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Rolle der Religionen in der einen Welt:

Hochkarätiger Studientag anlässlich der Bonner UN-Konferenz

"Vielfalt der Religionen in der einen Welt" ist das Motto eines hochaktuellen Studientags, zu dem die Bildungswerke der Evangelischen und Katholischen Kirche sowie das Kulturamt der Stadt Bonn am Mittwoch, 28. Mai 2008, nach Bad Godesberg einladen.

Es geht um die Wahrheit und um Verständigung: der Studientag bringt Repräsentanten aller großen Weltreligionen zusammen. LupeEs geht um die Wahrheit und um Verständigung: der Studientag bringt Repräsentanten aller großen Weltreligionen zusammen.

Mitwirkende sind Murat Aslanoglu, muslimischer Vorsitzender des Koordinierungsrates der Vereinigungen des christlich-islamischen Dialoges in Deutschland e.V., der Rabbiner Professor Dr. Walter Homolka, Rektor des Abraham Geiger Kollegs in Potsdam, Dr. Tilak Raj Chopra, Indologe an der Bonner Universität, der evangelische Theologieprofessor und Kirchenpräsident der Landeskirche von Hessen und Nassau, Prof. Dr. Dr. Peter Steinacker, der Bonner römisch-katholische Fundamentaltheologe Prof. Dr. Hans Waldenfels sowie Tissa Weeraratna, Geschäftsführer des Buddhistischen Hauses in Berlin.

Auch die Moderation der Veranstaltung ist hochkarätig: der langjährige Chefredakteur des General-Anzeigers Joachim Westhoff sowie George Khoury von der Deutschen Welle und Jürgen Liminski vom Deutschlandfunk. Der Studientag ist zugleich die jährliche "Annemarie Schimmel Lecture" und findet statt angesichts des UNO-Kongresses "Biodiversität", der im Mai in der Bundes- und UN-Stadt Bonn tagt.

"Die globalisierte Welt ist von grenzenlosem Austausch der Menschen und Informationen, des Kapitals und der Waren geprägt. Da erscheint es als Aufgabe der Welt-Innenpolitik, die Grundlinien des Miteinanders der Weltreligionen zu denken", erklären die Veranstalter - "Evangelisches Forum", das "Katholische Bildungswerk" sowie das Kulturamt der Stadt Bonn - das Ziel des Symposiums. Wo sind heute die Möglichkeiten, wo sind die Grenzen eines Miteinanders der Religionen? Welche aktuellen Konflikte können die Weltreligionen mäßigen? Gibt es eine gemeinsame ethische Basis und wenn ja, wie lässt sie sich unter die Menschen bringen? Diese Fragen und mehr sollen angesichts der Bonner UN-Konferenz im globalen Kontext diskutiert werden.

 

 

Was ist neu an dieser besonderen Veranstaltung?

Josef Herberg (Leiter Katholisches Bildungswerk Bonn): Bei unserer Veranstaltung treffen Repräsentanten von sechs Weltreligionen zu einem ausführlichen Gespräch zusammen. In zwei Teilpodien und einer Gesamtrunde unter fachlicher Moderation von drei hervorragenden Journalisten werden sie die zentralen Grundsatzfragen des Verhältnisses der Religionen zueinander diskutieren.

Axel von Dobbeler (Leiter Evangelisches Forum Bonn): Der besondere Zugang dieser Veranstaltung liegt im Grundgedanken der Vielfalt. Nicht die Zurückführung des Verschiedenen auf etwas Gemeinsames, sondern die Freude an der Vielfalt steht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit dieses Tages.

Josef Herberg: Damit ist scheinbar der Wahrheitsanspruch, den zumindest die Offenbarungsreligionen Judentum, Christentum und Islam haben, in Frage gestellt. Und das Gespräch dreht sich natürlich darum, wie nun in der einen Welt der in der Tradition der Religionen zentrale Wahrheitsanspruch zu moderieren ist.

Axel von Dobbeler: Mit dem Symposium greifen wir den Grundgedanken der Biodiversität auf und wenden ihn auf die Religionen an. Also liefern wir als kirchliche Bildungswerke zusammen mit dem Kulturamt unseren sehr spezifische Beitrag zur UNO-Konferenz. Sowohl bei der Bio-Diversität als auch bei der religiösen Diversität geht es um die Zukunft unseres Planeten.

Josef Herberg: Die Religionen haben die Aufgabe, ihr Verhältnis zueinander, das natürlich von Spannung und Gewalt bedroht ist, friedlich und im Sinne einer weltweiten Gerechtigkeit zu regeln.


Wer soll nach dem Willen der Veranstalter an der Konferenz teilnehmen?

Dazu sagen sowohl Axel von Dobbeler als auch Josef Herberg: Wir wünschen uns, dass alle teilnehmen, die im Alltag der Familie oder ihres Berufes mit der Verschiedenheit der Religionen konfrontiert sind. Wir hoffen, dass sie den Impuls erhalten, religiöse Verschiedenheit in ihrer Lebenssituation fruchtbar zu gestalten. 
  

 

 

 

Joachim Gerhardt /

 


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