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"Was ist Wahrheit?": Ein höchst eindrucksvolles Musik-Tanz-Theater in der evangelischen Stadtkirche

Johannespassion 2011 in der Kreuzkirche: Stimmen zur Aufführung

Die Bonner Kreuzkirche war Anfang April Ort einer fulminanten Aufführung der Johannespassion von Johann Sebastian Bach als modernes Musik-Tanz-Theater. Lesen Sie hier Stimmen zu dieser unvergleichlichen Inszenierung – und sagen auch Sie uns Ihre persönlichen Eindrücke.

Mit der Dornenkrone auch die Last genommen: Jesus (Erik Sohn, links) umfangen von der "Liebe Gottes" (getanzt von der Choreografin Lina do Carmo). (Foto: Joachim Gerhardt)

Mit der Dornenkrone auch die Last genommen: Jesus (Erik Sohn, links) umfangen von der "Liebe Gottes" (getanzt von der Choreografin Lina do Carmo). (Foto: Joachim Gerhardt)

Pfarrer Dr. Axel von Dobbeler, Leiter des Evangelischen Forums Bonn: „Die Präzision der musikalischen Darbietung, des Orchesters, des Chors, der Solisten, die Inszenierung, die die dramatische Spannung der Bach‘schen Johannespassion mit allen Sinnen erleben ließ, die unangestrengte Konzentration, die für uns – in der ersten Reihe sitzend – in den Gesichtern der Chormitglieder zu lesen war, das die Szenen wirkungsvoll interpretierende Licht – bis hin zum „strobe-light“ beim Zerreißen des Vorhangs im Tempel und der finsteren Kirche nach dem Verklingen des Schlusschorals, der in der dargebotenen a-capella-Version mit der zart gesungenen Schlusszeile „Dich will ich preisen ewiglich!“ einen angemessen nichttriumphalistischen Abschluss bot, – all dies hat für mich die Aufführung der Johannespassion als Musik-Tanz-Theater, die ich in der Nachtvorstellung am Samstag erleben durfte, zu einer tiefen spirituellen Erfahrung werden lassen."

Unter dem Kreuz: Hautnah erlebte das Publikum im Raum der Kreuzkirche die Inszenierung in der Regie von Christoph G. Amrhein. (Foto: J.Gerhardt) LupeUnter dem Kreuz: Hautnah erlebte das Publikum im Raum der Kreuzkirche die Inszenierung in der Regie von Christoph G. Amrhein. (Foto: J.Gerhardt)

Pfarrer Eckart Wüster, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Bonn: „Eine sehr beeindruckende Aufführung, die auch in ihrer theologischen Aussage sehr tief war. Die Inszenierung machte deutlich, dass Jesus auch auf seinem dunklen, schweren Leidensweg von der Liebe Gottes getragen war. So entspricht es ja auch der Theologie des Johannes-Evangeliums. Die Leistung des Musikerinnen und Musiker sowie der Sängerinnen und Sänger war phantastisch.“

Jesus im Purpurrock verspottet: Szene mit Erik Sohn und Tänzern. (Foto: J.Gerhardt) LupeJesus im Purpurrock verspottet: Szene mit Erik Sohn und Tänzern. (Foto: J.Gerhardt)

Pfarrer Joachim Gerhardt, Pressesprecher des Kirchenkreises Bonn: "Wochenlang war die Kreuzkirche durch die großen Bühnenbauten für den Gottesdienst nur eingeschränkt zu nutzen. Doch der unglaubliche Aufwand hat sich gelohnt: Das war für mich getanzte, gesungene, musizierte Predigt. So eine Aufführung kann auch nur in einer Kirche gelingen. Die Kreuzkirche bietet dafür einen höchst überzeugenden Raum. Eine herausragende Inszenierung, die Maßstäbe weit über Bonn hinaus gesetzt hat."

Haben auch Sie die Aufführung gesehen? Sagen Sie uns in ein, zwei Sätzen Ihre Meinung! An: presse@bonn-evangelisch.de

Weitere Infos: www.johannespassion2011.de

 

12.04.2011


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