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Wüster zur Ökumene: Bestandsaufnahme und Zukunft

Bonner Kreissynode tagt am Wochenende

Krankenhausseelsorge, Jugendarbeit und die Situation der Ökumene sind Schwerpunkte der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Bonn am kommenden Wochenende.

"Kirche braucht Handlungsspielräume, auch finanziell", sagt Eckart Wüster, Bonner Superintendent und Pfarrer in Hersel. (Foto: J.Gerhardt) "Kirche braucht Handlungsspielräume, auch finanziell", sagt Eckart Wüster, Bonner Superintendent und Pfarrer in Hersel. (Foto: J.Gerhardt)

Die Synode tagt am Freitag und Samstag, 11./12. November 2005, im Haus der Evangelischen Kirche, Adenauerallee 37, 53113 Bonn. Unter dem Jesus-Wort „Ich war krank und ihr habt mich besucht“ liegt den 88 gewählten Vertreterinnen und Vertretern aus den zehn Gemeinden des Kirchenkreises aus Bonn, Alfter und Bornheim eine Konzeption für die Krankenhausseelsorge vor. Ziel ist der Erhalt eines möglichst flächendeckenden Netzes evangelischer Seelsorge in den Krankenhäusern der Stadt. Angesichts der Krankenhausdichte in Bonn – die Bundesstadt weist im Rheinland die meisten Betten pro Einwohner auf – eine „Mammutaufgabe“, sagt Superintendent Eckart Wüster. Auf Unterstützung hofft der Superintendent unter anderem durch die Stiftung Krankenhausseelsorge, die der Kirchenkreis vor sechs Jahren gegründet hat.
Auch im Bereich Jugendarbeit möchten die Bonner Protestanten einen Abbau verhindern. Dem Kirchenparlament liegt ein Beschluss vor, die kreiskirchliche Koordinationsstelle um ein Jahr zu verlängern und zugleich mit den Nachbarkirchenkreisen über eine gemeinsame Struktur nachzudenken.

Ausgeglichener Haushalt angestrebt - ohne Rücklagen-Entnahme

Dass der Bonner Kirchenkreis trotz allgemein sinkender Kirchensteuer-Einnahmen erstmals seit zwölf Jahren wieder einen ausgeglichenen Haushalt ohne Rücklagenentnahme vorlegen kann, ist laut Wüster „Ergebnis eines umfangreichen Sparkonzepts“, das von der Synode ebenfalls genehmigt werden muss. „Innovativ bleiben und Handlungsspielräume bewahren“ lautet das Motto, so Wüster. Entsprechend wird das Kirchenparlament auch über den Aufbau eines professionellen Fundraising für die evangelische Kirche in Bonn nachdenken.
Mit Spannung erwartet wird der Jahresbericht (Freitagabend 19.45 Uhr), in dem der Superintendent traditionell die für die Kirche wichtigten Ereignisse und Entwicklungen aufzeichnet. Wüster hat angekündigt, sich unter anderem mit der Lage kirchlicher Kindergärten zu beschäftigen sowie sich grundsätzlich zur Situation der Ökumene vor Ort zu äußern.
Gewählt wird auch, und zwar am frühen Samstagnachmittag: Die Nachwahl für den Kreissynodalältesten Dirk Stock (Apostelkirchengemeinde Bonn-Tannenbusch) steht an, der aus beruflichen Gründen Bonn verlassen muss. Gesucht wird ein Finanzexperte, denn Dirk Stock war im Kreissynodalvorstand (KSV) für den Haushalt zuständig. Es stehen mehrere Kandidaten zur Wahl.

Die öffentliche Synode beginnt traditionell mit einem Festgottesdienst in der evangelischen Schlosskirche (Hauptgebäude Universität), am Freitag um 17.30 Uhr. Für die Beratungen am Samstag sind sechs Stunden (9.00 bis 15.00 Uhr) veranschlagt.

 

 

 

Joachim Gerhardt /

 


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