da strömten Wasser heraus, sie flossen dahin als Strom in der Wüste. Denn er gedachte an sein heiliges Wort. Psalm 105,40-42

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus. Epheser 1,3

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Service
Das aktuelle "Wort zum Sonntag" aus der Rundschau

Auf Urlaub

Urlaub kommt von Erlaubnis. So sagen es die Sprachforscher. Der Arbeiter erhält von seinem Chef die Genehmigung, sich vom Arbeitsplatz für eine festgesetzte Zeit entfernen zu dürfen...

Früher zogen die Ritter zum Urlaub in die Schlacht. "Gott bewahre", sagt Pfarrer Gerhardt. (Foto: Christoph Dielmann) Früher zogen die Ritter zum Urlaub in die Schlacht. "Gott bewahre", sagt Pfarrer Gerhardt. (Foto: Christoph Dielmann)

Ein wenig beklemmend wirkt diese Herleitung schon. Macht sie doch deutlich: Das ganze Leben ist von der Arbeit bestimmt. Sollte Urlaub nicht etwas Selbstverständliches sein?
Der erste uns überlieferte Urlaub stammt übrigens aus dem Mittelalter. Ritter fragten ihren Lehnsherren um „urloup“, um in die Schlacht zu ziehen. Urlaub für den Krieg. Ein Segen, dass zumindest diese Herleitung heute ihre Bedeutung verloren hat.
Da sage ich statt Urlaub lieber Ferien. Das kommt von Lateinisch „feriae“, was so viel heißt wie Feiertag oder Ruhetag. Im alten Rom waren das die Tage, an denen keine Gerichtsitzungen abgehalten wurden. Keine Verhandlungen, keine Verurteilungen, kein  Geschäft, kein Dienst – Zeit zur Muße und zur Erholung. Gott hat mit der Schöpfung unserer Welt festgelegt, dass jeder siebte Tag ein solcher Tag sein muss. Er hat das getan, lange bevor Arbeitgeber über Urlaubserlaubnisse nachdachten.
Keine Frage: Der Mensch braucht Arbeit. Er sollte von seiner Arbeit leben können, doch nicht allein für sie. Urlaubstage sind für mich daher nicht verdiente, sondern geschenkte Tage. Nicht der Lohn für getane Arbeit, sondern die Erinnerung daran, dass unser Leben ein Geschenk Gottes ist. Wir dürfen es dankbar genießen. Also Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, auch und ganz besonders in Gottes Namen: Schöne Ferien!
Joachim Gerhardt

 

Der Bonner Pressepfarrer Joachim Gerhardt schreibt alle drei Wochen das "Wort zum Sonntag" in der Gesamtausgabe der Kölnischen/Bonner-Rundschau, auf Seite 4 in der der großen Tageszeitung in der Köln-/Bonner Region. Hier erfahren Sie mehr: www.rundschau-online.de.

 

 

 



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