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"Kanzelreden" mit der NRW-Schulministerin:

Sommer: "Kein Kind darf verloren gehen!"

Kopfnoten, Menschenbild und Schule - NRW-Schulministerin Barbara Sommer sprach am Sonntagabend in der Reihe "Kanzelreden" in der Bonner Kreuzkirche und legte Verse aus dem Römerbrief aus. Motto: "Verschiedene Gaben, nach der Gnade, die uns gegeben ist".

Ministerin Barbara Sommer auf der Kanzel der Bonner Kreuzkirche (Foto: forum schule) LupeMinisterin Barbara Sommer auf der Kanzel der Bonner Kreuzkirche (Foto: forum schule)

„Kein Kind darf im Schulsystem verloren gehen“, sagte die CDU-Politikerin in der an diesem Abend gut besuchten evangelischen Stadtkirche. Sie betonte: Die individuelle Förderung eines jungen Menschen sei für die die zentrale Aufgabe moderner Schule.

Sommer nannte das christliche Menschenbild Ausgangspunkt ihrer Vorstellungen von guter Erziehung und Bildung. „Wir müssen jeden Jugendlichen in seiner Einzigartigkeit als Gottes Geschöpf annehmen.“ Sie sprach sich für eine neue Wertschätzung von Schülern aus und warnte davor, Schülrinnen und Schüler "bloß als zukünftige Arbeitskräfte oder Akteure im Wirtschaftsleben sehen“. Entscheidend  für die Förderung und Bewertung eines Menschen dürfe nicht sein, ob er seinem gesellschaftspolitischen Wunschbild entspreche.

Sommer verteidigte die Einführung von „Kopfnoten“ in Schulzeugnissen. Sie seien eine wichtige Ergänzung zu den Fachnoten, weil sie das Ziel hätten, die Persönlichkeit des Schülers zu erfassen. „Moderne Erziehung und Bildung heißt: Liebe, Zuwendung, Vertrauen, Geborgenheit, Hilfe und Verlässlichkeit von Elternhaus und Schule.“

Sommers Kanzelrede wurde gerahmt von eindrucksvoller und stimmungsvoller Orgelmusik durch Berthold Wicke, Kantor der benachbarten Lutherkirche. Wicke spielte Werke von Antonio Vivaldi und eine fulminante Eigenbearbeitung der "Rhapsody in blue" von George Gershwin.

Weitere Gäste in der inzwischen zehn Jahre alten Prominenten-Pedigtreihe „Kanzelreden“ in der Kreuzkirche am Kaiserplatz, der evangelischen Stadtkirche in Bonn, sind dieses Jahr noch der Hamburger Reeder Peter Kremer am 26. Oktober sowie Bundesfinanzminister Peer Steinbrück am 16. November, jeweils Sonntagabends 18.00 Uhr. Die Reihe ist eine gemeinsame Veranstaltung der Bonner Kreuzkirchengemeinde und des Evangelischen Forum Bonn. Prominente aus Gesellschaft und Kultur, Politik und Wirtschaft, Medien und Sport sind dabei eingeladen, sich persönliche Gedanken zu einem selbstgewählten biblischen Thema zu machen.

 

 

 

Joachim Gerhardt / 28.09.2008

 


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