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Partnerschaft der Kirchenkreise Bonn und "Kusini A":

Eine Reise in eine andere Welt – mit 14 Jugendlichen durch Tansania

Im Rahmen der Partnerschaft mit dem Kirchenkreis "Kusini A" reiste im August der Jugendchor der Friedenskirche nach Tansania. Hier berichtet der Chor von höchst eindrucksvollen Begegnungen und Konzerten.

Zu Gast bei Freunden: der Jugendchor der Bonner Friedenskirchengemeinde in einer Schule in "Kusini A" (Foto: Stefanie Graner) LupeZu Gast bei Freunden: der Jugendchor der Bonner Friedenskirchengemeinde in einer Schule in "Kusini A" (Foto: Stefanie Graner)

Lesen Sie hier schon erste, persönliche Eindrücke der Gruppe von 14 Jugendlichen, Pfarrerin Stefanie Graner und Kantorin Katharina Wulzinger. Der Jugendchorbesuch in Afrika war übrigens der erste dieser Art in fast 40 Jahren bewegter Partnerschaftsgeschichte mit dem Kirchenkreis "Kusini A" in äußersten Nordwesten Tansanias. Vor zwei Jahren war erstmals eine Chor aus Kusini Gast in Bonn. Weitere Infos zur Partnerschaft Bonn-Kusini A finden Sie hier.

Hier nun die ersten Berichte aus Tansania 2010:

 

 

Auch gemeinsame Spiele verbinden:Plumssack in einem tansanischen Kindergarten. (Foto: Stefanie Graner) LupeAuch gemeinsame Spiele verbinden:Plumssack in einem tansanischen Kindergarten. (Foto: Stefanie Graner)

EINE REISE ZU FREUNDEN - EINE REISE IN EINE ANDERE WELT

Nach einer langen, anstrengenden Reise kamen wir erschöpft und gespannt in Uganda/Entebbe an. Wir hatten einen 24-stündigen Flug mit Zwischenstopp in Dubai und Addis Abeba hinter uns. Wegen großer Verspätung verbrachten wir die erste Nacht in Entebbe. Erstes Afrika-Flair umfing uns mit einem Stromausfall, welcher uns zwang mit Taschenlampe unter der tröpfelnden Dusche zu stehen. Das afrikanische Feeling erfasste uns vollends auf der Fahrt im voll gestopften Jeep mit dem Gepäck auf dem Dach. Rote, staubige Straßen, Frauen mit Wassereimern auf dem Kopf, das Verkehrschaos, Unmengen von winkenden Kindern, überladenen Holzhütten – viele Eindrücke, die wir bisher nur aus Erzählungen kannten. Am Abend überraschten uns unsere Freunde in Kusini A, Rwantege, mit einer überschwänglichen, herzlichen Begrüßung. Nach der ersten Nacht unter eigenhändig aufgebauten Moskitonetzen erwartete uns ein langer, anstrengender Sonntag. Wir brachten vier Stunden Gottesdienst, zwei Versteigerungen der Kollekte und unser erstes Konzert erfolgreich hinter uns.

Erstaunlicherweise und zu unserer großen Freude waren alle unsere Freunde, die uns 2008 in Bonn besucht hatten, da und wir konnten für einige Tage in ihren Familien wohnen.

Jede Gastfamilie hatte ein eigenes Programm für uns Gäste vorbereitet. So besuchten wir Schulen, Kirchen, Krankenstationen, Kindergärten, Plantagen und Höhlen. Bei vielen Freunden und Familien wurden wir mit Tee und Erdnüssen empfangen. Wir durften den afrikanischen Alltag miterleben – Bananen, Erdnüsse und Cassava schälen,  kochen, Wasser holen, Kaffee pflücken.

Entgegen unserer Sorge bereitete es uns keinerlei Probleme, mit den Plumpsklos und dem Duschen mit Wassereimern zurecht zu kommen. Besonders genossen wir Erfahrungen wie das Fahren auf Motorcycles und der Ladefläche von Jeeps oder das traditionelle Essen auf dem Boden mit den Händen. Diese tollen Erlebnisse wurden nur dadurch möglich, dass unsere Gastfamilien alles dafür getan haben, dass wir uns wohl fühlten. Dabei sind wir eng zusammen gewachsen und haben uns wie zu Hause gefühlt, so dass es uns sehr schwer fiel, uns von ihnen zu trennen. Denn nach vier wunderbaren Tagen trafen wir wieder mit der ganzen Gruppe zusammen und lebten mit unseren tansanischen Freunden auf dem Kirchengelände in Rwantege, besuchten Einrichtungen des Kirchenkreises Kusini A, gaben gemeinsame Konzerte und verbrachten viel Zeit mit Singen, Spielen und Gesprächen.

Autoren: Charlotte, Dominique, Jacqueline, Kristin, Malin, Maurin

 

 

Gruppenbild unter afrikanischem Himmel mit der Botschaft: Auf ein Wiedersehen! (Foto: Friedenskirchengemeinde) LupeGruppenbild unter afrikanischem Himmel mit der Botschaft: Auf ein Wiedersehen! (Foto: Friedenskirchengemeinde)

Herzlichii Willikommenii

„Asante sana!“, zu Deutsch:Danke sehr!, denn Anlass, zu danken, gaben uns unsere tansanischen Freunde genug. Als wir nach der zweitägigen Reise in Kusini A ankamen, waren wir von der Herzlichkeit der Afrikaner überwältigt. Ob selbst gedichtete Willkommenslieder, großzügige Geschenke (z.B. traditionelle Gewänder und sogar ein Ziegenbock) oder die üppigen Mahlzeiten – in jeder Hinsicht spürten wir die Freude unserer Gastgeber, uns eine schöne Zeit zu bereiten.

Mitten zwischen Bananenpalmen lernten wir, Wasser auf dem Kopf zu tragen, und sahen, wie Kaffee angebaut wird.

Motorcycle fahren auf den hügeligen, roten Straßen, war für uns ein besonderes Abenteuer. Wir wurden in viele Dörfer eingeladen, wo wir mit unseren Freunden sowohl deutsche als auch Lieder in Swahili sangen. Beim Tanzen waren wir dagegen eher schüchtern. Viel Spaß hatten wir auch bei Mäxchen, Uno, Zwinkern und Stopptanz mit unseren tansanischen Freunden.

„Feel at home!“, so wurden wir eingeladen und so fühlten wir uns auch.
Hoffentlich sehen wir uns eines Tages wieder. „Kwaheri!“

Sitaizahau Tanzania mimi.
Sitaizahau Tanzania maishani mwangu.
Nchi yenye amani, utilivu na upendo.
Nitaikumbuka Tanzaniamaishani mwangu.

Ich werde Tansania nicht vergessen.
Ich werde Tansania nicht vergessen in meinem Leben.
Ein Land mit Frieden, Harmonie und Liebe.
Ich werde Tansania erinnern mein Leben lang.

Dieses Lied hat Arnord Mushuti , der 2008 zu Gast bei uns in der Friedenskirche war, für uns geschrieben und komponiert.

Autoren: Franzi, Julius, Laura, Laurin, Moritz, Nicola, Paulina, Sabine   


Eine Reise in eine andere Welt – mit 14 Jugendlichen durch Tansania


Mit großer Herzlichkeit und Freude wurden wir nach zweieinhalb Tagen Anreise von unseren tansanischen Chorfreunden in Rwantege empfangen. Immer tiefer tauchten wir über die Tage bis in die Privatunterkünfte der Chorfamilien ein. Bewundernswert dabei war, wie alle Beteiligten sich mit Neugierde, Kreativität, Feingefühl und Respekt während unseres Aufenthaltes bewegt haben. Von allen Gastgebern wurden wir verwöhnt, mit Wasser beliefert und bekocht.

Das hat unseren Aufenthalt zu einem großen Erlebnis mit reichen Erfahrungen gemacht, die uns noch lange begleiten werden.
Dankbar kehren wir nach Bonn zurück, froh und erleichtert, dass alle dieses Abenteuer gut überstanden haben.
Wir wissen, dass wir Freunde in Tansania haben, die völlig anders leben als wir, mit denen wir uns aber zutiefst verbunden fühlen.

Autoren: Stefanie Graner, Ursula Hoffmann-Grünes, Thomas Rademacher, Katharina Wulzinger

 

 

ger /

 


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