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Historisches Ereignis in der Kreuzkirche am Kaiserplatz:

Kreissynoden Bonn und Bad Godesberg-Voreifel tagen erstmals gemeinsam: Thema Diakonie

Am 14. Juni 2014 tagen ausnahmsweise und erstmals die Synoden der Kirchenkreise Bonn und Bad Godesberg-Voreifel gemeinsam in der Bonner Kreuzkirche. Das Thema verbindet und ist brisant: die Rolle der Diakonie in unserer Gesellschaft und für die Kirche.

Gibt Ausblick: Der künftige Präsident der Diakonische Deutschland Ulrich Lilie ist Gast und Hauptredner auf der Bonner Synode. (Foto: Graf Recke Stiftung)

Gibt Ausblick: Der künftige Präsident der Diakonische Deutschland Ulrich Lilie ist Gast und Hauptredner auf der Bonner Synode. (Foto: Graf Recke Stiftung)

Die gemeinsame Trägerschaft des Diakonischen Werks Bonn und Region verbindet die beiden Nachbarkirchenkreise seit dessen Gründung 1975. Das Spektrum an Themen rund um Armut, Pflege und soziale Hilfen in Bonn und Region sowie Euskirchen ist ohnehin schon breit und seit fast 40 Jahren noch gewachsen. Mehr als 200 gewählte Synodale sowie interessierte Menschen aus der Region haben nun die Gelegenheit, brennende diakonische Themen zu diskutieren und das Miteinander von Diakonie und Kirche vor Ort zu stärken, erhoffen sich die Superintendenten Eckart Wüster (Bonn) und Dr. Eberhard Kenntner (Bad Godesberg-Voreifel) von der gemeinsamen Tagung der beiden Kirchenparlamente.

„Oftmals haben Menschen, auch die Vertreter der Kirchengemeinden, nur punktuell mit Diakonie zu tun", weiß auch Ulrich Hamacher, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Bonn und Region. „So wird die Mutter des Einen von unserer Ambulanten Pflege betreut, ist ein Anderer im Diakonieausschuss seiner Gemeinde engagiert oder besucht das Kind des Dritten eine offene Ganztagsschule in unserer Trägerschaft.“ Dabei entstehe vielfach eine Wahrnehmung von Diakonie, die nicht ganz vollständig sei. „Wir möchten allen die Gelegenheit geben, ihr Bild von diakonischer Arbeit zu ergänzen", betont Hamacher. Die Diakoniesynode biete somit die große Chance, „Diakonie umfassend und aus erster Hand zu erleben, also mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die alltäglich diakonischen Dienst tun".

Bekannt durch den Beststeller "Lieber Arm ab als arm dran": Der Bonner Behindertensportler, Pfarrer und Kabarettist Rainer Schmidt eröffnet die Synode mit einer Andacht (Foto: J.Hahn)

Bekannt durch den Beststeller "Lieber Arm ab als arm dran": Der Bonner Behindertensportler, Pfarrer und Kabarettist Rainer Schmidt eröffnet die Synode mit einer Andacht (Foto: J.Hahn)

Zum Auftakt etwas zum Schmunzeln und Nachdenken zugleich: Andacht von Pfarrer Rainer Schmidt

Die Synode beginnt mit einer Andacht von Pfarrer und Kabarettist Rainer Schmidt. Es folgt ein Vortrag des neuen Diakoniepräsidenten Ulrich Lilie über diakonische Arbeit heute: eine kritische Bestandsaufnahme sowie eine Vorausschau, wie sich Diakonie mit ihren vielfältigen Themen und Anliegen entwickeln wird. Der Theologe Lilie war Anfang Dezember zum höchsten Vertreter der Diakonie in Deutschland gewählt worden und wird zum Sommer in Berlin sein Amt antreten. Der 56-Jährige ist seit 2011 Theologischer Vorstand der Graf-Recke-Stiftung in Düsseldorf, eine der ältesten diakonischen Einrichtungen Deutschlands mit 1.500 Mitarbeitenden. Nach Lilies Vortrag gehen die Teilnehmenden in Arbeitsgruppen zu einzelnen diakonischen Themen. Zum Abschluss ist die Verabschiedung einer gemeinsamen Kundgebung geplant.

Die Synode beginnt am Samstag, 14. Juni 2014, um 8.30 Uhr in der Bonner Kreuzkirche (Kaiserplatz, Bonn-Zentrum) mit der Andacht. Die Veranstaltung endet nach einer Plenumsrunde um 16.30 Uhr am selben Ort. Die Tagung der Kreissynode ist wie immer öffentlich.

Weitere Infos siehe auch: www.diakonie-bonn.de

Angela Beckmann/Andrea Hillebrand/Joachim Gerhardt / 26.05.2014


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