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Wort zum Sonntag

Rote Pappnase

​Die Nase macht alles anders. Also die Pappnase. Sie ist das einfachste Utensil, um mit nur einem Handgriff ein Jeck zu werden. Die gängigste Form ist rot, allerdings nicht mehr aus Pappe, sondern aus Schaumstoff und damit einfach zum Aufklemmen.

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Losung für den 19.03.2019

Alles Fleisch soll erfahren, dass ich, der HERR, dein Heiland bin und dein Erlöser. Jesaja 49,26

Das Himmelreich gleicht einem König, der seinem Sohn die Hochzeit ausrichtete. Und die Knechte gingen auf die Straßen hinaus und brachten zusammen alle, die sie fanden, Böse und Gute; und der Hochzeitssaal war voll mit Gästen. Matthäus 22,2.10

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Das aktuelle "Wort zum Sonntag" aus der Rundschau

Rote Pappnase

​Die Nase macht alles anders. Also die Pappnase. Sie ist das einfachste Utensil, um mit nur einem Handgriff ein Jeck zu werden. Die gängigste Form ist rot, allerdings nicht mehr aus Pappe, sondern aus Schaumstoff und damit einfach zum Aufklemmen.

Alaaf! Nasen auf und rein in den Karneval (Foto: J. Gerhardt) Alaaf! Nasen auf und rein in den Karneval (Foto: J. Gerhardt)

Im Karneval hat sie Hochkonjunktur. Ich kenne sie das ganze Jahr über und zwar aus dem Krankenhaus. Immer dann, wenn der Klinikclown zu Besuch kommt. Und es ist erstaunlich, mit wie wenig er oder sie die Welt verändern kann. Rote Nase auf, eine überraschende Geste, ein verschmitztes Lächeln – und der sterilste Krankenhausraum wird mit einem Mal lebendig. Ich möchte mir keine Kinderstation mehr ohne einen Klinikclown vorstellen und auch unter Erwachsenen wirkt er Wunder.

Probieren Sie es aus: Wenn Sie traurig sind, stellen Sie sich vor den Spiegel und setzen sich eine Nase auf. Versprochen: Sie sehen anders aus und das Leben auch.

In der Bibel gibt es die Vorstellung, dass Gott, der Schöpfer, „dem Menschen das Leben durch die Nase einatmet“ (1. Mose 2,7). Die rote Nase ist also ein geradezu biblischer Hinweis, sich den Atem des Lebens bewusster zu machen. Kleine Atemübung? Atmen Sie durch die Nase ein, halten Sie einen Augenblick die Luft an – und atmen Sie dann aus dem Bauch heraus durch den Mund langsam aus. Und noch einmal … Wer so bewusst atmet, spürt das Leben. Gesund ist es auch. Wenn ich das regelmäßig tue, senke ich den Blutdruck und werde spürbar entspannter. Und dankbarer. Denn die Luft zum Atmen ist uns ja geschenkt. Aus dieser Einsicht schöpft auch die Vorstellung mit Gottes Odem eingehaucht in unser Leben.

In unserer schnellatmigen Zeit vergesse ich rasch, dass mir das eigentlich Lebenswichtige immer nur geschenkt ist: wie die Luft zum Atmen auch die Liebe, das Leben, das Glück. Und der Humor auch. Der ja bekanntlich heilende Wirkung hat, weil er das Leben leichter macht. Lieber Gott, wirf doch bitte reichlich rote Nasen vom Himmel!
Joachim Gerhardt

Kölnische/Bonner Rundschau Kölnische/Bonner Rundschau

Joachim Gerhardt, Pfarrer an der Bonner Lutherkirche und Pressesprecher des Kirchenkreises Bonn, schreibt alle drei Wochen das "Wort zum Sonntag" in der Gesamtausgabe der Kölnischen/Bonner Rundschau, auf Seite 4 in der der großen Tageszeitung in der Köln-/Bonner Region. Hier erfahren Sie mehr www.rundschau-online.de

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02.03.2019



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