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Buß- und Bettag 2008 in Bonn und der Region

Ein stiller Tag der Besinnung

Auch zum diesjährigen Buß- und Bettag am Mittwoch, 19. November 2008, werden in allen evangelischen Kirchen Bonns und der Region Gottesdienste gefeiert. Laut Superintendent Eckart Wüster hat dieser Feiertag „nichts von seiner Aktualität verloren“.

Ehrlich sein zu sich und seiner Umwelt. Der Buß- und Bettag bietet einen guten Anlass, darüber nachzudenken. (Foto: www.busstag.de) LupeEhrlich sein zu sich und seiner Umwelt. Der Buß- und Bettag bietet einen guten Anlass, darüber nachzudenken. (Foto: www.busstag.de)

Pfarrer Eckart Wüster: „Wie kein anderer Tag im Jahr erinnert der Buß- und Bettag daran, dass Menschen fehlbar sind, der Vergebung bedürfen. Dabei ist es vor allem wichtig, die Schuld nicht immer nur bei den anderen zu suchen. Der Buß- und Bettag lädt jeden Menschen ein zu Umkehr und Erneuerung und lässt fragen, wo kann ich in unserer Welt Verantwortung übernehmen. Diese Botschaft wollen wir auch ohne ausdrücklichen gesetzlichen Schutz im öffentlichen Bewusstsein halten.“ Der Buß-und Bettag war 1994 als gesetzlich geschützter Feiertag der Pflegeversicherung zum Opfer gefallen.

Inzwischen feiern in Bonn und der Region viele Kirchengemeinden den Bußtagsgottesdienst ökumenisch. Ein deutliches Zeichen für die gewachsene ökumenische Verbundenheit und das überkonfessionelle Anliegen dieses Tages. Bundesweit bietet das Portal http://www.busstag.de/ viele Impulse für diesen Tag. Es steht dieses Jahr unter dem Motto „Wie ehrlich bin ich zu mir und anderen?“

Alle Gottesdienste im Evangelischen Kirchenkreis Bonn zum Buß- und Bettag finden Sie mit dem Button "Gottesdienste" oben rechts auf dieser Homepage (http://www.bonn-evangelisch.de/).

 

Das aktuelle Stichwort: Der BUß - UND BETTAG

Der Buß- und Bettag ist ein evangelischer Feiertag. Erstmals 1532 im mittelalterlichen Straßburg praktiziert, war er vom preußischen Staat Mitte des vorletzten Jahrhunderts als offizieller und staatlicher Feiertag eingeführt worden. 1994 wur-de er zur Finanzierung der Pflegeversicherung als arbeitsfreier Tag außer in Sachsen bundesweit gestrichen. Unverändert gibt es aber Stimmen in Politik und Ge-sellschaft, die sich dafür einsetzen, den besonderen staatlichen Schutz für diesen Tag wieder einzuführen. Zudem ist es unter Finanzexperten fraglich, ob die Ab-schaffung des Feiertags volkswirtschaftlich überhaupt etwas gebracht hat.

Der Buß- und Bettag drückt die Bereitschaft zur Besinnung und Demut aus und ist damit immer auch ein Anstoß für die Erneuerung der privaten Lebensbeziehungen wie der in der Gesellschaft. Das Zusammenleben auf der Welt kann nur gelingen, wenn der Mensch um seine Grenzen weiß, um seine Verantwortung und seine Schuld. Der Buß- und Bettag gibt diesem Anliegen Ausdruck und hat damit Bedeutung weit über den Kreis der evangelischen Christen hinaus.
 
Text: Pfr. Joachim Gerhardt / Pressereferat Evangelischer Kirchenkreis (2008)

 

 

 

 

 


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