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„Kumm, loss mer fiere, nit lamentiere / jet Spass un Freud, dat hät noch keinem Minsch jeschad.“

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Losung für den 26.02.2020

O dass mein Leben deine Gebote mit ganzem Ernst hielte. Psalm 119,5

Es begab sich aber, als die Zeit erfüllt war, dass Jesus in den Himmel aufgenommen werden sollte, da wandte er das Angesicht, entschlossen, nach Jerusalem zu wandern. Lukas 9,51

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Das aktuelle "Wort zum Sonntag" aus der Rundschau:

Toleranz

Intoleranz eröffnet keine Zukunft. Innerhalb von wenigen Wochen flohen hundertausende Menschen vor allem in die Niederlande, die Schweiz und nach Preußen. Einige fanden auch Zuflucht bei Glaubensgenossen hier bei uns, ...

 

... auf der rechten Rheinseite, die weltoffener war als das linksrheinische Kurköln. Es war im Jahr 1685. Der Anlass: Frankreichs „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. hatte den Hugenotten, den französischen Protestanten, mit einem Schlag alle religiösen und bürgerlichen Rechte genommen. Der Aderlass war enorm. Das Land verlor innerhalb weniger Monate einen Großteil seiner intellektuell und wirtschaftlich aktiven Bevölkerungsschicht. Umgekehrt sorgten die Flüchtlinge dort, wohin sie auswanderten, für eine Blüte der Wirtschaft, besonders der Landwirtschaft, und öffneten für das kulturelle und musikalische Geistesleben weite Horizonte.

Einmal mehr hatten Kleingeist und die unheilvolle Allianz von politischem Machtstreben und persönlicher Eitelkeit umhüllt von einem Deckmantel religiöser Begründungen Elend und Niedergang gebracht.

Es geht auch anders. Und daran erinnert der Tag heute, der 13. April. An diesem Tag 1598 erließ der damalige König von Frankreich, Heinrich IV., das so genannte Edikt von Nantes. Das Gesetz gewährte den Protestanten Gewissensfreiheit und die öffentliche Religionsausübung und war Auftakt einer Epoche gesellschaftlichen Friedens und vergleichsweise hohem Wohlstands.

Was hat das mit uns heute zu tun? Viel. Manche evangelische Familie im Rheinland kann ihre Ahnenspuren bis in jene Tage damals zurückverfolgen. Zugleich ist dieser Tag eine mahnende Erinnerung: Seien wir wachsam, wo sich heute in der Welt Politik und Religion aus Machtinter-essen unheilvoll miteinander verbinden. Seien wir wachsam, wo man meint, mit Intoleranz ein Ziel erreichen zu können. Ein frommer, friedliebender Glaube und eine tolerante Gesellschaft sind der beste Nährboden für ein fruchtbares Zusammenleben der Menschen, welcher Konfession oder Religion auch immer.
Joachim Gerhardt

Kölnische/Bonner Rundschau Kölnische/Bonner Rundschau

Joachim Gerhardt, Pfarrer an der Bonner Lutherkirche und Pressesprecher des Kirchenkreises Bonn, schreibt alle drei Wochen das "Wort zum Sonntag" in der Gesamtausgabe der Kölnischen/Bonner Rundschau, auf Seite 4 in der der großen Tageszeitung in der Köln-/Bonner Region. Hier erfahren Sie mehr: www.rundschau-online.de.

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13.04.2013



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