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Diakonie Katastrophenhilfe legt Bilanz 2017 vor

Menschlichkeit darf nicht verloren gehen

Die Diakonie Katastrophenhilfe fordert mehr Menschlichkeit in Politik und öffentlicher Debatte. „In den derzeitigen Diskussionen um Flucht und Asyl spielen Menschen und Einzelschicksale kaum noch eine Rolle“, kritisiert Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe, bei der Vorstellung des Jahresberichts 2017.

Im Blick auf derzeit fast 70 Millionen Flüchtlinge weltweit sagt Keßler: "Das sind 70 Millionen individuelle Lebenswege, von denen nur die allerwenigsten nach Europa führen.“ Die meisten Flüchtlinge suchen Schutz im eigenen Land oder in Nachbarstaaten. „Wir fordern einen menschlichen Umgang mit Flüchtlingen, völlig unabhängig davon, wo sie Schutz suchen.“

Das gilt auch für die Menschen in Syrien. Die Diakonie Katastrophenhilfe bewilligte im Jahr 2017 allein rund 6,5 Millionen Euro für die Unterstützung syrischer Flüchtlinge in den Anrainerstaaten und Vertriebene in Syrien. „Wir haben, wie fast alle Hilfsorganisationen, in der Vergangenheit hauptsächlich in den Nachbarstaaten Syriens gearbeitet."

Insgesamt hat die Diakonie Katastrophenhilfe hat im vergangenen Jahr in 42 Ländern Hilfe geleistet und dafür etwa 43 Millionen Euro bereitgestellt (Vorjahr 59,7 Mio. Euro). Dazu gehören Einsätze in Somalia, dem Südsudan, der Demokratischen Republik Kongo, Bangladesch und eben Syrien.

Die Spendeneinnahmen der Diakonie Katastrophenhilfe waren im Jahr 2017 mit über 27 Millionen Euro 28,9 Prozent höher als im Vorjahr (21,1 Mio. Euro). Die meisten Spenden bekam das Hilfswerk für die Nothilfe in Ostafrika.

Die Einnahmen aus öffentlichen Zuwendungen von der Bundesregierung, der Europäischen Union und den Vereinten Nationen waren mit rund 17 Millionen Euro 43 Prozent niedriger als im Vorjahr.

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ekir.de / neu / 27.07.2018



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