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Bonner Reformationsfeier am 31. Oktober in der Kreuzkirche:

Konzentration auf das Wesentliche!

Die evangelische Kirche lädt traditionell zum Reformationstag am 31. Oktober alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt und Region in die Kreuzkirche am Kaiserplatz zur festlichen Reformationsfeier mit Empfang ein. Gastprediger ist Pfarrer Rainer Stuhlmann.

Die jährliche und zentrale Reformationsfeier in der Kreuzkirche ist der evangelische Feiertag in Bonn. (Luther-Motiv: Joachim Gerhardt) Die jährliche und zentrale Reformationsfeier in der Kreuzkirche ist der evangelische Feiertag in Bonn. (Luther-Motiv: Joachim Gerhardt)

Der profilierte Gastprediger Dr. Rainer Stuhlmann, Kölner Schulpfarrer, war langjähriger Superintendent im Kirchenkreis An Sieg und Rhein und ist zurzeit Vorsitzender des Theologischen Ausschusses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Der Festgottesdienst beginnt um 19.30 Uhr. Das Motto lautet dieses Jahr „Konzentriert Euch!“ in Anklang an den Aufruf des Apostel Paulus, sich im Reden und Tun auf das Wesentliche, die Mitte der christlichen Botschaft, Jesus Christus, zu konzentrieren. (Predigttext: Matthäus-Evangelium Kap. 10, Verse 26-33)

Der Gottesdienst wird kirchenmusikalisch gestaltet vom Kammerchor der Kreuzkirche „Vox Bona“ unter Leitung von Karin Freist-Wissing sowie Stephan Horz an der Orgel. Auf dem musikalischen Programm steht neben Reformations-Chorälen unter anderem das Werk „Ein feste Burg“ für drei Posaunen von Gerhard Halene. Im Anschluss an den Gottesdienst sind alle Besucherinnen und Besucher zu einem Empfang in die Krypta unter der Kreuzkirche eingeladen.


NRW- und Bundespolizei-Gottesdienst in der Lutherkirche

Traditionelle wird auch der landesweite zentrale Polizei- und Grenzschutzgottesdienst zum Reformationstag in Bonn gefeiert. Er findet dieses Jahr am Freitag, 28. Oktober, nicht in der Kreuzkirche statt, sondern erstmals in der Lutherkirche in Bonn-Poppelsdorf (Reuterstraße 11). Der öffentliche Festgottesdienst um 11.00 Uhr unter Mitwirkung von Polizeibeamtinnen und Polizei-beamten wird geleitet von der Oberpfarrerin der Bundespolizei Anne Henning und der Landespfarrerin für Polizeiseelsorge Claudia Kiehn. Die musikalische Gestaltung haben Kantor Berthold Wicke (Lutherkirche) an der Orgel sowie Holger Schweitzer Gitarre und Gesang.

 

Die Kreuzkirche am Kaiserplatz in der Bonner Innenstadt ist die größte evangelische Kirche in der Köln/Bonner Region. (Foto: J. Gerhardt) Die Kreuzkirche am Kaiserplatz in der Bonner Innenstadt ist die größte evangelische Kirche in der Köln/Bonner Region. (Foto: J. Gerhardt)

Das aktuelle Stichwort:
Reformation in Bonn und der Region

Am Reformationstag, alljährlich am 31. Oktober, erinnern die Protestanten weltweit an den Beginn der Reformation durch Martin Luther im Jahr 1517. Auch Bonn blickt auf eine wechselhafte Reformationsgeschichte zurück. Schon früh, wenn auch nur gegen den entschiedenen Widerstand der katholischen Herrscher im Reich, konnten die Gedanken des Wittenberger Reformators in die Region Köln und Bonn einziehen. Das historische Schlüsseljahr ist 1542 als der katholische Erzbischof, Kurfürst Hermann von Wied, auf die Seite der Reformation wechselte. Er berief den Straß-burger Reformator Martin Bucer und wenig später auch den engsten Weggefährten Luthers, Philipp Melanchthon, aus Wittenberg nach Bonn.

Philipp Melanchthon blieb drei Monate, Martin Bucer sogar ein dreiviertel Jahr am Rhein. In dieser Zeit predigte Bucer im Bonner Münster und hielt theologische Vorlesungen im Bonner Franziskanerkloster in der Brüdergasse. Die beiden Theologen erarbeiteten unter dem Titel „Einfältiges Bedenken“ die Programmschrift der Kölner Reformation.

Bis zum Einsetzen der Gegenreformation und der Absetzung des Kurfürsten Hermann 1547 bestand in Bonn eine evangelische Gemeinde mit mehreren Pfarrern. Diese Gemeinde musste anschließend in den Untergrund gehen. Die älteste nicht auf kurkölschem Gebiet liegende und daher nahezu ununterbrochen lebendige evangelische Gemeinde im Bonner Raum ist die Kirchengemeinde Oberkassel. Hier findet sich auch die älteste evangelische Kirche der Region, eine kleine gelb gestrichene Kapelle im Zentrum Oberkassels direkt an der alten B 42.

Ausgangspunkt der Reformation weltweit sind die berühmten 95 Thesen, mit denen der damalige Augustinermönch Luther seinen theologischen und seelsorgerlichen Protest gegen den Ablasshandel der katholischen Kirche äußerte. Durch den Verkauf der so genannten Ablassbriefe wollte diese damals vor allem Geld für den Bau des Petersdoms in Rom einnehmen.

Ob Martin Luther seine Thesen tatsächlich an das Portal der Wittenberger Schloßkirche schlug, ist historisch nicht gesichert. Nageleinschläge im Tor zeugen aber bis heute von dem legendären Ereignis. Ein weiteres Anliegen Luthers war die Rückbesinnung auf das unverfälschte Wort der Bibel. Dafür übersetzte der Reformator die Heilige Schrift erstmals vollständig in die deutsche Sprache.

Text: Pfr. Joachim Gerhardt

 

 

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