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Karfreitag und Ostern: Predigten in Bonn und der Region

Superintendent Wüster: "Die Welt leidet unter einem Zwang zu siegen"

In ihren Predigten zu Karfreitag und Ostern betonten die Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche in Bonn und der Region die zentrale Bedeutung von Tod und Auferstehung Jesu für den christlichen Glauben.

Die Osterglocke: Sinnbild für das aufbrechende Leben aus einer frostigen Zeit. (Foto: Archiv) Die Osterglocke: Sinnbild für das aufbrechende Leben aus einer frostigen Zeit. (Foto: Archiv)

Für Superintendent Eckart Wüster ist „Karfreitag ist ein absolutes Gegenbild zu dem, was sonst bei uns Geltung und Ansehen hat“. Helden, gefeierte Sieger sähen anders aus. Damals wie heute. „Deutschland sucht sich seinen Superstar. Und über die Stümper, die Verlierer macht man sich lustig. Unsere Gesellschaft leidet unter einem Zwang zu Siegen“, beklagt Wüster. „Die Stärksten, Schönsten, Gesündesten sind unsere Vorbilder, Leitbilder. Karfreitag und Ostern laden uns ein, eine andere Seite des menschlichen Lebens in den Blick zu nehmen, eine andere Wirklichkeit zu leben“, predigt er an Karfreitag und Ostersonntag in der Dreieinigkeitskirche in Hersel.


 

 

Superintendent Eckart Wüster zu Karfreitag und Ostern: "Menschen können ein erfülltes Leben erfahren" (Foto: J.Gerhardt) Superintendent Eckart Wüster zu Karfreitag und Ostern: "Menschen können ein erfülltes Leben erfahren" (Foto: J.Gerhardt)

Der Bonner Superintendent, der auch Mitglied der Kirchenleitung der Rheinischen Landeskirche ist, erinnert daran: „Jesus ist den Weg der Niederlage bewusst gegangen und hat erfahren, dass Gott sich zu ihm bekennt. Es gab für ihn kein Happy-End – aber seine Niederlage war nicht das Ende. Karfreitag und Ostern gehören zusammen und ermutigen uns: Auch wir müssen nicht um jeden Preis siegen und können doch ein erfülltes, geschenktes Leben erfahren“,so Pfarrer Eckart Wüster.

Für Pfarrer Wolfgang Harnisch, stellvertretender Bonner Superintendent, bleibt das Geschehen der Auferweckung an Ostern verborgen. „Was wir wahrnehmen, sind veränderte Menschen. Aus verängstigen Jüngern wurden Glaubenszeugen. Das wurde möglich, weil Gott sich zu dem Gekreuzigten bekennt.“
Die Lebenserfahrung vieler Menschen auch heute sage, mitten im Leben sei man vom Tod umfangen. „Der Osterglaube aber ruft uns zu: Mitten im Tod sind wir vom Leben umfangen. Wenn Menschen getröstet werden in ihrem Leid, neuen Lebensmut gewinnen – so sind das österliche Spuren in unserem Leben“, predigt Harnisch am Ostersonntag im.Martin-Bucer-Haus und der Matthäikirche der Johanniskirchengemeinde Duisdorf.

 

 

 

 

Joachim Gerhardt /

 


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