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Bonn: Kirchen, Handel und Gewerkschaften verständigen sich auf weniger verkaufsoffene Sonntag

„Vorbildlich“ aus Sicht der Stadt

Kirchen, Handel und Gewerkschaften haben in Bonn erneut eine gemeinsame Vereinbarung zur Begrenzung der verkaufsoffenen Sonntage unterzeichnet.

Unterschrieben: Bonn nutzt nicht die gesetzlichen Möglichkeiten zur Sonntagsöffnung von Geschäften voll aus. (Foto: R.Sentis) LupeUnterschrieben: Bonn nutzt nicht die gesetzlichen Möglichkeiten zur Sonntagsöffnung von Geschäften voll aus. (Foto: R.Sentis)

Als „vorbildlich“ bezeichnet der Bonner Beigeordnete Wolfgang Fuchs die Vereinbarung über die Sonntagsöffnungen der Geschäfte, die von Vertretern des Handels, der Gewerkschaften und der Kirchen im Münster-Carré am 26. Januar 2011 unterzeichnet wurde. Stadtweit wird es drei verkaufsoffene Sonntage geben, in den Stadtteilen kommen noch acht Ausnahmetage hinzu. Die Vereinbarung gilt für drei Jahre und wird vom Rat der Stadt ratifiziert werden. Der Stadtrat hatte eine Einigung zwischen den Beteiligten zur Voraussetzung für seine Entscheidung gemacht.
 
Während der Bonner katholische Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher drauf hinwies, dass in anderen Städten solche Vereinbarungen unter Beteiligung der Kirchen nicht möglich seien, nannte der evangelische Superintendent Eckart Wüster den Schutz des Sonntags als Tage der Ruhe als Motivation für die Beteiligung der Kirchen: „Es geht uns nicht um die Gottesdienste, sondern um die betroffenen Menschen.“ Die Zahl der möglichen offene Sonntage sei in Bonn reduziert worden, sagten beide und nannten als Grund für die Einigung „das dauernde Gespräch zwischen allen Beteiligten nicht nur in dieser Frage“.
 
Für die Gewerkschaften ist wichtig, dass sich die Unterzeichner verpflichten, arbeitsrechtliche Grundlagen zu respektieren und beispielsweise die entsprechenden Zuschläge zu zahlen. Auch der Vertreter des Handels, der Vorsitzende von city-marketing bonn, Oliver Hoffmann, zeigte sich zufrieden mit der Vereinbarung, die einerseits eine Laufzeit von drei Jahren habe, aber im Bereich von längeren Abendöffnungszeiten auch noch Modifikationen zulasse.
 
Bonns neuer Ordnungsdezernent Wolfgang Fuchs zeigte sich erstaunt über den Prozess und nannte das Ergebnis einen „großen Erfolg“. Er habe selbst erlebt, dass in anderen Kommunen solche Vereinbarungen nicht möglich seien. Der Münsterpfarrer Msgr. Wilfried Schumacher kündigte an, dass der Münsterladen sich nicht an den Sonntagsöffnungen beteilige, aber das Münster selbstverständlich geöffnet sei. „Wenn Menschen in der Stadt sind, dann sind wir auch für sie da.“

 

 

 

 

 


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