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24. Februar 2008: Presbyteriumswahl

An die Urne!

Mehr als 200.000 Protestanten in Bonn und in der Region sind an die Urne gerufen. Am Sonntag, 24.Februar, wird in den evangelischen Kirchengemeinden das wichtigste Entscheidungsgremium gewählt: das Presbyterium.

Wahlberechtigt sind alle evangelischen Christen, die 16 Jahre alt sind oder schon konfirmiert wurden. In der rheinischen Landeskirche sind das 2,5 Millionen wahlberechtigte Protestanten. Die Zahl der gewählten Vertreter variiert je nach Größe der Gemeinde: Mancherorts gibt es acht Presbyter, andernorts 40.

Insgesamt kandidieren in der Evangelischen Kirche im Rheinland dieses Jahr über 9.000 Gemeindemitglieder für die verantwortungsvolle und ehrenamtliche Tätigkeit im Presbyterium. Das Wort Presbyterium leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet soviel wie Ältestenrat. Heute können alle volljährigen Protestanten für das Amt kandidieren. Das Presbyterium entscheidet über alle wichtigen Angelegenheiten der Gemeinde ( z.B. Pfarrwahl, Kindergartenausbau, Kirchenrenovierung, Liturgie im Gottesdienst ) und wählt Vertreterinnen und Vertreter in die Kreissynode und weitere kirchliche Gremien.

Zu den drei Kirchenkreisen in der Bonner Region (Bonn, Bad-Godesberg-Voreifel und An Sieg und Rhein) gehören insgesamt 57 Kirchengemeinden mit rund 230.000 Gemeindemitgliedern. Im Stadtgebiet Bonn sind derzeit 250 Presbyterinnen und Presbyter aktiv, in der gesamten Region rund 800. Nur in den Gemeinden bzw. Gemeindebezirken, die nicht mehr Kandidaten als Plätze gefunden haben, findet keine Wahl statt (sechs Gemeinden in unserer Region). Die aufgestellten Kandidaten gelten dann als gewählt.

Neu: Erstmals werden im Rheinland die Presbyterien für vier Jahre gewählt. Früher wurde jeweils die Hälfte der Presbyter für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Wiederwahl ist möglich. Da es in der Kirche keine Parteien oder Fraktionen gibt, findet in der Regel kein Wahlkampf statt. Die Kandidaten haben sich in den vergangenen Wochen in Gemeindeversammlungen vorgestellt.

Am Wahlsonntag sind die Wahllokale in den Gemeindehäusern nach dem Gottesdienst bis 18.00 Uhr geöffnet. Briefwahl ist bis zum Samstag abend möglich. Nach der Stmmenauszählung laden viele Gemeinden mit "Wahlpartys" zur Bekanntgabe der Ergebnisse ein.

Übrigens: Jüngste Kandidatin in Bonn ist dieses Mal Vanessa Bartsch. Die 20-jährige studiert Theologie, ist bereits in der integrativen Jugendarbeit aktiv und kandidiert in der Lukaskirchengemeinde Bonn-Nord/Auerberg.  

 

 

 

Anja-Lisa Schroll /

 


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