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Sommerfreude

Der Sommer ist zum Freuen da. Gelingt das auch in diesem pandemischen Jahr? Ich sage ja ...

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Gottesdienste

Losung für den 07.07.2020

Ich sprach, da ich weglief vor Angst: Ich bin verstoßen aus deinen Augen. Doch du hast mein lautes Flehen gehört, als ich zu dir schrie. Psalm 31,23

Am Wege saß ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Und als er hörte, dass es Jesus von Nazareth war, fing er an zu schreien und zu sagen: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Und viele fuhren ihn an, er sollte schweigen. Und Jesus blieb stehen und sprach: Ruft ihn her! Markus 10,46-48.49

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Das aktuelle "Wort zum Sonntag" aus der Rundschau:

Sommerfreude

Der Sommer ist zum Freuen da. Gelingt das auch in diesem pandemischen Jahr? Ich sage ja ...

Der Dichter und Pfarrer Paul Gerhardt hätte seine Freude gehabt: Rosen im Pfarrhausgarten an der Lutherkirche (Foto: J. Gerhardt) LupeDer Dichter und Pfarrer Paul Gerhardt hätte seine Freude gehabt: Rosen im Pfarrhausgarten an der Lutherkirche (Foto: J. Gerhardt)

und summe ein Lied, das mir immer in diesen Wochen auf den Lippen liegt: „Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser schönen Sommerzeit“. Eine Ode über die „wunderbare Gartenzier“ und die mannigfache Tierwelt als Gottes Gaben des bis heute so populären Liedgutschöpfers Paul Gerhardt. Die Poesie aus dem 17. Jahrhundert mündet in der Einsicht: Warte nicht darauf, dass das Glück dir in den Schoß fällt. Ein Herz, das berührt werden will, muss sich öffnen, Neues erwarten, sich bewegen. Eben: „Geh aus mein Herz!“

Aktuell spüre ich vielerorts eher den Wunsch, dass alles wieder möglichst schnell so werden soll wie es mal war. Ob Corona das zulässt? Ich habe da meine Zweifel. Wir sind besser beraten, uns die Haltung meines Namensvetters und seines Sommer- und Gesangbuch-Hits zu eigen zu machen. Also mit Mut und Lebensfreude uns den Veränderungen dieser Krise zu stellen.

Paul Gerhardt hat Krieg und viel Elend erleben müssen, vier seiner fünf Kinder zu Grabe getragen. Und doch nie ein Grundmaß an Zuversicht und Gottvertrauen verloren. Und dabei erfahren, wie das eine, Zuversicht, aus dem anderen, Gottvertrauen, schöpft.

Er wusste: Das Leben ist zerbrechlich, bedroht und der Mensch gibt allzu oft die Ursache des Bösen. Doch wir haben bei aller Hoffnung auf Ewigkeit nur ein Leben hier auf Erden. Gehen wir dankbar und achtsam damit um.

Darum erfreute er sich an allen guten Begegnungen mit der Natur und den Menschen, die das Leben schenkt. Wenn auch ich mich aufmache, dieses Geschenk zu sehen, kann das trotz allem, vielleicht sogar gerade in diesem so anderen Jahr, ein richtig guter, fröhlicher Sommer werden.
Joachim Gerhardt

Kölnische/Bonner Rundschau Kölnische/Bonner Rundschau

Geistlicher Impuls zum Sonntag

Joachim Gerhardt, Pfarrer an der Bonner Lutherkirche und Pressesprecher des Kirchenkreises Bonn, schreibt alle drei Wochen das "Wort zum Sonntag" in der Gesamtausgabe der Kölnischen/Bonner Rundschau, auf Seite 4 in der der großen Tageszeitung in der Köln-/Bonner Region. Hier erfahren Sie mehr: www.rundschau-online.de

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27.06.2020



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