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Karfreitag und Ostern 2010:

"Es hat mit uns zu tun"

Wie ist der Kreuzestod Jesu zu verstehen? Das fragt Superintendent Eckart Wüster in seinem persönlichen Wort, das er traditionell zu Karfreitag an die Leserinnen und Leser des Bonner General-Anzeigers richtet. Lesen Sie hier seine Gedanken 2010:

Superintent Eckart Wüster, Pfarrer in Hersel, schreibt regelmäßig zu Karfreitag und Ostern eine Andacht im General-Anzeiger, der größten Tageszeitung in Bonn und der Region. (Foto: J.Gerhardt) Superintent Eckart Wüster, Pfarrer in Hersel, schreibt regelmäßig zu Karfreitag und Ostern eine Andacht im General-Anzeiger, der größten Tageszeitung in Bonn und der Region. (Foto: J.Gerhardt)

Wie ist der Kreuzestod Jesu zu verstehen? Über diese Frage ist in unserer evangelischen Kirche und darüber hinaus im zurückliegenden Jahr intensiv gestritten worden. Es war eine fruchtbare Auseinandersetzung.
Sie hat deutlich gemacht, dass es nicht nur eine Deutung des Todes Jesu gibt. Schon im Neuen Testament werden viele verschiedene Bilder gebraucht, um den Tod Jesu zu verstehen: da wird vom Opfer gesprochen, von Stellvertretung, vom Lösegeld, von Gericht und Vergebung, von Sünde und Schuld.
Vielfach sind es Bilder, die wir heute nicht mehr unmittelbar verstehen. Von der Sache aber sind sie nicht überholt; davon bin ich überzeugt. Jesus ist am Kreuz für die Menschen gestorben und die Menschen, die ihm vor 2.000 Jahren gefolgt waren, waren darüber zunächst tief erschüttert. Aber weil sie Ostern erlebt haben, haben sie zugleich erkannt und geglaubt, dass der Tod etwas mit Gott und mit ihnen selbst zu tun hat.
Sie haben gespürt: Jesus hat den Tod auf sich genommen, weil es für ihn der Weg der Liebe ist, der durch den Tod zum Leben führt. Und dieser Weg öffnet auch uns den Weg zum Leben.
Wenn wir nur Jesu Weg der Liebe konsequenter folgen würden: Viel Elend und Not würde uns Menschen erspart bleiben. Wenn wir wieder stärker vom Nächsten her denken und handeln und nicht nur nach dem fragen, was uns passt und für uns gut ist: es würde menschlicher bei uns zugehen, innerhalb und außerhalb der Kirchen.
Möge uns die Hingabe Jesu daran erinnern und uns dazu ermutigen.

Superintendent Pfarrer Eckart Wüster

 

 

 

ger /

 


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