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Das aktuelle "Wort zum Sonntag" aus der Rundschau:

Felsenfest

Louis wurde 19 Jahre alt. Sein Grab liegt irgendwo auf dem Meeresgrund. Aber die Erinnerung lebt und sie hat einen Ort. Oben in den Bergen von Gruissan im Süden Frankreichs.

Ein nachdenklicher Gang, immer das Meer im Blick. Der Kreuzweg im französischen Gruissan (Foto: J. Gerhardt) LupeEin nachdenklicher Gang, immer das Meer im Blick. Der Kreuzweg im französischen Gruissan (Foto: J. Gerhardt)

Stein an Stein säumt die Erinnerung den Weg, der sich dort vom Strand durch den sanften Pinienwald etwa 100 Meter in die Höhe schlängelt. Die Bewohner von Gruissan, zumeist Fischerfamilien, haben ihn angelegt. Jakob, 16 Jahre, Theodore, 22 Jahre, die Lebensdaten markieren die Grabmale und oft noch ein stiller Gruß: „Wir denken an Dich“ oder „Ruhe in Frieden“.

Es sind an die 40 steinerne Kreuze, das älteste ist von 1844. Jeder Stein ein Gedenken an einen, manchmal auch mehrere Menschen, die jäh und früh ihr Leben verloren haben. Zu Erinnerung, so heißt es am Fuß des Berges ganz schlicht, „an im Meer verschwundene Seemänner“.

Erinnerung braucht einen Ort. Hier ist er. Und er erscheint als trotzige Gewissheit, dass die dunkle See, der größte Sturm, dass die tiefsten Abgründe des Lebens, manchmal auch ein Krieg, an dessen Anlass und Sinn sich keiner mehr erinnert, nicht das letzte Wort haben dürfen.

Hier nun ist ein sicherer Ort. Keine Flut, keine Welle kann ihn gefährden. Er ist auf Stein gebaut. Felsenfest. Am Ende des Weges oben auf dem Berg steht eine Kapelle. Noch einmal sind Schiffe zu sehen. Bilder an den Wänden zeigen, wie sie friedlich über das Meer gleiten. Über dem Altar das leere Kreuz. Zeichen der Auferstehung. Hier spricht Jesus Christus: „Wer mir nachfolgt, wird nicht im Finstern wandeln, sondern das ewige Leben haben.“

Der Kreuzweg der Fischer von Gruissan zeigt auf beklemmende Weise, wie brutal und bedroht, manchmal auch sinnlos das Leben sein kann. Er ist aber auch ein Weg des Glaubens, der spüren lässt: Es gibt einen festen Grund für Trost und Zuversicht.
Joachim Gerhardt

Kölnische/Bonner Rundschau Kölnische/Bonner Rundschau

Joachim Gerhardt, Pfarrer an der Bonner Lutherkirche und Pressesprecher des Kirchenkreises Bonn, schreibt alle drei Wochen das "Wort zum Sonntag" in der Gesamtausgabe der Kölnischen/Bonner Rundschau, auf Seite 4 in der der großen Tageszeitung in der Köln-/Bonner Region. Hier erfahren Sie mehr: www.rundschau-online.de.

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7.9.2013



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