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10 erfolgreiche Jahre Stiftung Krankenhausseelsorge

Die Stiftung Krankenhausseelsorge des Evangelischen Kirchenkreises Bonn ist zehn Jahre. Das wurde Sonntag, 10. Oktober 2010, mit einem Festgottesdienst in der Bonner Schlosskirche gefeiert. Lesen Sie eine Bilanz zur Stiftungsarbeit mit Jürgen Reifarth.

"Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht" - das Jesuswort ist in Bonn Leitwort der Stiftung Krankenhausseelsorge. (Foto: Maike Böschemeyer) Lupe"Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht" - das Jesuswort ist in Bonn Leitwort der Stiftung Krankenhausseelsorge. (Foto: Maike Böschemeyer)

Im Festgottesdienst predigte der Bonner Theologieprofessor Reinhard Schmidt-Rost über das Leitwort der Stiftung „Ich war krank und ihr habt mich besucht“ (Mt 25, 36). Ehrenamtliche wie der Bonner Medizinprofessor Dr. Tilman Sauerbruch berichteten, warum sie sich in der Stiftung engagieren. Die Krankenhausseelsorger gestalteten die Liturgie. Caroline Prozeller an der Orgel und Thomas Müller an der Trompete sorgten für den musikalischen Rahmen.

 

 

Dr. Jürgen Reifarth lenkt seit zehn Jahren ehrenamtlich mit hohem Einsatz und Geschick als Vorsitzender die Stiftung Krankenhausseelsorge des Kirchenkreises Bonn. LupeDr. Jürgen Reifarth lenkt seit zehn Jahren ehrenamtlich mit hohem Einsatz und Geschick als Vorsitzender die Stiftung Krankenhausseelsorge des Kirchenkreises Bonn.

Zehn Jahre Stiftung: Hier ein Bilanz des Stiftungsvorsitzenden Dr. Jürgen Reifarth in einem Gespräch, das er September 2010 für die Bonner Kirchenzeitung PROtestant mit Angela Beckmann geführt hat:

„Das Geld ist flexibel und schnell einsetzbar“

PRO: Warum gibt es seit zehn Jahren eine Stiftung Krankenhausseelsorge?

Reifarth: Erstens gibt es in Bonn sehr viele Krankenhäuser. Zweitens ist deshalb dieser Bereich ein wichtiger Teil der Seelsorge der Kirche. Und drittens hat die Krankenhausseelsorge besondere Aufgaben, die man mit einer Stiftung besonders flexibel unterstützen kann. Zum Beispiel besondere Beratungsangebote,  Konzerte und Formen der Betreuung, die nicht im „Standardprogramm“ der Kirche vorgesehen sind.

PRO: Könnte sich die Evangelische Kirche Krankenhausseelsorge ohne die Stiftung überhaupt leisten?

Reifarth: Das ist keine Frage des Ob, sondern des Wie. Die Finanzsituation der Kirche ist angespannt, dennoch würde es immer eine Minimalversorgung geben. In dieser Situation ist es gut, zusätzliche Mittel zu haben. Außerdem: Das Geld der Stiftung ist flexibler einsetzbar und wir sind sehr nah dran am Thema.

PRO: Wie ist die Struktur?

Reifarth: Wir haben einen fünfköpfigen Vorstand, der mit zwei Laien und drei Seelsorgern besetzt ist. Dazu gibt es ein beratendes Kuratorium und die Aufsicht durch den Kirchenkreis. Wir kennen uns alle, Seelsorger und Klinikverantwortliche in Bonn. Anträge können deshalb relativ informell gestellt werden, etwa per E-Mail, und dann entscheidet der Vorstand recht schnell.

PRO: Woher kommt das Geld der Stiftung?

Reifarth: Von vielen uns so wichtigen Klein-Spendern und von einem Einzelnen, der anonym bleiben will und den auch wir im Vorstand nicht kennen. Er hat 350.000 € gestiftet, und wir sind ihm sehr dankbar dafür. Der Stifter wollte das Geld bewusst diesem speziellen Zweck stiften, was auch für jeden anderen Spender gilt: Wer für die Stiftung spendet, der kann sicher sein, dass sein Geld genau diesem Zweck zu Gute kommt.

PRO: Wieviel Geld können Sie jedes Jahr ausschütten?

Reifarth: Derzeit haben wir ein Stiftungskapital von gut € 400.000. Da wir mittlerweile recht bekannt sind, kommt zu den Zinsen ein Spendenaufkommen von bis zu €10.000 im Jahr hinzu, so dass wir gut € 20.000 einsetzen können. Damit können wir schon einiges machen.

PRO: Sie sind über zehn Jahre der Vorsitzende der Stiftung. Warum engagieren Sie sich persönlich?

Reifarth: Der Anlass war die Gründung der Stiftung. Ich bin ja schon lange kirchlich engagiert, und hauptamtlich bei der Stiftung Caesar, also im Stiftungswesen tätig. Außerdem ist dies ein Bereich, den ich gerne unterstütze, weil er Menschen in kritischen Situationen hilft und in einer Situation, in die jeder von uns geraten kann.

PRO: Was hat sich in den zehn Jahren verändert?

Reifarth: Dass es weniger Hauptamtliche der Kirche für diese Aufgabe gibt. Das führt dazu, dass es schwieriger wird, individuelle Projekte durchzuführen, denn jemand muss gute Ideen auch umsetzen. Es ist auch schwerer, Ehrenamtliche zu gewinnen, denn die müssen geschult und begleitet werden. Damit wird die Arbeit der Stiftung noch notwendiger.

PRO: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Reifarth: Phantasievolle Ideen für Projekte, das entsprechende Geld sowie die Leute, um sie durchführen zu können. Und ich wünsche mir zusätzliche Spenden, damit wir Projekte fortführen oder einrichten können. Zum Beispiel finanzieren wir die Arbeit einer Diplompsychologin, die Eltern nach Fehl- oder Todgeburt eines Kindes betreut. Wir möchten außerdem in der Lage sein, Seelsorge für die Mitarbeiter in den Kliniken anbieten zu können, denn deren Belastungen werden immer größer.

Weitere Informationen: www.stiftung-krankenhausseelsorge-bonn.de

Spendenkonto: Evangelischer Kirchenkreis Bonn, Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 501 98) Konto 19 00 29 00 30 / Zweck:Spende Stiftung Krankenhausseelsorge

 

 

 

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