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Wort zum Sonntag

Mit einem Lächeln

​2019 soll ein Jahr des Friedens werden. Ein frommer Wunsch. So formuliert es die Jahreslosung, also das zentrale Bibelwort für dieses Jahr: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ (Psalm 34, Vers 15). 

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Losung für den 23.02.2019

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass man zugleich ackern und ernten, zugleich keltern und säen wird. Und die Berge werden von Most triefen, und alle Hügel werden fruchtbar sein. Ich will die Gefangenschaft meines Volkes Israel wenden, dass sie die verwüsteten Städte wieder aufbauen und bewohnen sollen, dass sie Weinberge pflanzen und Wein davon trinken, Gärten anlegen und Früchte daraus essen. Amos 9,13-14

Der Seher Johannes schreibt: 

Ein Engel zeigte mir auf beiden Seiten des Stromes Bäume des Lebens, die tragen zwölfmal Früchte, jeden Monat bringen sie ihre Frucht, und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker. Offenbarung 22,2

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Das aktuelle "Wort zum Sonntag" aus der Rundschau

Friedensglocken am Volkstrauertag

​„Überall läuten die Glocken. Es ist wie ein Traum, der Krieg ist vorbei“, schreibt ein französischer Soldat „kaum fassbar glücklich“ am Ende des 1. Weltkriegs nach Hause.

Glocken läuten für den Frieden, auch in Bonn wie hier in der Lutherkirche in der Südstadt (Foto: J. Gerhardt) LupeGlocken läuten für den Frieden, auch in Bonn wie hier in der Lutherkirche in der Südstadt (Foto: J. Gerhardt)

„Das war eine furchtbare Zeit“, heißt es im Brief eines deutschen Soldaten, vielleicht nur wenige 100 Meter entfernt von der anderen Seite der Front, an seine Verlobte. „Vor uns das Grau der tödlichen Gräben. Das Zischen der Granaten liegt noch in der Luft. Doch jetzt ist Schweigen, Gott sei Dank!“

Krieg ist die Hölle für alle, die ihn erleben müssen. Krieg ist unvorstellbar für alle, die ihn nicht erlebt haben. Und nach dem Krieg steht immer der Satz „Nie wieder!“ Daran erinnern wir uns an diesem Wochenende: Volkstrauertag, der Gedenktag an alle Kriegstoten und Opfer von Gewaltherrschaften. Dieses Jahr eng verbunden mit der Erinnerung an das Ende des 1. Weltkriegs 1918.

„Nie wieder Krieg!“ Das klingt heute wie ein frommer Wunsch, fern der Realität. Nach 1945 sind weltweit wieder millionen Menschen in kriegerischen Auseinandersetzungen gestorben. Nationalismus und Rassismus, die die Saat für den 1. und 2. Weltkrieg gelegt haben, sind auch mitten in Europa wieder auf dem Vormarsch.

Unaufhaltsam? Nein! Wir dürfen nur den Scharfmachern und Hetzern nicht das Feld überlassen. Auch nicht den vermeintlich Rationalen, für die Krieg wieder ein unvermeidbares Mittel der Politik ist. Ich glaube, dass die aller-, allermeisten Menschen in Frieden leben wollen. Das gilt für mich und meine Familie und für meinen Nachbarn ganz genauso.

Die Sehnsucht nach Frieden ist eine sehr alltägliche. Nur ist sie oft sehr still und leise. Zu still und leise. Darum ist es gut, dass an  diesem Sonntag wieder überall die Glocken läuten. Sie rufen zum Gottesdienst am Volkstrauertag und erklingen, laut und deutlich, als Botschaft: Bewahren und pflegen wir den Frieden für die Menschen in unserem Land, in unserer Welt!
Joachim Gerhardt

 

Kölnische/Bonner Rundschau Kölnische/Bonner Rundschau

Joachim Gerhardt, Pfarrer an der Bonner Lutherkirche und Pressesprecher des Kirchenkreises Bonn, schreibt alle drei Wochen das "Wort zum Sonntag" in der Gesamtausgabe der Kölnischen/Bonner Rundschau, auf Seite 4 in der der großen Tageszeitung in der Köln-/Bonner Region. Hier erfahren Sie mehr www.rundschau-online.de

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17.11.2018



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