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Befiehl du deine Wege. Foto: Friedemann Schmidt-Eggert

Befiehl du deine Wege. Foto: Friedemann Schmidt-Eggert

Ein Podcast über ein bekanntes Lied mit neuen Einsichten

Vertraust du deinen Wegen?

Ein Podcast über EG 361 für alle, die zu Hause geblieben sind, für alle, die noch in Urlaub fahren und für die, die schon wieder zurück sind. Über Grenzen, an die man immer wieder stößt und wie man sie vielleicht überwindet.

Paul Gerhardt ist einer der bekanntesten Liederdichter. Aber nicht nur. Er ist auch einer der berühmtesten deutschen Dichter überhaupt. Seine zeitlosen Verse, der Aufbau seiner Gedichte, sein Umgang mit der Sprache hat unzählige Dichterkollegen nach ihm inspiriert. Seine Themen scheinen zeitlos. Und doch wirkt manches seltsam fremd. Wie bei einer Dose Erbsen braucht man manchmal einen Dosenöffner, um an den Inhalt zu kommen. In diesem Podcast wird ein solches Werkzeug vorgestellt. 

ekir_schmidt-eggert

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Wir gehen jeden Tag unzählige Wege. Manch einer führt einen direkt dorthin, wo man hin will. Andere bringen einen ganz woanders hin. Vertrauen wir den Wegen, den wir gehen? Eine ungewöhnliche Frage! Natürlich vertrauen wir unseren Wegen, sonst würden wir sie ja nicht gehen... Oft sind wir aber unsicher, gerade dann, wenn wir unbekannte Pfade betreten. Ist das wirklich mein Weg? Ist das überhaupt ein Weg?

 

Der Gott es Alten Testaments ist ein "Gott der Wege". Er ist ein Begleiter. Später sagte Jesus von sich selbst sogar, dass er der Weg sei. Wie geht das? Wie kann ein Mensch ein Weg sein? In der Sprache der Kirche ist es die Idee der "Nachfolge". Wir folgen Jesus auf seinen Gedankenwegen. Vertrauen scheint eine wichtige Voraussetzung zu sein, jemandem zu folgen. Wie aber lernt Vertrauen? Wann vertraut man Menschen?

Man muss sie oder ihn kennen, möglichst gut kennen. Dafür braucht es gemeinsame Erfahrungen und Geschichten. 

Die Zeit des Urlaubs ist eine Zeit der neuen Erfahrungen. Wir verlassen die vertrauten Pfade, begeben uns an fremde Orte, um dann mit neuen Erfahrungen wieder nach Hause zurück zu kehren.  Am schönsten ist es, wenn wir mit vertrauten Menschen gemeinsame Erfahrungen machen und sie dann mit anderen teilen. 

In Corona-Zeiten ist das alles schwierig. Wir haben über Wochen das Haus nur zu notwenigen Besorgungen verlassen; wir haben jegliche neue Erfahrungen vermieden; wir konnten nicht reisen. Jetzt, mit den Lockerungen lernen wir das alles wieder neu schätzen. 

Wir hoffen, Sie kommen alle gesund wieder zu Hause an, mit vielen guten Erfahrungen im Gepäck! Und wir hoffen, dass Sie ihren Wegen trauen können.   

Friedemann Schmidt-Eggert / 14.7.2020


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