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Wort zum Sonntag

Aus Liebe

„Mein Sohn war tot und er ist wieder lebendig geworden.“ In diesem Satz des Vaters gipfelt die Geschichte „Vom verlorenen Sohn“ in der Bibel. Es ist toll, wenn eine schwierige Familiengeschichte so heilt, dass nach Jahren der Entfremdung und Distanz ein Vater einen solchen Satz sagen kann.

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Gottesdienste

Losung für den 09.08.2020

Der HERR sättigte sein Volk mit Himmelsbrot. Er öffnete den Felsen, da strömten Wasser heraus, sie flossen dahin als Strom in der Wüste. Denn er gedachte an sein heiliges Wort. Psalm 105,40-42

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus. Epheser 1,3

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Der PROtestant ist die evangelische Zeitung für Multiplikatoren aus Gesellschaft und Kultur, Politik und Wirtschaft im Großraum Bonn.

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Das aktuelle „Wort zum Sonntag" aus der Rundschau

Keine Geduld mehr

Geduld ist eine Grenzerfahrung. Irgendwie hatte ich gedacht, jetzt wäre es langsam vorbei mit Corona. Falsch gedacht. Die Krise wird uns länger begleiten als von den meisten erwartet.

Warten – auf was? Die Zeit der Zwangsentschleunigung verändert unsere Welt, zumindest das Gefühl, wie wir leben (Foto: J. Gerhardt) LupeWarten – auf was? Die Zeit der Zwangsentschleunigung verändert unsere Welt, zumindest das Gefühl, wie wir leben (Foto: J. Gerhardt)

Da wird auch die biblische Zusage von „Kraft, Liebe und der Besonnenheit“ dünner, die ich in den letzten Wochen so oft und gerne zitiert habe (2. Timotheus 1,7).

Geduld ist uns Menschen nicht mit in die Wiege gelegt. Babys brüllen, sobald sie Hunger haben, und das ist lebenswichtig. Ich hätte meine Frau wohl nie geheiratet ohne die Ungeduld ihr immer wieder meine Liebe zu zeigen. Jeder Fortschritt, auch der wissenschaftliche bei der Erforschung eines Virus, gelingt nur im ungeduldigen Streben, Neues zu entdecken.

Geduld ist auch Christen nicht mit in die Taufschale gelegt. „Lieber Gott, gib mir Geduld – aber bitte sofort.“ Eine nicht ganz ernst gemeinte Bitte, die doch ganz gut die Hoffnung hinter vielen Gebeten widerspiegelt.

Diese Zeit der Zwangsentschleunigung in Teilen des Lebens ist eine riesen Herausforderung. Ich frage mich: Woher kommt eigentlich die sogenannte „Engelsgeduld“? Sie kommt vom Verzeihen. Engelsgeduld hat, wer darüber hinwegsehen kann, dass Dinge nicht so laufen wie sie sollten oder könnten. Mein Großvater hatte sie mit mir beim Abfragen der Lateinvokabeln. Und dafür habe ich ihn geliebt. Für sein Verzeihen und Vertrauen, dass es doch ein gutes Ende finden wird mit seinem Enkel. Vielleicht müssen wir uns diese beiden Tugenden wieder bewusster machen, um diese Zeit besser zu überstehen: Verzeihen und Vertrauen.

Dann werde ich spüren, was der Prophet seinen Zeitgenossen ins Stammbuch geschrieben hat: „Die auf den Herrn harren, erhalten neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“ (Jesaja 40,31)
Joachim Gerhardt

Kölnische/Bonner Rundschau Kölnische/Bonner Rundschau

Ein geistlicher Impuls zum Sonntag

Joachim Gerhardt, Pfarrer an der Bonner Lutherkirche und Pressesprecher des Kirchenkreises Bonn, schreibt alle drei Wochen das "Wort zum Sonntag" in der Gesamtausgabe der Kölnischen/Bonner Rundschau, auf Seite 4 in der der großen Tageszeitung in der Köln-/Bonner Region. Hier erfahren Sie mehr: www.rundschau-online.de

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25.04.2020



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