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Besondere Angebote am Heiligabend in Bonn und der Region

Auch für Alleinstehende und "weihnachtlich Heimatsuchende"

Weihnachten kann auch ein einsames Fest sein. Gerade für Menschen, die keine Familie haben und den besinnlichsten Tag im Jahr ohne Freunde und Bekannte verbringen müssen.

Der Herrnhunter Stern: Ein beliebtes Sinnbild für Weihnachten leuchtet auch in vielen Kirchen in Bonn und der Region (Foto: Archiv KK Bonn) Der Herrnhunter Stern: Ein beliebtes Sinnbild für Weihnachten leuchtet auch in vielen Kirchen in Bonn und der Region (Foto: Archiv KK Bonn)

Die Kirchen in Bonn laden deshalb in ökumenischer Weite alle Jahre wieder zu besonderen Veranstaltungen ein, die ausdrücklich allen Interessierten offen stehen und auch Menschen ferner der klassischen Familiengottesdienste ansprechen wollen. Lesen Sie hier eine kleine Auswahl von außergewöhnlichen Gottesdiensten und besonderen Weihnachtsfeiern:

Auf eine lange Tradition blickt die von Pfarrerin Elisabeth Daub vor mehr als 20 Jahren erstmals initiierte Feier auf dem Brüser Berg zurück. Im Gemeindesaal der Edith-Stein-Kirche in der Borsigallee wird am Heiligen Abend in ökumenischer Gemeinschaft von 18.00 bis 21.30 Uhr ein festliches Buffet errichtet. Auf dem Programm stehen gemeinsam Essen, Singen, Spielen, Reden und Zuhören. Ein Angebot für alle, denen zuhause die Decke auf den Kopf fällt, und das jedes Jahr größeren Zuspruch erfährt. Gäste dürfen auch gerne etwas für das Büffet mitbringen. Anmeldungen sind gewünscht, spontane Besucher aber immer willkommen. (Infos bei Pfarrbüro St. Rochus Tel. 0228 / 62 22 02). Bei Bedarf wird ein Fahrdienst eingerichtet.

Offene Kirche bis weit nach Mitternacht

Auch zu vorgerückter Stunde halten am Heiligen Abend einige Gemeinden bewusst ihre Kirchen und Gemeindehäuser offen. In der Lutherkirche in der Bonner Südstadt Reuterstraße 11) gibt es laut Pfarrer Joachim Gerhardt ab Mitternacht für alle „weihnachtlich Heimatsuchenden“ Brot, Käse und Wein. Das Angebot schließt sich nahtlos an den in Bonn einzigartigen Christnacht-Gottesdienst mit Kerzenmeditation bei weihnachtlicher Klezmer- und Jazzmusik um 23.00 Uhr an. Dort spielt das Trio „Silent Night“ mit Michael Neuhalfen (Klarinette), Thomas Bräuer (Cello) und Kantor Berthold Wicke (Klavier & Orgel). „Es ist ein Ros entsprungen“ lautet das Motto. Pfarrer Gerhardt freut sich wieder auf eine „stimmungsvolle und lange Christnacht“ in der Lutherkirche. „Weihnachten muss keiner alleine bleiben“, betont er und verspricht: „Die Kirche bleibt so lange geöffnet, bis der letzte gegangen ist.“                                                             

Nachtwanderer sind auch in der evangelischen Kreuzkirche willkommen. Die große Bonner Innenstadtkirche am Kaiserplatz lädt mit Pfarrer Gerhard Schäfer spät, nämlich erst um 24.00 Uhr zur Christmette ein. Kantorei, Kammerchor und Orchester der Kreuzkirche unter Leitung von Karin Freist-Wissing spielen festliche Chor- und Orchestermusik.

Besonderes bietet auch die Godesberger Christuskirche (Wurzerstr. 31) zur Christmette um 23.00 Uhr. Höhepunkt und Mittelpunkt der besonders meditativen Feier ist laut  Pfarrer Oliver Ploch erstmals der Tanz einer professionellen Tänzerin rund um das Thema Maria.

Wer zu später Stunde noch ein weihnachtliches Schauspiel sucht, ist in Alfter-Witterschlick willkommen. Pfarrer Andreas Schneider lässt erstmalig zur Christmette um 23.00 Uhr in der Jesus-Christus-Kirche (Witterschlicker Allee 2) von Jugendlichen die Entstehungsgeschichte des Klassikers „Stille Nacht, heilige Nacht“ aufführen. In kammerspielartiger Kulisse in der Kirche erwartet die Gottesdienstgemeinde eine eindrucksvolle Inszenierung.

Bahnhofsmission im Bonner Hauptbahnhof: Weihnachtsstimmung an Gleis 1

Traditionell zu den Weihnachtstagen gefragt ist auch die Bonner Bahnhofsmission. „Wir haben am 24. Dezember von 11.00 bis 17.00 Uhr „offenes Haus für Gespräche und konkrete Hilfe“ , betont die neue Leiterin Grit de Boer. Sie hat mit ihrem Team von Ehrenamtlichen die Räumlichkeiten als „Rastplatz für die Seele“ eigens weihnachtlich geschmückt, um „zumindest etwas heilige Atmosphäre“ an Gleis 1 im Hauptbahnhof zu schaffen. „Viele Menschen sind an diesem Tag unterwegs und manche wissen auch nicht wohin“, sagt Grit de Boer und erinnert daran: „Das war vor 2000 Jahren bei Maria und Josef auch nicht anders“. Die in Bonn gemeinsam von Caritas und Diakonie getragene Einrichtung hat auch die Feiertage durchgehend von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Eine Bonner Institution ist die Weihnachtsfeier im evangelischen Kirchenpavillon in der Innen-stadt (Budapesterstraße 7, Nähe Friedensplatz). Hier trifft sich seit Jahren eine eigene Weihnachtsgemeinde, zu der jedes Jahr neue Menschen, vor allem alleinstehende oder sozial schwache stoßen. „Wir wollen Menschen gerade zu Weihnachten einen Ort des Willkommens bieten“, so die Pavillon-Leiterin Martina Baur-Schäfer. Die öffentliche Weihnachtsfeier mit Imbiss in Deutschlands ältester Citykircheneinrichtung ist dieses Jahr bereits von 12.00 bis 14.00 Uhr mit einem Gottesdienst, gehalten von Pfarrer Wolfgang Wallrich unter dem Thema „Singen – beten – schweigen – hören“.

Rund um die Uhr an den Feiertagen ist wie immer in Bonn und der Region auch die Telefonseelsorge besetzt. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem ökumenisch besetzten Team verzichten dabei auf die eigene Feier im Kreise der Familie, weil sie aus Erfahrung wissen, wie wichtig dieses Angebot gerade in der Weihnachtszeit ist. Der Anruf unter 0800/ 11 10 111 ist kostenlos.

 

 

 

 

Joachim Gerhardt /

 


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