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O dass mein Leben deine Gebote mit ganzem Ernst hielte. Psalm 119,5

Es begab sich aber, als die Zeit erfüllt war, dass Jesus in den Himmel aufgenommen werden sollte, da wandte er das Angesicht, entschlossen, nach Jerusalem zu wandern. Lukas 9,51

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Das aktuelle "Wort zum Sonntag" aus der Rundschau:

Sanftmut

Er ist mein Lieblingsvers aus der Bergpredigt. „Selig sind die Sanftmütigen“, spricht Jesus in seiner wohl wichtigsten Predigt zu seinen Jüngern. Im alten Orient galt Sanftmut als eine Königstugend.

Ganz bei sich und doch voller Ausdruck: Sanft schwebt dieTänzerin über die Fläche bei der Johannespassion in der Bonner Kreuzkirche (Foto: Archiv KK) LupeGanz bei sich und doch voller Ausdruck: Sanft schwebt dieTänzerin über die Fläche bei der Johannespassion in der Bonner Kreuzkirche (Foto: Archiv KK)

 Das heißt, wer sanftmütig war, war ein guter Herrscher und hatte zu Recht Macht und Einfluss über die Leute.

Was bedeutet eigentlich Sanftmut? Milde, würde ich sagen, Behutsamkeit. Im Griechischen – in dieser Sprache ist uns das Jesuswort im Matthäus-Evangelium (Kap. 5, Vers 5) überliefert – kann das Wort auch Pflanzen beschreiben: Milde Pflanzen sind solche, die Heilwirkung besitzen. Sanftmut ist also nicht nur eine Charaktereigenschaft, sie hat auch einen Nutzen. Sie tut mir oder anderen Menschen gut. Sie ist ein Mittel gegen Krankheiten, also das, was den Menschen kaputt macht. Jähzorn, Rachsucht gelten nicht zufällig als Gegenbegriffe von Sanftmut.

Im Deutschen setzt sich das Wort aus zwei Teilen zusammen: Sanft und Mut. Es geht also nicht nur um Milde und Zurückhaltung. Es geht auch um Mut, genauso zu handeln, auch wenn die Welt um einen herum es genau anders lehrt und praktiziert. Jesus hat das vorgelebt.

Es ist leider so. Sanftmut ist uns nicht mit in die Wiege gelegt. Sie gehört nicht zur Grundausstattung des Menschen. Wir müssen ihre Wirkung auf uns und andere Menschen erst lernen. Darum hat Jesus sie auch immer wieder gepredigt. Und es gilt: Übung macht den Meister.

Manchmal muss man sich vielleicht sogar zwingen, sanftmütig zu sein, auf die Zähne zu beißen, denn man könnte ja auch ganz anders … – Das sollte bitte kein Dauerzustand sein. Für Jesus ist Sanftmut eine Lebenshaltung, die selig macht. Und sie ist verbunden mit einem großen Versprechen, dass sich diese Haltung noch hier auf Erden auszahlt: „Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich besitzen.“
Joachim Gerhardt

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Joachim Gerhardt, Pfarrer an der Bonner Lutherkirche und Pressesprecher des Kirchenkreises Bonn, schreibt alle drei Wochen das "Wort zum Sonntag" in der Gesamtausgabe der Kölnischen/Bonner Rundschau, auf Seite 4 in der der großen Tageszeitung in der Köln-/Bonner Region. Hier erfahren Sie mehr: www.rundschau-online.de.

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15.6.2013



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