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Wort zum Jahreswechsel des Bonner Superintendenten:

Auf ein mutiges neues Jahr

Es ist schon gute Tradition, dass sich Superintendent Eckart Wüster zum Jahreswechsel mit einem persönlichen Wort an die Leserinnen und Leser des General-Anzeigers, der größten Tageszeitung in Bonn, richtet. Lesen Sie hier sein Wort für 2010:

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Das werden Sie kennen: Wenn man sich erschreckt, zuckt man zusammen. Unwillkürlich ziehe ich den Kopf ein. Ich mache mich klein, um die Bedrohung abzuwehren. Das kann bei einem lauten Knall in der Sil-vesternacht passieren, aber auch eine Schreckensmeldung lässt uns innerlich zusammenzucken. Wir evangelischen Christen stellen das neue Jahr wieder unter die Überschrift eines Bibelwortes. Die „Jahreslosung“ für 2010 stammt aus dem Johannesevangelium, Kapitel 14, Vers 1: „Jesus sagt: Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich.“

Sich nicht zu erschrecken, ist leichter gesagt als gelebt. Dass es keinen Schrecken geben könnte, ist auch nicht gemeint. Gründe zu Erschrecken werden wir auch im neuen Jahr genug haben. Leider. Gemeint ist etwas anderes: Mache dich nicht klein, sondern schaue mutig der Realität ins Auge. Wir Christen sagen: Weil wir uns in der Hand Gottes gut aufgehoben glauben, deshalb können wir aufrecht gehen, deshalb erhalten wir den Mut für das, was das Leben uns an Aufgaben gibt. Das wäre doch schon viel, wenn die Schrecken ihre große Macht verlören und wir fähig werden, die nötigen Schritte für eine bessere Zukunft zu tun.

Ich wünsche Ihnen ein gutes, mutiges neues Jahr.

Ihr Pfarrer Eckart Wüster, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Bonn

 

 

 

ger / 31.12.2009

 


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