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Kircheneintrittsstelle

Superintendent Wüster: "Neues Bewusstsein für Kirche"

Der Trend hält an: Mehr als 800 Wiedereintritte in den letzten vier Jahren in der Stadt Bonn. "Jeder Mensch ist ein Reichtum für die Kirche" sagen die Mitarbeiter der Kircheneintrittsstelle. Ab sofort ziert die Stelle das offizielle Signet der EKD.

Mit neuem Signet der EKD: Die Bonner Kircheneintrittsstelle mit Superintendenten Eckart Wüster (l.), Kirchenpavillon-Leiterin Martina Baur-Schäfer und Presssepfarrer Joachim Gerhardt. (Foto: Lothar Homey) LupeMit neuem Signet der EKD: Die Bonner Kircheneintrittsstelle mit Superintendenten Eckart Wüster (l.), Kirchenpavillon-Leiterin Martina Baur-Schäfer und Presssepfarrer Joachim Gerhardt. (Foto: Lothar Homey)

Anlässlich der Anbringung des offiziellen Signets der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Portal des Bonner Kirchenpavillons erklärte Superintendent Eckart Wüster: "Das wieder erwachte Interesse an Religion und Christentum kommt auch der Kirche zu Gute. Kirche spielt im Bewusstsein der Menschen wieder eine wichtigere Rolle. Das freut uns und zeigt zugleich, dass die Wiedereintrittsstellen ein wichtiges Angebot unserer Kirche sind."

Superintendent Wüster zeichnete im Namen der Rheinischen Landeskirche den Evangelischen Kirchenpavillon in der Bonner Innenstadt mit dem neuen bundesweiten und offiziellen Signet „Kircheneintrittsstelle“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) aus. Allein in der Bonner Stelle sind seit Eröffnung im Dezember 2002 insgesamt 415 Personen wieder in die Kirche eingetreten. Zusammen mit den Wiedereintritten in den Gemeindepfarrämtern treten in Bonn im Jahr pro Jahr etwas 240 Personen wieder in die Kirche ein. Mit Eröffnung der Eintrittsstelle haben in Bonn übrigens auch die Eintritte in den Gemeinden um rund 20 Prozent zugenommen,

„Wir haben bereits Monate, in denen mehr Menschen zurückkommen als austreten“, beschreibt Pfarrer Joachim Gerhardt, Leiter der Wiedereintrittsstelle, ein für eine Stadt von mehr als 300.000 Einwohnern bundesweit „wohl bislang einmaliges Phänomen“. Der Trend sei aber bundesweit spürbar: „Die Austrittszahlen sind in den vergangenen fünf Jahren deutlich zurückgegangen. Die Zahlen der Wiedereintritte so hoch wie seit den 60-er Jahren nicht mehr. Nach den Wellen der Kirchenaustritte in den 80- und 90-er Jahren können wir durchaus von einer Kircheneintrittswelle sprechen“, so Pfarrer Gerhardt.

Gründe sind nach Einschätzung von Martina Baur-Schäfer, Leiterin des Evangelischen Kirchenpavillons, eine „neue und bewusstere Suche der Menschen nach Werten und Spiritualität“. „Vielen Menschen ist es auch einfach wieder wichtig, Mitglied der Kirche zu sein. Kirche scheint als Institution wieder gefragt.“ Nicht wenigen sei es zum Beispiel ein Anliegen, in Zeiten von Sozialabbau mit der eigenen Kirchensteuer die Arbeit der Kirche für die Gesellschaft zu unterstützen, nennt Martina Baur-Schäfer eine Erfahrung aus den Eintrittsgesprächen im Kirchenpavillon.

 

 

Willkommen...in der Kirche.  Kirche wird mit jedem Menschen reich Stück reicher, so Superintendent Eckart Wüster (v.l.), Martina Baur-Schäfer und Pfarrer Joachim Gerhardt. (Foto: Lothar Homey) LupeWillkommen...in der Kirche. Kirche wird mit jedem Menschen reich Stück reicher, so Superintendent Eckart Wüster (v.l.), Martina Baur-Schäfer und Pfarrer Joachim Gerhardt. (Foto: Lothar Homey)

Kontakt:

Die Bonner Kircheneintrittsstelle bietet zwei Eintrittsmöglichkeiten:

Weitere Hintergründe

• Die Kircheneintrittsstelle in Bonn ist die dritte dieser Art in NRW nach Wuppertal und Düsseldorf. Allein in NRW gibt es 44. Also ein Drittel aller Stellen in Deutschland. Bundesweit gibt es mittlerweile 125.

• In der Bonner Region gibt es noch eine Kircheneintrittsstelle an der Evangelischen Stadtkirche, der Johanniskirche in Troisdorf (Leiter Pfr. Dietmar Pistorius, Tel.: 022 41 / 12 67 80) im Kirchenkreis An Sieg und Rhein. Zudem bietet der Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel eine Mobile Eintrittsstelle, die bei großen Veranstaltungen angebiten wird.

• Bundesweit kommt im Schnitt laut EKD auf drei Austritte ein Wiedereintritt. Tendenz der Austritte fallend. Wiedereintritte steigend.In der Bonner Kircheneintrittsstelle treten im Schnitt 2 Personen pro Woche ein, es gibt auch Wochen (vor allem Advents- und Passionszeit), da sind es 3 oder 4. In der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), mit rund drei Millionen Mitgliedern die zweitgrößte evangelische Landeskirche in Deutschland, gab es laut Statistikstelle EKiR 2006 insgesamt 7.269 Wiedereintritte und 13.565 Austritte.

• Wieder eintreten in die Evangelische Kirche können alle Menschen, die christlich getauft sind und damit einer christlichen Kirche – verbunden in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirche (ACK) – angehörten.

Zum Eintritt muss man sich ausweisen können und sollte – sofern vorhanden – Taufurkunde und Austrittsbescheinigung mitbringen.

• Grundsätzlich kann und konnte immer schon jede/r Gemeindepfarrer/in eine Wiederaufnahme vollziehen. Das neue Verfahren über die Wiedereintrittsstellen gibt es im Rheinland seit 2001. In den Landeskirchen sowie jetzt offiziell EKD-anerkannten Kircheneintrittsstellen können Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet eintreten.

• Im Mittelpunkt der Wiederaufnahme in einer Kircheneintrittsstelle steht ein seelsorgerliches Gespräch. Es gibt keine Glaubensprüfung. Die Menschen erhalten zum Abschluss der Wiederaufnahme in Bonn mit Gottes Segen eine Urkunde sowie eine Kerze oder einen kleinen Engel als Geschenk.

Weitere Infos zum Wiedereintrittsverfahren in Bonn hier.

 

 

ger /

 


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