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Bonner Weihnachtsmarkt

Olivenhausschnitzer aus Bethlehem

Er ist ein Geheimtipp auf dem Bonner Weihnachtsmarkt: ein Olivenholz-Schnitzer aus Bethlehem. Lesen Sie hier mehr von einer lebendigen Tradition und eindrucksvollen Begegnung.

Krippe mit Tradition- aus der Werkstatt von Jeries Ghawaly. (Fotos: von Holst) LupeKrippe mit Tradition- aus der Werkstatt von Jeries Ghawaly. (Fotos: von Holst)

Die Angebote auf dem Bonner Weihnachtsmarkt werden 2008 wieder ergänzt durch einen Olivenholz-Schnitzer aus Beit Jala, einem Nachbarort von Bethlehem. Mit seinem Angebot von Krippen, Krippenfiguren, Weihnachtssternen und Baumschmuck wird er vom 22. November bis 24. Dezember an einem eigenen Stand zu finden sein.

 

 

 

Jeries Ghawaly Jeries Ghawaly

Günther und Sigrid von Holst von der Evangelischen Kirchengemeinden Königswinter stellen den Krippenbauer vor und berichten von ihrer persönlichen Begegnung: Jeries Ghawaly ist Christ. Sein Leben ist aufgrund der schwierigen politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse im Lande nicht leicht. Es ist anders verlaufen, als geplant. Weder konnte er sein Studium beenden, noch eine Ausbildung beginnen. Trotzdem behält er seinen Optimismus und sein Gottvertrauen und ernährt seine Familie mit drei Kindern als Gelegenheits-Installateur.  Abends schnitzt er in der Werkstatt seines Freundes an der Herstellung von Olivenholz-Schmuck. Der Weihnachtsschmuck ist ihre Hoffnung. Es kommen aber nur noch wenige Touristen nach Bethlehem.

Letztes Jahr auf dem Weihnachtsmarkt kauften wir bei ihm ein hübsches Krippenhaus. Wir kannten Beit Jala von früheren Besuchen im Heiligen Land.  Wie er uns erzählte, stammt das oben abgebildete Baumstück aus einer zerstörten früheren Familien-Plantage. Es war ein besonderes Stück. Er lud uns damals ein, ihn in Palästina zu besuchen. Anfang Oktober waren wir bei ihm. Seine junge Frau lud uns begeistert zum Essen ein. Wir wurden begrüßt wie Freunde. Die Gastfreundschaft ist dort ein hohes Gut. Ihre Kinder sind 7, 5 und 3 Jahre alt. Nur mühsam stottern die Eltern das Schulgeld des Zweitklässlers Hanna (Johannes) in Raten ab. Der Älteste hat uns die Namen seiner jüngeren Geschwister in ara¬bischen Buchstaben von rechts nach links aufgeschrieben. Er ist ein helles Bürschchen.

Nach Schließung des vorjährigen Marktes konnte der Vater mit dem Erlös seines Standes auf dem Münsterplatz seine Material-, Reise- und Standkosten gerade decken. Nun kommt er wieder und freut sich auf Bonn. Er spricht Englisch. Wir haben einen palästinensischen Freund gewonnen.

 

 

Familie Ghawaly LupeFamilie Ghawaly

Wenn man ihn auf dem Weihnachtsmarkt besucht, ist er froh. Vielleicht schauen dieses Mal mehr Besucher bei ihm vorbei. Und wenn sie eines dieser feinen braunen Oliven-Stücke mit ihrer dezenten Maserung in die Hand nehmen, befühlen sie nicht nur ein geschmeidiges Holz, sondern eine wichtige Kultur, die mit alter Frömmigkeit und Tradition im Lande der Bibel zu tun hat. Jeder Kauf wird seiner Familie helfen."
      

UNSER TIPP: BonnerWeihnachtsmarkt: Besuchen Sie auch die "Ökumenische Kirchenmeile" vor dem Bonner Münster!

 

EB/ger /

 


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