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Es waren einmal vier weise Gelehrte, die wollten erkunden, wie ein Elefant aussieht. Sie alle waren blind. „Ganz klar: Ein Elefant ist wie eine starke Schlange“, sagte der Weise, der am Rüssel stand.

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Das aktuelle "Wort zum Sonntag" aus der Rundschau

Tiefere Wahrheit

Wenn uns die Karwoche, die vor uns liegt, eines lehrt, dann das: Es gibt immer noch eine tiefere Wahrheit als wir das auf den ersten Blick vermuten.

Glaube, Hoffnung und Lieben schenken die Perspektive über den Tod hinaus - Aufnahme vom Friedhof auf dem Bad Godesberg Heiderhof (Foto: J. Gerhardt) Glaube, Hoffnung und Lieben schenken die Perspektive über den Tod hinaus - Aufnahme vom Friedhof auf dem Bad Godesberg Heiderhof (Foto: J. Gerhardt)

Das fängt beim Palmsonntag an: Der Erinnerung an den Einzug Jesu in Jerusalem, den die Menschen damals mit Palmzweigen gesäumt haben. Eigentlich ein Witz. Denn da kam kein Herrscher mit Streitwagen und Heerscharen in die Stadt gezogen, dem eine solch königliche Ehrerbietung angemessen gewesen wäre. Sondern ein karger Wanderprophet auf einem Esel, begleitet von einigen wenigen waffenlosen, beseelten Gesellen. Solche Ehre diesem Einzug?

Ja. Aber erst wenn man begreift: Die wahren Insignien, also Zeichen menschlicher Macht, sind nicht Prunk, Pracht und Gewalt, sondern zärtliche Eigenschaften wie Glaube, Hoffnung und Liebe.

Und wie sehr gilt das erst für den Tag, auf den diese Woche zuläuft: Karfreitag. Eigentlich das Ende der Bewegung Jesu. Der Tod am Kreuz. „Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit“, schreibt der Apostel Paulus (1. Korintherbrief 1,18) ganz treffend. Und zwar „eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es Gottes Kraft“. Ein Widerspruch?

Nein. Sondern Worte des Vertrauens, dass aus dem Übelsten, aus großer Angst und Verzweiflung wieder Neues, sogar Gutes entstehen kann. Und dass diese Erfahrung auch mit Gott zu tun hat. Nur deshalb können wir im Karfreitag, dem Tag der Trauer („kara“ althochdeutsch Klage, Trauer), auch schon leise Anzeichen der Hoffnung sehen. Der Tod hat eben nicht das letzte Wort. Jesus wird auferstehen. Auch wenn diese Botschaft am Todestag von Jesus noch unvorstellbar erscheint.

Ich denke an Menschen, die nach einer schweren Krankheit ihr Leben neu ordnen und bewusster leben. Oder an die, die einen geliebten Menschen verloren haben, und anders zwar, aber doch neu, lieben und vertrauen lernen.

Es gibt immer noch eine tiefere Wahrheit als wir das auf den ersten Blick vermuten. Die Karwoche lädt mich ein, mich diesen Gedanken zu öffnen.

Joachim Gerhardt

Kölnische/Bonner Rundschau Kölnische/Bonner Rundschau

Joachim Gerhardt, Pfarrer an der Bonner Lutherkirche und Pressesprecher des Kirchenkreises Bonn, schreibt alle drei Wochen das "Wort zum Sonntag" in der Gesamtausgabe der Kölnischen/Bonner Rundschau, auf Seite 4 in der der großen Tageszeitung in der Köln-/Bonner Region. Hier erfahren Sie mehr www.rundschau-online.dehttp://www.rundschau-online.de

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13.04.2019



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