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Jubiläum

200 Jahre Gottfried Kinkel

Zur 200. Geburtstag von Gottfried Kinkel gibt es 2015 in Bonn und in seinem Geburtsort Oberkassel eine Fülle herausragender Veranstaltungen. Hier eine kleine Auswahl in Erinnerung an eine große, auch evangelische Persönlichkeit - bis zum November 2015.

Im Kampf für Demokratie und Freiheit hinterließ das Ehepaar Kinkel Spuren weit über Bonn hinaus (Foto: Stadtmuseum Bonn).

Im Kampf für Demokratie und Freiheit hinterließ das Ehepaar Kinkel Spuren weit über Bonn hinaus (Foto: Stadtmuseum Bonn).

Zur Erinnerung: Das Ehepaar Johann Gottfried und Johanna Kinkel

Das Ehepaar Johann Gottfried ( *11.08.1815 Bonn-Oberkassel, † 13.11.1882 Unterstraß b. Zürich) und Johanna (geb.Mockel, *08.07.1810 Bonn, † 15.11.1858 London) Kinkel waren Mittelpunkt des gesellschaftlichen und politischen Lebens im Bonn der 40er Jahre des 19. Jahrhunderts und hinterließen ihre Spuren.

Der Theologe, Kunsthistoriker und Dichter Johann Gottfried Kinkel zählt zu den bedeutenden Persönlichkeiten der Revolution 1848/1849 im Rheinland. Er wurde am 11.8.1815 in Oberkassel bei Bonn als Sohn des gleichnamigen Pfarrers Kinkel und dessen Frau Sibylla Maria Beckmann geboren und trat nach dem Abitur, das er an einem Bonner Gymnasium ablegte, in die Fußstapfen seines Vaters und studierte an der Bonner Universität Theologie, wo er später auch als Dozent für Kirchengeschichte tätig war.

1839 lernte er seine spätere Ehefrau, die frisch geschiedene Musikerin Johanna Mathieux kennen,mit der er 1840 den sogenannten "Maikäferbund" gründete - einen der wichtigsten literarischen Dichterkreise des Vormärz.

Kinkels Heirat mit der in erster Ehe geschiedenen Johanna im Mai 1843 stellte einen gesellschaftlichen Skandal dar. Als Dozent der Theologischen Fakultät war Kinkel damit nicht länger tragbar und trat zur philosophischen Fakultät über, wurde 1845 promoviert und 1846 zum Professor für Kunst- und Literaturgeschichte ernannt.

Seine politische Karriere begann mit dem Ausbruch der Märzrevolution im Frühjahr 1848. Am 20.3.1848 war er neben Ernst Moritz Arndt und Friedrich Christoph Dahlmann an einem Festzuges zum Bonner Rathaus beteiligt und forderte eine schwarz-rot-goldene Fahne tragend die Gründung eines deutschen Nationalstaates, Volkssouveränität und die Beseitigung der Fürstenherrschaft.

Zu diesem Zwecke gründete er den "demokratischen Verein".  Als Redakteur der "Bonner Zeitung" stand er außerdem an der Spitze eines der wichtigsten demokratischen Blätter der Revolution.

Veranstaltungen in Bonn

Anlässlich der 200. Wiederkehr des Geburtstages von Gottfried Kinkel finden in Bonn und Oberkassel zahlreiche Veranstaltungen statt. Hier einige Tipps:

13. September: "Kinkels Salon" im Gartensaal des Poppelsdorfer Schlosses

Sonntag, 13. September, 17.00 Uhr laden das StadtMuseum Bonn und der Förderverein SMB e.V. in Kooperation mit dem Poppelsdorfer Geschichtsverein und dem Litterarium der Universität Bonn in "Kinkels Salon" im Gartensaal des Poppelsdorfer Schlosses ein. Neben Duetten und Liedern von Johanna Kinkel, nach Texten von Johanna und Gottfried Kinkel, wird aus dem "Maikäfer", der Vereinszeitschrift des Maikäferbundes, vorgelesen. Als musikalischer Höhepunkt wird Johanna Kinkels op. 1, Die Vogelkantate, aufgeführt.

Es rezitieren und moderieren die Direktorin des Bonner StadtMuseums Dr. Ingrid Bodsch und die Autorin Monica Klaus. Eintritt 15 €, ermäßigt 10 €. Kartenwünsche können bis zum 12. September, 16.00 Uhr per E-Mail an stadtmuseum@bonn.de durchgegeben werden, Betreff "Kinkel-Soirée am 13.9".

13. November: Singspiel "Melisande" im Kuppelsaal des Rheinischen Landesmuseums

Freitag, 13. November, 20.00 Uhr und Sonntag, 15. November, 18.00 Uhr wird unter der Leitung von Sibylle Wagner das Singspiel "Melisande" im Kuppelsaal des Rheinischen Landesmuseums (Colmantstraße 14-16, 53115 Bonn) aufgeführt. 1843 war das von Johanna Kinkel nach einem Libretto ihres Mannes komponierte Werk im Poppelsdorfer Schloss uraufgeführt worden. Es gibt für Interessierte jeweils auch eine Einführung in dieses Werk: am 13. November um 19.15 Uhr sowie am 15. November um 17.15 Uhr.

Tickets können Sie über Bonnticket (zuzüglich Vorverkaufsgebüren) und die Museumskasse des LVR-Museums unter 0228 / 2070 351 (keine Vorverkaufsgebühr) beziehen. Eintritt 18 €, ermäßigt 12 €.

Die mit Abstand älteste evangelische Kirche in Bonn und der Region steht in Oberkassel und war Wirkungsstätte von Gottfried Kinkels Vater (Foto: Archiv KK Bonn).

Die mit Abstand älteste evangelische Kirche in Bonn und der Region steht in Oberkassel und war Wirkungsstätte von Gottfried Kinkels Vater (Foto: Archiv KK Bonn).

Ausstellung zu Kinkels Leben und Werk in Oberkassel

Am Wochenende vom 5. und 6. September ist eine Ausstellung zu Kinkels Leben und Werk in der Alten Evangelischen Kirche in Oberkassel (Zipperstraße) jeweils von 14.00-18.00 Uhr geöffnet. Am 5. September um 19.30 Uhr wird dort eine Andacht gefeiert, es geht um Kinkels Prägung im Pfarrhaus seines Vaters Johann Gottfried Kinkel, von 1801 bis 1832 evangelischer Pfarrer in Oberkassel. Pfarrerin Dr. Anne Kathrin Quaas und Christine Koropp-Buschky werden diese Andacht unter dem Motto "Wirf ab, Herz, was dich kränket – Und was dir bange macht!" nach der Refrainzeile des 1840 entstandenen Gedichtes "Ein geistlich Abendlied" von Gottfried Kinkel gestalten.

Weitere Veranstaltungen in Oberkassel finden Sie auf der Homepage: www.kinkel200.de

Johanna Nolte / 31.08.2015


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