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Aktuelle Reihe der Lokalradios NRW startet in Bonn:

"Warum bin ich in der Kirche?"

Warum ich in der Kirche bin – und bleibe. Das fragen die Lokalradios in NRW in einer neuen Folge Menschen im Alltag. Auftakt der Reihe macht die Bonnerin Antje Wasmuth, Hören Sie mal rein ...

"Himmel und Erde": Das Magazin der Kirche auch auf unserem Lokalsender in Bonn und der Region jeden Sonntag zwischen 8 und 9 Uhr. "Himmel und Erde": Das Magazin der Kirche auch auf unserem Lokalsender in Bonn und der Region jeden Sonntag zwischen 8 und 9 Uhr.

Hier der Beitrag aus der Sendung „HIMMEL UND ERDE“ vom 28. März 2010 – zu hören zwischen 8.00 und 9.00 Uhr auch auf Radio Bonn/Rhein-Sieg – mit Pfarrer Joachim Gerhardt. Die Redaktion hat Manfred Rütten                                             

Moderation:  Zugegeben: Manche treten aus der Kirche aus, andere sind nie drin gewesen, aber unterm Strich kann man festhalten: Von den rund 18 Millionen Menschen in NRW gehören immer noch gut 12 ½ Millionen einer christlichen Kirche an. Warum sie drin sind und auch drin bleiben wollen – dieser Frage wollen wir jetzt und in den nächsten Sendungen mal nachgehen

Joachim Gerhardt: Antje Wasmuth ist 39 Jahre alt. Sie arbeitet als Ärztin in Bonn, ist verheiratet und  Mutter von vier Kindern. Was schätzt sie besonders an ihrer evangelischen Kirche?

Antje Wasmuth: Das Gefühl, dass man mit anderen Menschen glauben kann, die alle von dieser Hoffnung getragen werden, das letztlich alles gut wird, ist noch ein Schritt weiter, noch ein Schritt intensiver als dieses für sich alleine glauben. Das ist das, was mich auch an die Kirche bindet, dieses Gemeinschaftsgefühl und dieses Bewusstsein: Da sind andere, die glauben das Gleiche.

Gerhardt: An ihre allererste Begegnung mit Kirche kann sich Antje Wasmuth noch sehr gut erinnern – auch wenn sie schon lange zurückliegt:

Wasmuth: Das war in meiner Heimatstadt in Marl, ich war ungefähr im Grundschulalter, sechs, sieben. Und hab mit meinen Eltern einen ganz normalen Gottesdienst, einen Familiengottesdienst besucht. Und da hat ein Mädchenchor gesungen. Und der hat gesungen „Gott hat alle Kinder lieb“. Und ich fand dieses Lied so toll und diesen Chor so toll und wollte da unbedingt mitmachen. Der Einstieg in die Kirche ist immer über die Musik gegangen. Und das ist auch heute noch so. Dass mir Musik in der Kirche ganz wichtig ist.

Gerhardt: Bis heute singt Antje Wasmuth deshalb im Kirchenchor. Zu den Proben schafft sie es allerdings kaum noch. Es fehlt die Zeit. Aber ihrer Kirche begegnet sie trotzdem auf Schritt und Tritt:

Wasmuth: … weil unsere Kinder im kirchlichen  Kindergarten sind in unserer Gemeinde. Da leben wir ein großes Stück Kirche, einfach jeden Tag. Und das ist ein wunderschönes Stück Gemeindearbeit, dieser Kindergarten mit allen Aktionen, mit der christlichen Erziehung, die da läuft, ohne dass wir selber was dazu tun, sondern einfach in dem Kindergarten gelebt wird. Und ist ein ganz tolles Gefühl.

Gerhardt: Antje Wasmuth wurde als Baby getauft. Später hat sie sich dann ganz bewusst konfirmieren lassen, erzählt sie. Gab es trotzdem mal einen Augenblick, wo sie überlegt hat, aus der Kirche auszutreten? Da muss sie nachdenken und lacht:

Wasmuth: Es ist schon so ein bisschen wie ´ne Ehe, habe ich das Gefühl. Das war wie so ein Versprechen,  ich empfinde das so, die Taufe, ist ein ewiger Bund. Da tritt man nicht aus.

Joachim Gerhardt für Himmel und Erde

 

 

 

28.03.2010

 


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