Logo EKiR

Kreissynode Bonn

Mehr Zeit für's Wesentliche - Synode tagt zum Pfarrberuf

Die Anforderungen, die an Pfarrerinnen und Pfarrer gestellt werden, sind vielfältig. Mit dem Spannungsfeld zwischen Ansprüchen, Anforderungen und dem, was tatsächlich leistbar ist, beschäftigte sich die Kreissynode am Samstag, den 30. Mai.

Kirchenrat Pfr. Dr. Volker A. Lehnert: Leidenschaftliches Plädoyer für die richtigen Prioritäten im Pfarrberuf (Foto: K. Jürgensen)

Kirchenrat Pfr. Dr. Volker A. Lehnert: Leidenschaftliches Plädoyer für die richtigen Prioritäten im Pfarrberuf (Foto: K. Jürgensen)

 Zum Auftakt der Synode referierte Kirchenrat Pfarrer Dr. Volker A. Lehnert. Intensiv hatte sich die Landeskirche mit der Zukunft des Pfarrberufs beschäftigt und möchte die Diskussion mit den Kirchenkreisen und Gemeinden nun fortsetzen. Leidenschaftlich plädierte Lehnert dafür, die Aufgaben des Pfarrers wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren: Verkündigung, Seelsorge, Bildung, Diakonie und Leitung gehörten zu den Kernaufgaben eines Pfarrers. Für jede Gemeinde sei es wichtig, mit ihrer Pfarrerin oder ihrem Pfarrer eine Verständigung zu erzielen über das, was wichtig ist: "Keiner ist in allem gut" betonte Lehnert. Jeder müsse für sich die Frage beantworten, wo er oder sie seine oder ihre Wirkung am besten entfalten kann. Als Ziele der Landeskirche im Hinblick auf die Zukunft des Pfarrberufs nannte er vier Punkte:

  1. Auf Kernaufgaben wie die Verkündigung des Evangeliums konzentrieren
  2. Flexibilität bei der Ausgestaltung des Pfarrdienstes erhalten
  3. "Unsichtbare" Arbeitszeiten von Pfarrerinnen und Pfarrern sichtbar machen, um unerfüllbare Ansprüche zu reduzieren
  4. Die durchschnittliche Jahresarbeitszeit begrenzen

Dass die Aufgabenfülle des Pfarrberufs durchaus Respekt einflößt machten im Anschluss an den Vortrag auch die kurzen Impulsbeiträge von drei Studierenden der ev.-theol. Fakultät der Universität Bonn deutlich.

In verschiedenen Arbeitsgruppen, wurde das Thema abschließend, vor allem auch mit Beteiligung der Laien, intensiv weiterdiskutiert. "Das Thema eines zeitgemäßen Pfarrdienstes, die Problematik des Nachwuchses und tragbare zeitliche Vereinbarungen werden uns in der nächsten Zeit intensiv beschäftigen" so Superintendent Eckart Wüster.

Gewählt! Pfarrerin Dr. Wibke Janssen (hier mit Superintendent Wüster) vertritt zukünftig den evang. Kirchenkreis Bonn auf der Landessynode (Foto K. Jürgensen)

Gewählt! Pfarrerin Dr. Wibke Janssen (hier mit Superintendent Wüster) vertritt zukünftig den evang. Kirchenkreis Bonn auf der Landessynode (Foto K. Jürgensen)

Anträge und Wahlen

 Neben dem Tagungsthema befasste sich die Synode mit einem Antrag auf Errichtung einer Pfarrstelle zur Wiederbesetzung der Schulreferentenstelle in Bonn. Die Synode folgte dem Vorschlag des Besetzungsausschusses und stimmte der Wiederbesetzung der Stelle und der Berufung von Pfarrer Helmut Siebert in dieses Amt zu. Pfarrer Siebert war bislang Schulreferent im Kirchenkreis Simmern-Trarbach.

Neu zu wählen waren bei der diesjährigen Frühjahrssynode eine Pfarrerin oder Pfarrer für die Landessynode sowie Synodalbeauftragte für Gottesdienst, Seniorenarbeit und Archivpflege:

 

 

 

K. Jürgensen / 30.05.2015


Willkommen! Social Media Wort zum SonntagSpenden NewsletterGottesdienste Terminkalender PROtestant Kirchengemeinden